Buch-Tipp

Streetfood für zu Hause: "Vincent Vegan – 50 Rezepte aus dem Foodtruck"

Vincent Vegan
Das erste Kochbuch von Vincent Vegan zeigt, dass Fast Food auch ohne Fleisch richtig gut schmeckt, Foto: Christian Verlag / Maria Brinkop

Foodtrucks erobern schon seit geraumer Zeit die Food-Szene. Das Konzept ist simpel und trifft den Zeitgeist: hip, lecker – und vor allem überall einsetzbar. Denn die fahrenden Imbissbuden sind nicht an einen Ort gebunden, sondern können ihr Essen überall dort anbieten, wo sie gerade parken.

Einer, der noch eine Schippe drauf legt, ist Christian Kuper. Seine Idee: Das verstaubte Image der Schnellimbissküche durch rein vegane Rezepte aufzufrischen. So tuckerte sein Foodtruck Vincent Vegan plötzlich durch die Hamburger Straßen. Mit saftigen Burgern, krossen Pommes und leckeren Pasta-Gerichten im Angebot überzeugt die Speisekarte sogar leidenschaftliche Fleischesser.

Jetzt gibt’s das passende Kochbuch dazu, das nicht nur Rezepte, sondern auch den Zauber von Vincent Vegan birgt.

Vincent Vegan-Gründer Christian Kuper
Fleischlos aus Überzeugung: Vincent Vegan-Gründer Christian Kuper is(s)t gegen das Ausbeuten von anderen Lebewesen, Foto: Christian Verlag / Maria Brinkop
 

Nur noch kurz die Welt retten

Wer bislang dachte, veganer Lifestyle heißt, an Karotten zu knabbern und grundsätzlich schlecht drauf zu sein, wird in "Vincent Vegan – 50 Rezepte aus dem Foodtruck" eines Besseren belehrt. Die "Vincis", wie sich Christian und sein Team selbst nennen, stellen ihre Rezepte und Ansichten darin vor.

Für sie gilt: Pflanzenbasierte Ernährung ist gut für den Planeten, aber trotzdem wollen wir schlemmen! Fleisch-Fans werden beim Lesen trotzdem nicht angefeindet. Man fühlt sich eher von den "Vincis" umarmt und an die Hand genommen, um in dieser anderen Welt ein Rezept für sich zu entdecken.

 

Vegane Rezepte für jeden Geschmack

Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt: Ob Rührei oder Smoothie – Frühstücks-Freunde sind bei "Happy Frühstück" richtig. In "Power für jeden Tag" gibt’s Leckeres für Zwischendurch oder die Lunchbox. Besonders bekannt ist Vincent Vegan jedoch für seine Burger, denen das Kapitel "Real Fast Food" gerecht wird. Nudeln, Quiche und alles, was sonst so glücklich macht, finden sich unter "Soulfood". Natürlich wird auch genascht. In "Süße Sünde" gelingt auch ohne Ei und Butter der perfekte Kuchen.

Für jeden Geschmack und für jede Tageszeit ist ein leckeres Rezept dabei – mal mit Zutaten, die jeder zu Hause hat, mal mit spezielleren Lebensmitteln wie Seitan oder Lupinen. Doch auch die sind im gut sortierten Supermarkt zu bekommen.

Vincent Vegan Foodtruck
Neben den Foodtrucks haben die "Vincis" mit #thebase eine feste Location in Hamburg, in der sonntags zum Brunch geladen wird, Foto: Christian Verlag / Maria Brinkop
 

Die Crew stellt sich vor

In witzigen Fragebögen und hübschen Fotos stellen sich die "Vincis" vor. So lernt man beim Schmökern die Crew kennen, versteht, was sie bewegt und merkt, sie nehmen sich selbst nicht zu ernst. Die Rezepte tragen zudem den Namen des jeweiligen Kochs: Es gibt mal "Roberts Semmelknödel mit Kokos-Bärlauch-Sauce und Bratgemüse" oder "Carinas Pfannecakes mit Schoko-Peanut-Soße". Das macht die Rezepte persönlich, so wie dieses eine Tomatensoßen-Rezept, das man von der besten Freundin bekommen hat. Genau diese persönliche Mischung macht das Herz und die Seele vom ersten Kochbuch, aber auch von Vincent Vegan, aus.

Daumen hoch für so viel Kreativität in der Küche – und in der Gestaltung des Kochbuchs. "Vincent Vegan - 50 Rezepte aus dem Foodtruck" holt den Truck nach Hause und macht Lust auf mehr durch coole Leute, ansprechende Bilder und vor allem schmackhafte Rezepte.Das Buch zeigt, dass auch ohne Fleisch richtig gut und vielseitig geschlemmt werden kann, und ist daher auch etwas für probierfreudige Karnivore.

Es kostet 24,99 €, umfasst 183 Seiten und ist im Christian Verlag, München erschienen.

Text: Jannah Fischer

 

Zum Nachkochen daheim: Topis Blackbean Burger 

Topis Blackbean Burger
Vegan heißt nicht immer nur Tofu: Topis Blackbean Burger im Laugenbrötchen mit Senfmayonnaise, Foto: Christian Verlag / Maria Brinkop

Zutaten für 4 Burger

  • 5 EL vegane Mayonnaise
  • 4 EL (süßer) Senf
  • etwa 60 g Wildreis
  • 1 1/2 Rote Beten
  • 2 Knochblauchzehen
  • 1 große rote Zwiebel
  • 5 Champignons
  • Olivenöl
  • etwa 130 g schwarze Bohnen
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 TL Paprikapulver
  • 3 EL Kürbis- oder Sonnenblumenkerne
  • 4 Laugenbrötchen
  • Blattsalat nach Geschmack
  • 2 Handvoll Sprossen
  • 3 Gewürzgurken, in Streifen oder Scheiben geschnitten

Zubereitung

  1. Die vegane Mayonnaise und den Senf vermischen und beiseite stellen
  2. Den Wildreis nach Packungsanweisung kochen
  3. Rote Beten, Knoblauchzehen, Zwiebel und Champignong in Würfel schneiden
  4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Würfel darin unter Rühren etwa 15 Minuten stark anschwitzen
  5. Dann die schwarzen Bohnen und den Wildreis hinzufügen und weiter anschwitzen
  6. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen
  7. Alles aus der Pfanne und die Kerne in eine Küchenmaschine geben und zu einem "restgroben" Brei zerkleinern
  8. Nun die Hände mit Olivenöl einreiben und aus dem Brei vier etwa gleich große Patties formen und kurz ruhen lassen
  9. Die Patties auf einem Grill oder in der (Grill-)Pfanne in Olivenöl von beiden Seiten kross anbraten
  10. Die Laugenbrötchen halbieren und die Hälfte mit der Senfmayo bestreichen
  11. Die untere Hälfte mit Salat belegen, das Patty drauf und mit reichlich Sprossen und Gewürzgurken belegen
  12. Obere Hälfte auflegen, herzhaft zubeißen und genießen!
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