Food-Blog für gehobene Küche - HighFoodality

Uwe Spitzmüller kocht mit Leidenschaft – und großem Eifer. Auf seinem Food-Blog "HighFoodality" erscheinen fast täglich neue Rezepte. Die Messlatte liegt hoch. Statt Fast Food pflegt der Nürnberger gehobene, gutbürgerliche Küche.

"Ich backe so gut wie nie", bekennt Uwe Spitzmüller. "Die wenigen Male pro Jahr kann ich an einer Hand abzählen." Die Leidenschaft des 35-jährigen Nürnbergers liegt klar beim Kochen und diese lebt er seit 2009 auf dem eigenen Food-Blog aus. Sein Stil: gehoben und gutbürgerlich mit teils mediterranen, teils französischen Einflüssen. Aber auch die junge nordische Küche findet den Weg auf seinen Speiseplan.

Das Pensum, mit dem der studierte Informatiker neue Rezepte entwickelt, ist beachtlich: In einer Woche kommen bis zu vier Beiträge zusammen. Eine Erklärung ist schnell gefunden: Er kocht nicht nur sich, sondern auch für seine Frau und zwei Kinder, bietet den Nachbarn Kostproben an, und bereitet gerne mal Essen für die Kollegen am firmeneigenen Herd zu. Freunde sind noch nicht mit eingerechnet.

"Gekocht habe ich einfach schon immer gerne. Nach dem Studium wohnte ich mit drei Jungs in einer WG und beschloss, dass wir uns nicht nur von Pizza ernähren konnten. Da habe ich angefangen, für die Bande zu kochen", so der Food-Blogger.

Die Auseinandersetzung mit kulinarischen Themen ist zentraler Bestandteil seines Lebens und kreativer Ausgleich zur Arbeit. Dabei möchte man meinen, dass allein der Beruf Auslastung genug bedeutet: Seit acht Jahren arbeitet Uwe Spitzmüller bei der Digitalagentur Spirit Link Medical in Erlangen als Partner und Berater für Online-Marketing.

Im Interview mit LECKER.de spricht er über seinen steten Hunger nach Neuem, die Kochkunst seiner Mutter und sein aktuelles Lieblingsgericht.

"Ich bin Uwe und ich habe immer Hunger" – so stellst du dich auf deinem Blog vor. Wie kommt’s, dass du immer Hunger hast?
Vor einigen Jahren habe sehr viel Sport getrieben. Heute halte ich mich auch noch fit, aber nicht mehr auf Leistungssportniveau. Dafür ist einfach keine Zeit mehr. Der Hunger ist allerdings geblieben, nicht nur nach Essen, sondern auch nach kreativen Tätigkeiten, Inspiration und schönen Dingen.

Was war der ausschlaggebende Grund für dich, HighFoodality zu gründen?
Als Informatiker bin ich durch und durch digital. Als vor etwa zehn Jahren Weblogs entstanden, hat mich diese Art der Selbstverwirklichung angesprochen. Bloggen verbindet dabei viele meiner Interessen. Dennoch war mir klar, dass ich ein Thema brauche, für das ich Leidenschaft besitze. Einfach aus meinem Leben zu berichten und mein Innerstes zu offenbaren, war mir zu trivial. Irgendwann bin ich über die ersten Food-Blogs gestolpert und dachte mir: "Hey, das ist es", und habe losgelegt.

Was hat sich seit der Gründung 2009 verändert?
HighFoodality war am Anfang nicht mehr als ein kleiner Feldversuch. Leserzahlen haben mich nicht wirklich interessiert. Ich habe den Austausch mit Gleichgesinnten gesucht. Als über die Jahre die Leserzahlen stetig wuchsen und auch meine Fähigkeiten besser wurden, Gerichte zu fotografieren, zu kochen und darüber zu schreiben, hat sich auch die Bedeutung gewandelt. HighFoodality ist weniger Hobby als vielmehr professionelles Aushängeschild für meine Leidenschaft.

Was ist deine größte Inspiration bei der Rezeptentwicklung?
Es ist der stete Hunger nach kulinarischen Themen, die ich wie ein Schwamm aufsauge. Aus Gesehenem versuche ich dann, Neues zu entwickeln. Ich probiere aus, kombiniere, ahme nach, scheitere und probiere erneut. Der Prozess ist fließend, ohne Ende und ohne konkretes Ziel. Dafür ziehe ich Web-Seiten, Blogs, Magazine und Kochbücher zu Rate.

Du postest fast täglich. Wie schaffst du das Pensum?
Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre ein solches Pensum nicht zu schaffen. Sie motiviert mich, wenn ich einmal in einer Schaffenskrise stecke und gibt mir Feedback, was ich als sehr wertvoll erachte. Ansonsten habe ich meine - wenn man so will - Prozesse gut optimiert. Ich teste neue Rezepte an meiner Familie aus, weshalb sich selten Gerichte doppeln. Das wiederum stellt mich vor allem bei meinen beiden Kids immer wieder vor Probleme. Ansonsten funktioniert das Fotografieren mittlerweile sehr schnell, und die Artikel schreibe ich meist frühmorgens.

Was war der bisher schönste Moment in deinem Blogger-Dasein?
Die schönsten Momente sind immer dann, wenn ich Feedback von meinen Lesern bekomme, und sie zum Beispiel schreiben, wie sehr ich ihre Art zu kochen verändert habe. Besonders hervorheben kann ich die Fanpost einer Leserin. Sie hat mir eine Kiste voller selbst eingemachter Köstlichkeiten zugeschickt, als Ausgleich für die vielen leckeren Momente, die sie über meinen Blog hatte. Das fand ich sehr berührend.

"Meine Mutter ist eine exzellente Köchin", pflegst du zu sagen. Was hast du von ihr gelernt?
Sie hat immer versucht, uns Kindern zu vermitteln, wie wichtig gute Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung sind. Von ihr habe ich auch früh gelernt, sparsam mit Zucker und Fett umzugehen, Lebensmittel schonend zu behandeln und zuzubereiten und zu wissen, woher meine Lebensmittel kommen.

Kann dein Vater auch gut kochen?
Fiese Frage! Papa macht jedenfalls tolle Pfannkuchen...

Was war deine Lieblingsspeise als Kind?
Das ist einfach: Spaghetti Bolognese und Reisauflauf mit selbst gemachtem Apfelmus.

Was ist dein aktuelles Lieblingsrezept?
Das ist schwierig! Momentan ist dies wohl Kalbsbäckchen mit Kürbis-Risotto. Für mich gibt es kaum ein besseres Stück Fleisch als Ochsen- oder Kalbsbäckchen. Kürbis-Risotto passt dazu ganz hervorragend und rundet den Geschmack ab, ohne zu sehr in den Vordergrund zu drängen.

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