Espressomaschine - Koffein, marsch!

Espressomaschine
Mit einer Espressomaschine zum perfekten Espresso, Foto: iStock

Die Espressomaschine schickt sich an, die reguläre Kaffeemaschine abzulösen. Wir zeigen, worauf du beim Kauf achten solltest.

Mehr als vier Millionen Menschen hierzulande trinken mittlerweile Espresso – und das täglich! Da ist es nur folgerichtig, dass Liebhaber ihren Muntermacher auch zu Hause genießen möchten.  

 

Espressomaschine: Die Fakten

Bei Küchenhelfern für die Espressozubereitung ist der Laie oft überfordert von der Vielzahl an Modellen. Beliebt sind die aufschraubbaren Espressokocher für den Herd oder Kaffeevollautomaten. „Richtigen“ Espresso aber kocht im Grunde nur die Espressomaschine mit Siebträger – jene Modelle, die in Cafés eingesetzt werden. Die Preisspanne ist immens: Einsteigergeräte bekommst du bereits ab etwa 40 Euro. Für chromblitzende Luxusmodelle aus Italien, die im Test Höchstnoten einfahren, zahlen Liebhaber gerne mal einige Tausend Euro.

Sie verfügen meist zusätzlich über eine Dampfdüse, um Milch aufzuschäumen. Das Mahlwerk für die Espressobohnen ist hingegen nicht Standard. Das Kaffeepulver wird in den sogenannten Siebträger gefüllt, festgedrückt und der Träger dann an der Maschine eingerastet. Die Apparate erzeugen einen sehr hohen Druck und pressen das heiße Wasser mit Wucht durch das Pulver.

Der hohe Druck – als Richtwert gelten mindestens 9 Bar – ist es auch, was die Espressomaschine mit Siebträger von Espressokochern und Vollautomaten unterscheidet. Er ist notwendig, weil das heiße Wasser in der Espressomaschine nur einige Sekunden lang in Kontakt mit dem Kaffeemehl kommt. Stimmt der Druck nicht, schmeckt der Kaffee schnell sauer oder zu lasch. Der Druck wird bei den meisten Maschinen durch eine elektrische Pumpe erzeugt. Eine andere Alternative sind Handhebelmaschinen.

 

Espressomaschine mit Siebträger: Checkliste

So mancher Kunde fühlt sich beim Kauf einer Espressomaschine an den Erwerb eines neuen Autos erinnert. Auf Preis und Qualität wirken sich in erster Linie folgende Faktoren aus:

  • Welcher Druck kann erzeugt werden?
  • Wie konstant wird er gehalten?
  • Wie gleichmäßig bleibt die Wassertemperatur?
  • Wie schnell muss der Wassertank nachgefüllt werden?
  • Lässt sich gleichzeitig Milchschaum (in größeren Mengen) herstellen?
  • Ist ein Mahlwerk für die Espressobohnen integriert? 

Die meisten Espressomaschinen sind mit einem Wassertank ausgestattet. Nur sehr teure Modelle werden direkt an die Wasserleitung angeschlossen. Für die Qualität ist entscheidend, ob es für Brühwasser und Dampf gesonderte Systeme gibt. Einkreismaschinen verfügen über einen Kessel, der nur abwechselnd Wasser für den Kaffee oder Dampf für den Milchschaum produzieren kann. Zweikreismaschinen können dank eines Wärmetauschers gleichzeitig Espresso und Milchschaum herstellen. Dualboilermaschinen verfügen über zwei Kessel, die sich unabhängig voneinander steuern lassen.

Bei Espressomaschinen im unteren bis mittleren Preissegment kommt statt des Kessels oft ein sogenannter Thermoblock zum Einsatz. Bei ihm handelt es sich praktisch um einen Durchlauferhitzer. Hier musst du nicht lange warten, bis die Espressomaschine nach dem Einschalten betriebsbereit ist.

 

Espressomaschine im Test: Vier Top-Kandidaten

Wenn du eine Espressomaschine kaufen möchtest, ist der Praxis-Test anderer Nutzer hilfreich. Denn oft sind es Feinheiten, die darüber entscheiden können, ob ein Gerät zu dir passt oder nicht. Diese drei Modelle haben gut abgeschnitten.

DeLonghi EC 680.M Dedica Espressomaschine: Der Kundenliebling

• Wasser-Fassungsvermögen: 1 Liter
• max. Dampfdruck: 15 Bar
• Thermoblock-Heizsystem
• abnehmbarer Wassertank
• Milchschaumdüse

Diese Espressomaschine ist der Bestseller Nummer eins auf Amazon.de. Sie ist in Rot, Schwarz oder Silber erhältlich. Das Thermoblock-Heizsystem der DeLonghi EC 680.M Dedica Espressomaschine sorgt für eine kurze Aufheizdauer. Kunden loben unter anderem die kompakte Größe und die Qualität des Milchschaums – den bereitet die Maschine nämlich auch zu.

 

BEEM Germany Espresso Perfect Crema: Günstig und gut

• Wasser-Fassungsvermögen: 1,25 Liter
• max. Dampfdruck: 15 Bar
• energiesparende Abschaltautomatik
• Dampfdüse für Milchschaum

Diese Espressomaschine mit Siebträger ist sehr viel günstiger als die DeLonghi EC 680.M bei gleicher Druckleistung. Wie bei vielen Modellen gibt es auch bei der BEEM Germany Espresso Perfect Crema einen Doppelauslauf, mit dem sich zwei Tassen gleichzeitig befüllen lassen. Dank der Milchschaumdüse können auch Latte macchiato oder Cappuccino zubereitet oder einfach Milch erhitzt werden. Einige Kunden bemängeln allerdings eine nicht perfekte Materialqualität.

 

Krups XP3440 Espresso-Automat Calvi: Unkompliziert mit fairem Preis

• Wasser-Fassungsvermögen: 1,1 Liter
• max. Dampfdruck: 15 Bar
• abnehmbarer Wassertank
• Edelstahl-Thermoblock
• Milchschaumdüse

Dieses Modell erhielt von Stiftung Warentest die Note „gut“. Kunden loben das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Krups XP3440 Espresso-Automat Calvi lässt sich auch mit den sogenannten E.S.E. Pads benutzen – spezielle Kaffeepads für Siebträgermaschinen, die das Pulver mit Filterpapier umschließen. Das erleichtert die Reinigung. Einige Kunden bemängeln allerdings Details wie lockere Halterungen.

 

oneConcept Sagrada Nera Espressomaschine: Das perfekte Einsteigermodell

• Wasser-Fassungsvermögen: Glaskanne für vier Tassen
• max. Dampfdruck: 3,5 Bar
• Dampfdüse für Milchschaum
• Automatischer Dampfablass

Diese Maschine ist mit einem Preis von nur rund 40 Euro ein echtes Einsteigermodell. Sie kommt dafür auch nur auf 3,5 Bar. Für so manchen Kaffeetrinker ist das aber ausreichend – wie die vielen positiven Test-Ergebnisse zur oneConcept Sagrada Nera Espressomaschine zeigen. Praktisch: Die oneConcept kommt mit einer kleinen Glaskanne, die bis zu vier Tassen Espresso fasst.

 
 

Espressomaschine: Die richtige Reinigung

Damit du lange Freude an deiner Espressomaschine hast, ist sorgfältige Pflege angesagt. Dazu gehört:

  • Das Milchsystem wird nach jedem Cappuccino oder Latte macchiato gespült.
  • Falls möglich, sollte die sogenannte Brühgruppe (der Übergang vom Kessel zum Kaffeepulver) ab und zu herausgenommen und per Hand gereinigt werden.
  • Alle Vollautomaten und einige Espressomaschinen mit Siebträger zeigen an, wann sie entkalkt werden sollten. Die Häufigkeit hängt vom Härtegrad des Wassers ab. Generell sollten die Maschinen etwa alle drei bis sechs Monate entkalkt werden.
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