Lass dich überraschen

Ein Adventskalender? Für Erwachsene? Aber ja, unbedingt!

Adventskalender für Erwachsene
Für Erwachsene, die einen Adventskalender basteln möchten, gibt es viele Möglichkeiten. Hübsch sind Streichholzschachteln, die mit Magnetband versehen und verziert werden (zum Beispiel mit Marken von 'Feine Billetterie'), Foto: Liebenswert

24 Türchen, 24-mal Vorfreude: Der Adventskalender begleitet uns durch die vielleicht schönste Zeit des Jahres und ist – völlig zurecht! – auch für viele Erwachsene ein Grund, leuchtende Augen zu bekommen. Warum es so schön ist, sich täglich überraschen zu lassen.

Gerade oder ungerade Zahlen? Damals, als ich mir mit meinem fünf Jahre älteren Bruder den großen, mit Schoko und Spielzeug-Überraschungen gefüllten Adventskalender teilte, war das die Frage aller Fragen. Neben einem kleineren, häufig mit Bildern oder anderen Dingen gefüllten Kalender, den jeder von uns hatte, gab es nämlich immer auch diesen einen, besonders verführerischen, der durch zwei geteilt werden musste.

Dieser wurde abwechselnd geöffnet, was bedeutete: Wer von uns die Türchen mit ungeraden Zahlen aufmachen durfte, konnte zwar die allererste Beute des Advents einholen – doch wer die geraden Zahlen hatte, bekam das Nikolaus-Türchen am 6. Dezember und auch noch das von Heiligabend, was bekanntermaßen immer besonders hochwertig besetzt ist. Eine hoffnungslos unfaire Lage! Jedes Jahr führte das zu Zoff und es musste per Los eine Entscheidung gefällt werden.

 

Der Adventskalender als besonderer Countdown

Heute muss ich mir keinen Adventskalender mehr teilen – außer, er war so teuer, dass alles andere unverantwortlich wäre. Doch die Gefühle, die ich als Kind erlebt habe, sind auch heute noch da: Diese Spannung kurz vor dem 1. Dezember, wenn man endlich das Räubern des Kalenders starten darf. Diese Vorfreude auf den nächsten Morgen, wenn wieder ein neues Türchen dran ist. Für mich als Morgenmuffel kommt das sonst nur sehr selten vor. Viel wichtiger allerdings ist, dass der Kalender den Countdown aller Countdowns startet: Nur noch 23 Tage bis Weihnachten!

Während ich als Kind das Fest herbeisehnte, um endlich die durch den Wunschzettel "bestellten" Spielsachen und Geräte auszutesten (und mal wieder viel zu viel zu essen), steht heute, als Erwachsene, aber etwas anderes im Vordergrund. Familie und Freunde wohnen mittlerweile übers Land verstreut, viel zu selten kommen alle zusammen – doch an Weihnachten machen es alle irgendwie möglich, und wenn es nur für wenige Stunden ist.

 

Welche Füllung darf es für Erwachsene sein?

Bis es zu diesen Festtagen kommt, gilt es, sich angemessen darauf vorzubereiten und den Advent voll auszukosten – in jedem Fall mit passendem Adventskalender. Jedes Jahr wird das Angebot größer, die Qual der Wahl zermürbender: Nehme ich den mit 24 Wurstsorten? Gewürzen? Spirituosen? Beauty-Produkten? Bierflaschen? Teebeuteln? Gedichten? Kurzgeschichten? Schmuckstücken? Postern? Oder gar Sextoys? Wer besonders viel Glück hat, wird sogar mit einem liebevoll selbst gemachten Kalender beschenkt.

Spätestens dieser Liebes- oder Freundschaftsbeweis, in dem viel Herzblut und Schweiß steckt, zeigt: Adventskalender sind viel zu schade, um nur bei Kindern heißbegehrt zu sein.

Magnetischer Adventskalender für Erwachsene
Adventskalender an der Magnetwand - eine süße Idee, Foto: Liebenswert

Mit jeder Tür, jeder Aufmerksamkeit, wird die Vorfreude größer – und die ist ja bekanntlich die schönste Freude von allen. So abgedroschen das auch klingt: Tatsächlich ist die Fallhöhe der Vorfreude selten so hoch wie in der (Nach)Weihnachtszeit. Je mehr wir das Fest herbeisehnen, umso trister sind dann die Tage danach. Spätestens ab dem 27. Dezember schlägt das über Wochen aufgebaute Glückseligkeitsgefühl in eine Mischung aus Katerstimmung, Völlegefühl und Wehmut um (falls man nicht gerade seinen Geburtstag in diesen Tagen feiern darf).

Man fragt sich dann: War es das etwa schon wieder mit der ganzen Herrlichkeit? Das Einzige, was dann noch hilft, ist der Gedanke an den nächsten Advent(skalender). Der Countdown läuft!

Text: Constanze Brinkschulte

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