Buch-Tipp

"Happy Healthy Food": Kreatives Kochen mit Lebensmittelintoleranzen

Happy Healthy Food
Einschränkung als Bereicherung: In "Happy Healthy Food" zeigt Nathalie Gleitman ihren Umgang mit der eigenen Lebensmittelintoleranz, Foto: Liya Geldman

Für viele Menschen ist Essen etwas Selbstverständliches. Sie gönnen sich einfach das, was auf den Tisch kommt, ob zu Hause oder im Restaurant. Manche müssen allerdings hinterfragen, was da auf dem Teller liegt. Stichwort: Lebensmittelintoleranzen.

In Deutschland vertragen rund 15 Prozent keine Produkte mit Laktose, sieben Prozent keine mit Gluten, und zwei Prozent keine mit Histamin. Die 25-jährige Nathalie Gleitman erhielt gleich zwei Schreckensdiagnosen, die ihr Leben grundlegend veränderten und zur Veröffentlichung des ersten Kochbuchs "Happy Healthy Food" führten.

 

Wenn Essen zur Herausforderung wird

2014, am Ende des Bachelor-Studiums, fingen die Probleme an. Die Deutsch-Israelin fühlte sich körperlich und geistig schlapp. Häufige Symptome: Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautausschlag. Nach diversen Untersuchungen stand die Ursache fest: Die Studentin kann weder das Enzym Lactase noch den Eiweißstoff Histamin im Körper richtig abbauen. "Von da an war Essen für mich nichts Selbstverständliches, sondern eine komplexe Herausforderung mit vielen Fragezeichen", so Nathalie Gleitman.

Der Arzt gab ihr eine Liste mit verbotenen Lebensmitteln – und ließ sie damit ziemlich allein: keine Kuhmilch mehr und nur noch ausgewählte Käsesorten, keine Tomaten, Avocados, Schokolade oder Zitrusfrüchte. Auch der Konsum von Weizen, Fleisch und Fisch ist einzuschränken. Weiterführende Infos oder gar Rezepte, die die Ernährungsumstellung im Alltag erleichtern, gab es keine. Da beschloss Nathalie Gleitman, aktiv zu werden, gründete den Food-Blog "Nathalie's Cuisine" und schrieb "Happy Healthy Food".

Health is not a diet. It's a lifestyle
Lifestyle statt Leiden lautet die Maxime von Nathalie Gleitman, Foto: Liya Geldman
 

Inspiration für Andere

"Happy Healthy Food" nimmt Menschen mit Histamin-, Laktose- und Glutenunverträglichkeit an die Hand. In Fakten gespickten Erfahrungsberichten schildert die Autorin ihre Odyssee, von der Ratlosigkeit bis zum Happy End. Sie gibt auch Antworten auf häufige Fragen: Wie verhalte ich mich als Gast? Was esse ich auf Reisen? Darf man sich Ausnahmen gönnen? Sie erzählt all das auf Augenhöhe und in aufbauendem Ton. Spruchbilder wie "Fall in love with taking care of yourself" geben zusätzliche Motivation. 

Herzstück des Buches sind aber die mehr als 100 Koch- und Backideen, unterteilt in sechs Kapitel wie "Einfache Hauptspeisen", "Gesunde Süßigkeiten" oder "Kochen für Freunde". Sie zeigen, wie kreativ und abwechslungsreich die "intolerante Küche" sein kann.

Die unterhaltsame Mischung aus Fakten, Anekdoten und Rezepten machen das Buch empfehlenswert. Nathalie Gleitman nimmt die Rolle einer guten Freundin ein, die mitfühlt und gute Ratschläge gibt. Daher ein Vorschlag an die Ärzte: Den Betroffenen nicht nur eine Liste mit Verboten mitgeben, sondern auch Bücher wie "Happy Healthy Food", die mit ihrer positiven Grundeinstellung für ein gutes Bauchgefühl sorgen.

Das 254 Seiten umfassende Hardcover-Buch ist im Becker Joest Volk Verlag erschienen und kostet bei Amazon 24,95 Euro*.

Gefüllte Zucchini aus Happy Healthy Food
Histaminfreies Gericht, das einfach gelingt, Foto: Klaus Arras
 

Rezept aus "Happy Healthy Food":

 

Gefüllte Zucchini aus dem Ofen - Zutaten für 2 Personen

 

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Zucchini waschen, vom Stielansatz einen "Deckel" abschneiden und mit einem Löffel Samen sowie etwas Fruchtfleisch auskratzen.
  3. Die gegarte Quinoa in eine Schüssel geben. Paprika, Petersilie, Apfelessig, Olivenöl, etwas Salz, Kokosblütenzucker und Chilipulver zufügen und vermengen. Die Mischung in die ausgehöhlten Zucchinihälften füllen. Die gefüllten Zucchini auf das vorbereitete Backblech setzen, die abgeschnittenen "Deckel" danebenlegen, mit Alufolie abdecken und 30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Folie abnehmen und weitere 5–10 Minuten backen.
  4. Fertige Zucchini auf Tellern anrichten. Die "Deckel" nach Belieben wieder aufsetzen und servieren.

Tipp: Koche die Quinoa am besten am Vorabend. Dazu 150 g Quinoa mit 375 ml Wasser etwa 15 Minuten köcheln und dann nachquellen lassen.

*Affiliate-Link

 

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