Tellerrand

Food-Blog für Kaffee und Süßes: Frau Zuckerstein

Sarah Krecker
Frau Zuckerstein
Wir stellen vor: Tanja Gehringer alias Frau Zuckerstein

Faulenzen kommt in Tanja Gehringers Alltag sehr kurz. Die junge Mutter arbeitet nicht nur als Erzieherin, sondern bloggt auch über Kaffee und Kuchen und führt einen DIY-Shop auf Dawanda. Im Interview spricht die Hessin darüber, wie aus ihr "Frau Zuckerstein" wurde.

Erste Erinnerungen ans Backen verbindet Tanja Gehringer mit einer Speisekammer. Nicht irgendeiner, sondern die ihrer Großeltern. Sie lebten in einem alten Bauernhaus in Hessen, das die heute 29-Jährige als kleines Mädchen oft besuchte. Besonderen Spaß brachte ihr das gemeinsame Backen mit der Oma, das sie früh zu eigenen Kreationen inspirierte. Diese entstanden ohne Rezept, ohne fremde Hilfe und hinter verriegelter Speisekammertür. Keiner sollte von der Überraschung wissen. Problem war nur: "Ich konnte damals noch nicht lesen. Somit landeten schnell mal 20 Hände Mehl, ein Ei und viel zu viel Milch in einer Rührschüssel", erinnert sich die Hessin. Die Familie nannte die Kuchen "Sandkuchen."

Heute sieht das anders: Die gelernte Erzieherin versteht ihr Handwerk, egal ob es sich um schnell gerührte Schokoladen-Muffins oder ausgefallene Matcha-Tee-Törtchen handelt. Davon können sich Besucher ihres im Herbst 2013 gegründeten Food-Blogs überzeugen. Anders als früher bäckt sie nicht mehr alleine in der Speisekammer, sondern in den meisten Fällen mit ihrem dreijährigen Sohn. "Er durfte schon mitmachen, als er noch nicht mal ein Jahr alt war. Mit ihm entstehen die tollsten Kuchen und die lustigsten Momente", so die junge Mutter.

Wer sie auf den Namen "Frau Zuckerstein" brachte und warum Sommerkuchen auch im Winter schmecken, erzählt sie im Interview mit LECKER.de.

Was hat dich dazu inspiriert, einen eigenen Back-Blog ins Leben zu rufen?
Ich habe schon immer gerne gebacken. Das fing als kleines Mädchen bei meiner Oma in der Speisekammer an und nahm nochmal an Fahrt auf während meiner AuPair-Zeit in den USA. Hier lernte ich die bunten Cupcakes und die üppigen Torten der Amerikaner kennen und lieben. Ich begann, die Lust am Backen mit anderen auf Instagram zu teilen. Daraus entstand schließlich auch die Idee zum Back-Blog "Frau Zuckerstein". Mit einem kleinen Kind zuhause war das alles aber nicht schnell realisierbar. Zum Glück habe ich mit meinem Mann einen IT-Spezialisten an der Seite, der mir beim Aufbau der Seite geholfen hat.

Wie kam der Blog-Name zustande?
Zuckersteine nannte mein Opa immer seine Bonbons. Ohne die ging er niemals aus dem Haus. Der Blog ist quasi mein Bonbon, ein kleines, süßes Ding, das man sich auf der Zunge zergehen lassen kann.

Beerige Sommertörtchen
Lieblingsrezept: Beerige Sommertötchen mit einem Schuss Hugo

Und welche Backkünste können die Leser von deinem Blog erwarten?
Ich probiere alles aus, was mir in den Kopf kommt, mich inspiriert, Spaß macht und lecker schmeckt. Vielleicht unterscheidet mich das von einem Profi. Ich erhebe keinen Anspruch auf Perfektion oder eine bestimmte Richtung. Oft schmecken mir die einfachen Dinge wie Hefeschnecken oder Omas Käsekuchen.

Was ist dein aktuelles Lieblingsgericht?
Da ich gerade ein zweites Mal schwanger bin, habe ich ständig Hunger auf Süßes. Somit backe ich häufiger als sonst. Mein momentanes Lieblingsessen sind . Gerade jetzt im Winter ist es eine sonnige Auszeit. Leider gibt es zurzeit keine frischen Beeren. Diese können einfach durch eingefrorene Beeren aus dem vergangenen Sommer ersetzt werden. Das Ergebnis ist ein herrlicher Mix aus Kuchen und Eis. Ich lasse bei der Zubereitung natürlich den Hugo weg! (lächelt)

Neben deinem Blog führst du auch den Dawanda-Shop "Zweiwerk" für DIY, zusammen mit deiner Mutter. Wie kam das zustande?
Meiner Mutter schwirren genauso viele kreative Dinge im Kopf herum wie mir. Es macht viel Spaß, mit ihr herumzubasteln und Neues zu erstellen. Seit diesem Jahr ist unser gemeinsames Projekt endlich online. Wir stehen zwar noch am Anfang, verkaufen aber schon um die 40 Produkte, die das Leben schöner machen sollen. Von der Betonschüssel im knalligen Pink bis hin zu Wimpelketten für die nächste Party.

Bienenzucht im eigenen Garten: Ausgleich und Spaß für Familie Zuckerstein

Wie verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade als "Frau Zuckerstein" schreibst und für "Zweiwerk" bastelst?
Beruflich bin ich gelernte Erzieherin und arbeite in einem Kindergarten im Nachbarort. Die Arbeit ist abwechslungsreich, und man bekommt täglich ein großes Strahlen der Kinder zurück. Man sagt ja, man solle das Kind in sich bewahren. Das versuche ich in der Küche auszuleben, in dem ich neugierig verschiedene Dinge kombiniere. In meiner Freizeit unternehme ich viel mit meinen zwei Männern und unserem Hund. Wir sind draußen in der Natur. Der kleine Herr Zuckerstein düst mit seinem Fahrrad vorne weg, ich werde von unserem Boston Terrier Buddy hinterher gezogen. So kann man sich das ungefähr bildlich vorstellen. Daneben züchten wir seit einem Jahr Bienen in unserem Garten.

Bienen im eigenen Garten. Ist das nicht gefährlich?
Am Anfang war ich sehr vorsichtig, zugleich aber auch neugierig. Mit jedem Mal traue ich mich ein Stück näher an die Bienenbeuten heran. Ich verwende manchmal einen Schleier. Denn Ruhe ist entscheidend, und die habe ich, wenn ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Die beiden Männer sind da anders. Sie stehen meistens mit kurzer Hose und T-Shirt an den Bienenkisten.

Was fasziniert dich an den Bienen?
Es ist verrückt, wie organisiert sie sind. Jede einzelne weiß genau, was sie zu tun hat. Es gibt nur eine Königin, aber die wirklich wichtigen Entscheidungen trifft trotzdem das Kollektiv. Irgendwie alles wie zu Hause – vielleicht mag ich die Bienen deshalb so gerne. Der Honig ist aber auch nicht zu vergessen. Jeder weiß, dass frisches Gemüse aus dem eigenen Garten einfach am besten schmeckt. Aber noch besser schmeckt der frische Honig von den eigenen Bienen. Unserer heißt . Da man Honig auch wunderbar zum Backen verwenden kann, findet sich auch das ein oder andere Rezept damit auf meinem Blog.

Wie geht es weiter mit deinem Blog? Liebäugelst du mit der Veröffentlichung eines Backbuches?
Ich bin mehr Bauch- und weniger Kopfmensch. Daher entscheide ich Dinge eher kurzfristig, als von langer Hand geplant. Feste Ziele für meinen Blog habe ich nicht. Natürlich würde ich mir wünschen, wenn der ein oder andere Besucher Spaß beim Lesen und noch besser beim Backen der Rezepte findet. Ein eigenes Backbuch? Ein Traum! Ich biete Engagement und ehrliche Leidenschaft. Liest zufällig ein Verleger mit? Ich bin sofort dabei... (lächelt)

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