3. Gang - "Was der Inhalt eines Kühlschranks verrät."

3. Gang: "Was der Inhalt eines Kühlschranks verrät." - kuehl_208
Manche Kühlschränke sehen von außen vielversprechender aus, als von innen, Foto: Anna Ott für LECKER.de

Eine Frau und ein Mann lernen sich kennen, verlieben sich und trennen sich ... Lesen Sie ihre und seine Gedanken in der Kolumne "12 Gänge Menü". Jetzt auf LECKER.de!

(Anmerkung: Beide stehen unabhängig voneinander vor dem Kühlschrank des anderen.)

Er: Wieso bewahrt sie geschätzte 37 verschiedene Nagellack-Farben im Eierfach auf? Und von denen sehen auch noch die meisten gleich aus.

Sie: Wow! Ich habe schon lange keinen so vollgestopften Kühlschrank mehr gesehen.

Er: Benutzen Frauen Nagellack etwa zum Kühlen? Egal. Was zu Essen hat sie jedenfalls nicht. Oder was ist das hier? Ach, Tofu. Sieht aus wie Schaumstoff.

Sie: Und alles so ungesund! Eingeschweißte Fleischwurst und Wurstaufschnitt. Fettiger Camembert, den ich zwar liebe, aber niemals kaufen würde. Es sei denn, ich will schlagartig fünf Kilo zunehmen.

Er: Auch mit dem Ketchup, Senf oder der Soja-Soße hier würde ich Tofu niemals runterkriegen. Was hat sie sonst? Alkohol. Immerhin eine Flasche Champagner und drei Weißwein. Angebrochene Flaschen Rum, Gin und Sambuca. Aber nix, um daraus gescheite Cocktails zu mixen. Außer H-Milch. Und die ist abgelaufen.

Sie: Bier, Bier, Bier. Zwei Flaschen Gin. Alkohol haben Männer wohl echt immer im Haus. Na ja, ich ja auch.

Er: Was ist das für ein Plastik-Teil? Vielleicht das ominöse Kühlschrank-Deo, von dem sie letztens erzählt hat. Das bräuchte ich wohl eher, als sie, denn hier riecht ja nix. Nicht mal das Tofu. Ach so, vielleicht hilft das Deo gegen den Nagellackgestank. ...Was isst sie bloß? Außer Eiswürfeln?

Sie: Wieso hat er denn zwei angebrochene Butterpackungen? Legt man Tomaten tatsächlich in den Kühlschrank? Und wann isst er den ganzen Pudding und Fruchtquark? Ich dachte, nur Frauen stehen auf diesen supersüßen Krams.

Er: Ich werde dringend mal mit ihr einkaufen gehen müssen, wenn das hier so weitergeht.


Sie: Wie toll, sogar einen Schoko-Sahnepudding hat er! Und das ganze Tiefkühlfach voller Pizza. Ein Traum! Die Packung mit dem Gouda ist zwar halb auf und der Käse angetrocknet, aber dann schenk ich ihm mal eine Tupperdose.

Er: Oder ich werde das nächstes Mal dran denken, dass ich mir von zuhause was Essbares mitbringe. Oder gleich zuhause was esse, ehe ich zu ihr fahre.

Sie: Unglaublich, was er alles eingekauft hat. Ob ich ihm eine Milchschnitte klaue? Immerhin hat er eine Familienpackung davon...


Er: Sie hat nix! Zu! Essen in ihrer Küche!


Sie: Ist mir ja schon etwas unangenehm, dass ich nie was zu Essen zuhause habe, wenn er vorbei kommt. Ob er denkt, ich sei essgestört? Oder geizig? Oder gar pleite und könne mir keine Lebensmittel leisten? Ich frag mal meine Freundinnen, was sie denken.

Wie viele Nagellacksorten besitzt sie bloß?

Er: Mal ehrlich, ist sie nicht an den irdischen Gelüsten der Nahrungsaufnahme interessiert? Oder muss sie sparen? Abnehmen muss sie doch wirklich nicht. Als sie erzählte, dass sie gern auswärts isst, dachte ich ja erst, sie spinnt.

Sie: Dabei gehe ich doch wirklich super gerne einkaufen! Aber ich bin halt so gut wie nie zuhause und allein kochen ist so langweilig. Auswärts essen dagegen viel schöner. Und kommunikativer!


Er: Sie hat eindeutig eher zuviel Geld als zu wenig, wenn sie ständig im Restaurant oder Café isst. Und wieso bitte hat sie so einen riesigen, energieschluckenden, alten Kühlschrank? Dabei behauptet sie doch immer, sie lebe so umweltbewusst. Sie isst kein Fleisch und kauft Biogemüse. Ich sollte sie mal darauf hinweisen, wie viel Strom sie sparen könnte.


Sie: Wenn ich seinen Kühlschrank mit A++-Irgendwas-Siegel sehe, bekomme ich ein ganz schlechtes Gewissen. Ich will eigentlich seit einem Jahr ein energiesparsameres Teil kaufen. Aber andere Investitionen habe ich immer als wichtiger erachtet. Gut, die neue Tasche war nicht lebensnotwendig. Aber hübsch. Was sein Kühlschrank wohl gekostet hat? Silber ist ja schon sehr schick.

Er: Wirklich unfassbar, diese Frauen. Predigen andauernd von Umweltschutz und bewahren dann Nagellack in einem stromfressenden Old-School-Teil auf.


Sie: Andererseits könnte ich auch die Zeit überbrücken - so circa zwei Jahre - bis wir zusammen ziehen. Ich bräuchte dann auch nur ein Fach für meinen Nagellack.

Er: Immerhin kurbelt sie mit ihrer Essensgeherei die Gastronomie an. Und gut, dass nicht zur Debatte steht, dass wir irgendwann mal zusammenziehen. Ich würde verrückt werden, wenn Nagellack in meinen Käse läuft.

Von Clara Ott

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