Tellerrand

Buch-Tipp: "Rezepte für die Zukunft"

Sarah Krecker
Buch-Tipp: "Rezepte für die Zukunft"
Masterarbeit mit Auszeichung: 2013 gewinnt "Rezepte für die Zukunft" beim Red Dot Design-Wettbewerb

Von der Masterarbeit zum mehrfach ausgezeichneten Design-Kochbuch: Susanne Pretterrebner trifft mit "Rezepte für die Zukunft" den Nerv der Zeit. Sie verbindet auf anschauliche Weise, Umweltschutz und Ernährung.

Nachhaltig kochen, das klingt nach einem Mammutprojekt. Auf was alles geachtet werden muss: Wie sind die Lebensmittel verpackt? Wo kommen sie her? Wie bereite ich sie umweltschonend zu? Das sind nur einige Fragen, die sofort im Kopf herumschwirren. Dem ein oder anderen vergeht da die Freude am Kochen. Solchen Skeptikern setzt Susanne Pretterebner "Rezepte für die Zukunft" vor, eine in Buchform gebrachte Masterarbeit, die Klimaschutzthemen, Infografiken und saisonale Gerichte verbindet.

Grafiken wie die zum energieeffizienten Kochen zeigen, wie einfach Klimaschutz im Alltag funktioniert

Im ersten Teil leistet die studierte Grafikdesignerin vor allem Aufklärungsarbeit, unterteilt in zwölf Klimaschutzthemen. Eines dreht sich um die energieeffiziente Zubereitung von Speisen. Wie diese aussehen kann, illustrieren Textabschnitte und Infografiken. Die Tipps reichen von simpel wie den Topf immer zudecken bis zu fortgeschritten: Zutaten können auch allein mit Restwärme fertigt gegart werden.

Bio allein reicht nicht

Wer der Meinung ist, er koche schon längst nachhaltig, weil er Bio-Produkte einkauft, der hat nicht unbedingt recht. Wichtig ist auch, wie Lebensmittel besorgt werden. Und laut Suanne Pretterebner haben aus Umweltsicht Autofahrer, die zum Bioladen unterwegs sind, schon verloren. Bei einer Strecke von 10 Kilometern entstehen so viele Treibhausgase wie beim Anbau von rund 17 Kilogramm frischem Gemüse. So oft wie möglich sollten die Einkäufe daher zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden.

Die Grundsätze kommen im Rezeptteil zur Anwendung. Dieser bietet eine Auswahl an saisonalen Gerichten mit viel Obst und Gemüse aus der Region, Vollkorngetreide und Bio-Lebensmitteln. Vieles davon ist aus der vegetarischen Küche. Sie steht im Einklang zu einem umweltbewussten Ernährungsstil - der erhöhte Konsum von Fleisch und Fisch nicht.

Nachhaltiger Genuss: beiliegende Kalenderblätter zeigen pro Monat vier Gerichte zum Nachmachen

Mehr Emotionalität

Wie bei der Gestaltung des Buches beweist die Autorin auch in der Rezeptentwicklung Sinn für geschmackvolle Kompositionen. Sie tischt Pastasalat mit Pfirsich auf, Grundkernbratlinge mit Apfelmus oder glasierten Spargel mit Polenta. Leider scheint dabei noch stark der wissenschaftliche Charakter ihrer Arbeit durch: Neben den Kochanleitungen sucht der Leser vergeblich nach Food-Fotos. Er findet stattdessen Saisonkalender für Obst und Gemüse. Mehr von den von Hubertus Schüler inszenierten Speisen aus der Kalenderblattbeilage im Buch – und "Rezepte für die Zukunft" bekäme eine glatte Eins.

erscheint im Becker Joest Volk Verlag, Hilden. Es umfasst 168 Seiten und kostet 37 Euro.

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