Cappuccino - Cremigkeit trifft Stärke

Cappuccino
Cappuccino gehört zu den beliebtesten Kaffeespezialitäten , Foto: iStock

Cappuccino hat mehr zu bieten als ein ordinäres Heißgetränk: Die cremig-starke Kaffeespezialität bietet ein kleines Stück Luxus im Alltag. Hier erfährst du, wie der Cappuccino garantiert gelingt.

Der Cappuccino kommt so unschuldig daher. Unter seinem weißen, cremigen Schaum verbirgt sich aber ein kräftiges Espressoaroma, das sofort sämtliche Lebensgeister weckt. Dank dieser unwiderstehlichen Kombination ist die italienische Kaffeespezialität zu einem der Lieblinge der Deutschen geworden. Viele Fans gönnen sich den Cappuccino aber nur außer Haus. Den aromatischen Muntermacher kannst du jedoch ganz leicht selbst zubereiten.

Der original italienische Cappuccino besteht aus drei Komponenten: Espresso, Milch und Milchschaum. Werden der Kaffee und die Milch zusammengerührt, entsteht ein Braunton, der angeblich an die Kutten der Kapuzinermönche erinnert – daher stammt der Name Cappuccino. Das Getränk wird traditionell in einer dickwandigen Tasse mit etwa 150 ml Fassungsvermögen serviert, die die Hitze gut hält. Rund 30 Milliliter frisch gebrühter Espresso werden mit heißer Milch und Milchschaum aufgefüllt.

 

Cappuccino: Die Grundlagen

Der Espresso:

Die Qualität des Kaffees entscheidet über die Qualität des Cappuccinos. Kenner schwören auf frisch gemahlene Bohnen und den „echten“ Espresso aus der Espressomaschine mit Siebträger, die auch in Cafés steht. Hier wird das heiße Wasser mit sehr hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Das Ergebnis ist ein sehr aromatischer, starker Kaffee, der im Vergleich zu Filterkaffee weniger Säure und Koffein enthält. In Italien selbst sind aber auch Espressokocher sehr beliebt. Mit den kleinen Kannen lässt sich der Kaffee direkt auf dem Herd zubereiten. Auch Kaffeevollautomaten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Bei den letzten beiden Modellen reicht allerdings der Druck nicht aus, um eine schöne Crema zu produzieren – die charakteristische Schaumschicht auf dem Espresso.

Der Milchschaum:Der Milchschaum wird bei Kaffeevollautomaten einfach auf Knopfdruck produziert. Besonders cremig wird er aber mit der Dampfdüse an der Espressomaschine.

So gelingt der Milchschaum perfekt:

  • eine kleine Metallkanne wird zu einem Drittel mit kalter Milch gefüllt; ein höherer Füllstand ist nicht empfehlenswert, da ansonsten nicht genügend Platz für den Schaum bleibt
  • öffne die Heißwasserdüse für einige Sekunden, um Kondenswasser abtropfen zu lassen
  • die Spitze der Düse wird in die Milch getaucht und der Dampf angeschaltet
  • die Düse sollte immer knapp unter der Oberfläche bleiben; wenn durch den Schaum das Volumen in der Kanne steigt, senkst du sie allmählich ab
  • die Metallkanne wird leicht schräg gehalten; das verursacht einen Wirbeleffekt und sorgt für ein besseres Ergebnis
  • am Ende sollte die Milch ihr Volumen in etwa verdoppelt und eine Temperatur von höchstens 65 Grad Celsius erreicht haben
  • zum Abschluss wird der Boden der Kanne kurz auf der Arbeitsfläche aufgestoßen, um Blasen in der Milch zu entfernen; Italiener bevorzugen eine Konsistenz, die an halbfest geschlagene Sahne erinnert

Der Abschluss:

Die schaumige Milch wird vorsichtig in die Mitte der Tasse zum Espresso gegossen. Der weiße Milchschaum und die braune Crema fließen ineinander. Gute Baristas (die Kaffeekocher in Cafés) oder geübte Laien können durch Bewegungen der Milchkanne Formen wie etwa ein Herz oder ein Blatt in den Schaum „malen“. So mancher Liebhaber verziert seinen selbst zubereiteten Cappuccino gern auf andere Art. Mithilfe spezieller Schablonen lassen sich mit Kakaopulver oder Zimt hübsche Muster auf die Oberfläche stäuben.

So gelingt Milchschaum ohne Dampfdüse

Auch wenn du keine Espressomaschine besitzt, kannst du cremigen Milchschaum für den Cappuccino produzieren. Elektrische Milchaufschäumer-Apparaturen überzeugen selbst Kenner. Wer für die fluffige Haube nicht so viel Geld ausgeben will, greift zum batteriebetriebenen Milchaufschäumer. Dazu wird die Milch in einem kleinen Topf erhitzt. Achte darauf, dass sie nicht zu heiß wird, andernfalls zerfällt der Schaum. Mit reiner Muskelkraft betriebene Milchschäumer mit Siebeinsatz sind seit Jahren ebenfalls ein Klassiker.

Tipp:

  • der Gehalt an Fett und Eiweiß der Milch ist entscheidend für Konsistenz und Geschmack des Schaums
  • besonders cremig und lecker wird er mit Vollmilch
  • als veganer Ersatz eignet sich am besten Sojamilch – sie erzeugt recht guten Schaum
 

Cappuccino, Latte macchiato oder Milchkaffee?

Zum Schluss soll noch die Frage geklärt werden, worin sich eigentlich Cappuccino, Latte macchiato und Milchkaffee unterscheiden. Insbesondere beim beliebten To-Go-Konzept im Pappbecher sind die Unterschiede zwischen diesen Kaffeevariationen kaum herauszuschmecken. Am besten lassen sie sich natürlich in einem guten Café und in der Art der Präsentation unterscheiden:

  • Cappuccino wird in einer Tasse serviert; der Milchschaum ist flüssiger und kommt zuletzt zum Kaffee
  • Latte macchiato wird in einem hohen Glas serviert und enthält mehr Milch als der Cappuccino; erst wird die heiße Milch eingegossen, darauf kommt der sehr feste Milchschaum; der Espresso wird am Schluss durch den Milchschaum gegossen und sammelt sich zwischen Schaum und Milch; so entsteht der typische Lagen-Look
  • Milchkaffee wird in einer Schale serviert. Er enthält regulären Kaffee, der zu etwa gleichen Teilen mit warmer Milch gemischt wird; hier gibt es keinen Schaum

Eine neue Variante des Cappuccinos erobert aktuell übrigens hippe Cafés und Bars. Der „Flat White“ stammt aus Australien oder Neuseeland und wird ebenfalls mit Espresso und heißer Milch zubereitet. Im Gegensatz zum Cappuccino wird hier allerdings weitgehend auf den Schaum verzichtet – daher auch der Name „Flacher Weißer“.

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