5. Gang - "Warum ein Restaurantbesuch mit den Eltern nicht sättigt. "

5. Gang: "Warum ein Restaurantbesuch mit den Eltern nicht sättigt. " - restaurant_208
Mit Erwachsenen am Tisch muss man sich benehmen, oder?, Foto: Anna Ott für LECKER.de

Es wird ernst, denn er will sie seinen Eltern vorstellen. Im Restaurant! Ob seine Mutter sympathisch ist? Und sein Vater ihm ähnlich? Das Essen wird jedenfalls schnell zur Nebensache ... Lesen Sie ihre und seine Gedanken in der Kolumne "12 Gänge Menü". Jeden Dienstag auf LECKER.de!

Sie: Oh je. Hätte ich vielleicht doch besser eine Jeans anziehen sollen, statt diesem Kleid? Fühle mich vollkommen overdressed. Und das Restaurant ist viel zu schick.

Er: Ist sie nervös?

Sie: Hat er gut ausgesucht. Aber wenn ich zuviel esse, sieht man das am Bauch. Also besser nur Salat. Oder Suppe. Und ist mein Kleid zu kurz?

Er: Da kommen sie schon. Überpünktlich.

Sie: Hat sie etwa rote Haare?

Er: Jetzt bin ich mal gespannt, wie die beiden sie finden. Hoffentlich benimmt er sich. Und Mama lässt mal andere zu Wort kommen.

Sie: Er sieht seinem Vater ja wirklich ähnlich. Aber hoffentlich bekommt er später nicht auch so einen Bierbauch. Seine Mutter ist ja wahnsinnig aufgedreht. Fast schon hysterisch. Hat sie ihn etwa gerade auf den Mund geküsst?!

Er: Meine letzte Freundin fand er prima. Okay, sie hat uns auch perfekt bei sich bekocht. Aber die Entscheidung, heute ins Restaurant zu gehen finde ich viel stressfreier. Neutrales Terrain, quasi. Und Mama muss sich in der Öffentlichkeit zusammenreißen.

Sie: Sie ignoriert mich. Total. Hat sie mich überhaupt schon wahrgenommen? Meinen Namen hat sie auch falsch ausgesprochen.

Er: Schnell einen Apéritif bestellen. Sherry? Pastis? Oder doch gleich Wein?

Sie: Immerhin stellt mir sein Vater ein paar Fragen. Nicht spannend, aber immerhin. Aber wieso muss ich mich immer rechtfertigen, dass ich kein Fleisch esse? Ich frag ihn ja auch nicht, ob er noch Sex hat.

Er: Mann! Papa nervt manchmal echt mit seiner Diskussionsfreude. Ja, Fleisch mag in Maßen gesund sein und so ein Eisenmangel ist nicht toll. Aber lass sie doch fleischlos glücklich sein. Sie hat doch mich. Und das Rumpsteak wird hier bestimmt schmecken. Ist schließlich teuer genug.

Sie: Er nervt mit seiner Diskutiererei. Und seine Mutter mustert mich von oben bis unten. Ich mag gar nicht aufs Klo gehen, weil ich weiß, dass sie mein Kleid für unpassend halten wird. Und meine Absätze sicher auch. Allerdings könnte ich kurz meine Schwester anrufen. Oder sie bitten, mich anzurufen und zu retten. Guter Plan! Immerhin entstehen keine peinlichen Gesprächspausen.

Ist es wichtiger, ob er sie liebt, oder seine Mutter?

Er: Ja, Grand Cru klingt gut.

Sie: Vorher muss ich mir allerdings noch aus diesem komischen Gefasel etwas Vegetarisches raussuchen. Ist "Chorizo" ein Gemüse? Und hat seine Mutter gerade Tandoori-Heilbutt auf Gurke bestellt? Ich will Nudeln.

Er: Nein, aber sie hat andere Qualitäten, als mich zu bekochen. Und ja, ich bin sehr glücklich mit ihr. Sie ist nicht schüchtern! Nur rücksichtsvoll, weil du die ganze Zeit quatscht. Meine Mutter begreift nie, dass es heute mal nicht um sie geht. Was interessiert mich ihre Migräne. Ich wollte meine Freundin vorstellen! Und jetzt mein Steak.

Sie: Puh. Das Essen ist endlich da. Glück gehabt, dass ich doch nur einen Salat mit Tofu genommen habe. Darf man den nun eigentlich mit dem Messer kleinschneiden?

Er: Kann er nicht mal runterschlucken, ehe er redet?

Sie: Sympathisch, dass seine Eltern mit vollem Mund quatschen. Bei meinen wäre es totenstill. Aber das fände ich jetzt schön. Wieso ignoriert sie mich? Dabei sitze ich ihr gegenüber! Hallo? Ich sollte ihr mal ans Schienbein treten.

Er: Sie hat wohl keinen Hunger. Verständlich, meine Mutter verhält sich auch unmöglich. Er scheint sie dagegen zu mögen. Aber sie sieht ja heute auch sehr sexy aus, kein Wunder. Ich sollte meinen Bruder anrufen, damit er uns rettet und wir eher gehen können.

Sie: Ob sie ihre Haare mit Henna färbt? Ich glaub, ich erzähle ihr mal von meinen grauen Haaren, die ich unter meinem Seitenscheitel verstecke. Vielleicht hat die Schreckschraube ein paar Tipps auf Lager.

Er: Ja, Haare sind doch immer ein super Thema für Frauen.

Sie: Ich finde sie schrecklich unsympathisch. Aber ich bin so gut darin, es nicht zu zeigen. Hah! Selbstredend werde ich nicht zu ihrem unfähigen Friseur gehen, aber sie kann mir gern seine Karte geben.

Er: Immerhin reden die beiden endlich miteinander. Und wirklich warm ist meine Mutter noch mit keiner meiner Freundinnen geworden. Egal.

Sie: Ob seine Mutter gegenüber seinen bisherigen Freundinnen auch so arrogant war? Immerhin ist sein Vater recht lustig. Und er hat mein Tofu probiert, obwohl sie richtig angewidert geguckt hat.

Er: Ich order mal lieber die Rechnung. Sie können es das nächste Mal zahlen, wenn sie in der Stadt sind.

Sie: Was er wohl zu meinen Eltern sagen würde? Und sie zu ihm? Meine Mutter würde ihn sofort lieben. Das Foto von uns fand sie immerhin schon sehr überzeugend. Mein Dad würde sicher bemängeln, dass er freiberuflich tätig ist. Aber wenn er sieht, wie verliebt wir sind, sollte ihm das auch egal sein.

Er: Ob ihre Eltern wohl auch so anstrengend sind?

Sie: Und ist es nicht eigentlich viel wichtiger seine Freunde davon zu überzeugen, mich zu mögen, als seine Mutter?

Er: Ich denke, wir fahren jetzt direkt zur Einweihungsparty von Christopher. Eine perfekte Gelegenheit, um sie der Clique als meine neue Freundin zu präsentieren.

Sie: Party ist gut!

Er: Ob ich sie frage, wie sie meine Eltern fand?

Sie: Sein Vater war ja wirklich nett und amüsant. Seine Mutter scheint ihn zu lieben. Daran ist ja nicht zu rütteln. An ihrer Haarfarbe allerdings schon. Muss ich ihm offen sagen, wie ich sie fand?

Er: Lieber nicht.

Sie: Bin gespannt, wie seine Freunde sind. Aber ich muss mich vorher unbedingt umziehen! Obwohl... besser overdressed als rote Haare.

Von Clara Ott

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