Tellerrand

Food-Blog für regionale Köstlichkeiten: By Fede

Bis sie sechs Jahre alt ist, lebt Federica Fele in Italien auf dem Land. Sie wächst mit gutem Essen und selbst gemachten Olivenöl auf. Beeinflusst davon entwickelt sie später in Deutschland einen eigenen Stil. Ihr Food-Blog "By Fede" steht für junge raffinierte Küche.

Mit einem Vater aus Neapel, der das Kochen liebt, und einer Mutter als Wildkräuterexpertin ist die Laufbahn von Federica Fele beinahe vorprogrammiert. Die 24-Jährige schreibt seit Dezember 2013 den Food-Blog . Auf den Teller kommen regionale und saisonale Köstlichkeiten, von Bärlauch-Gnocchi bis winterliche Cake-Pops. Im Interview mit LECKER.de spricht die Food-Bloggerin aus Singen über Familienbande, kulinarische Früherziehung sowie ihr aktuelles Lieblingsrezept.

"By Fede" hat etwas von einer Familienfirma. Beim Kochen steht oft deine Schwester mit in der Küche. Wie organisiert Ihr euch?
Meine Schwester übernimmt bei größeren Food-Projekten das Fotografieren und Filmen. Alle anderen Gerichte fotografiere ich. Ihre Meinung ist mir dabei sehr wichtig. Bis vor ein paar Monaten lebte meine Schwester noch in Rosenheim. Treffen kamen da selten vor, und wir mussten gut planen. Seit sie wieder zuhause bei uns in Singen lebt, arbeiten wir öfter zusammen und ich assistiere ihr auch bei Dreharbeiten.

Läuft das immer harmonisch ab?
Geschwisterzank? Eher nicht! Unsere wenigen Meinungsverschiedenheiten lassen sich schnell klären. (lächelt)

Deine erste kulinarische Erinnerung ist, wie du mit sieben Jahren einen Tintenfisch ausgenommen hast. Wie kam es dazu?
Ich kann mich genau daran erinnern, wie mir mein Vater erklärte, wie ich den Tintenfisch ausnehmen soll und wie wichtig es sei, dabei nicht den Tintenbeutel zu zerstören. In dem Moment war es dann aber schon passiert, und wir waren voller schwarzer Punkte im Gesicht.

Klingt nach kulinarischer Früherziehung?
Meine Eltern haben mich immer alles selber probieren lassen. Bei Restaurantbesuchen erhielt ich keinen Kinderteller mit Pommes, sondern einen leeren. Ich bekam dann von allen am Tisch etwas ab, bis ich groß genug war für meine eigene Portion. Das würde ich mit meinen Kindern genauso machen. So habe ich von klein auf einen unkomplizierten Bezug zu Lebensmitteln aufgebaut. Dafür bin ich sehr dankbar.

Du bist in Italien aufgewachsen, lebst aber seit vielen Jahren in Deutschland. Inwiefern hat das deine Art des Kochens und Backens beeinflusst?
In Italien hatten wir viel Land um uns herum. Und wir haben unser Olivenöl und Wein selbst hergestellt. Wir hatten Hasen, Hühner, ein Pferd und ein Schaf. Das war mein Spielplatz. Durch die Verbundenheit zu der Natur und den Tieren wurde mein Bewusstsein für Qualität geprägt. Die Italienische Küche verbinde ich mit meinem Vater. Er hat schon immer mit viel Liebe gekocht. Das tue ich auch!

Was hast du von deinen Eltern noch gelernt?
Meine Mutter ist Wild-und Heilkräuterfachfrau. Ich unterstütze sie gerne bei ihren Seminaren und lasse mich zum Thema Wildkräuter-Küche inspirieren. Die Mischung aus der mediterranen, jungen Küche und Wildkräuter finde ich sehr spannend! Von meinem Vater habe ich die Grundkenntnisse der echten italienischen Hausmannskost gelernt. Schon als kleines Mädchen durfte ich bei der frischen Zubereitung von Gnocchi und Nudeln helfen oder das Gemüse für den Sugo schnippeln. Sonntagmorgens oder zu Festtagen war das unser Ritual.

Mit welcher Zutat kochst du am liebsten?
Da kann ich mich nur sehr schwer entscheiden. Die Kartoffel ist jedoch am vielseitigsten. Sie bildet eine tolle Basis für Pürees, Suppen und Stampf. Sie bindet und bringt Struktur, ohne zu dominieren und kann unterschiedliche Aromen aufnehmen. Das gefällt mir.

Worauf achtest du beim Einkauf?
Auf die Qualität der Zutaten, zum Beispiel, dass sie aus der Region stammen. Wenn die Produkte dann noch ein Bio-Siegel besitzen, umso besser. Habe ich allerdings die Wahl zwischen regional oder Bio, gebe ich den lokalen Erzeugnissen den Vorzug.

Die meist unterschätzte Zutat für dich ist …
Ich stoße sehr oft auf unterschätzte Zutaten wie Schwarzwurzel und Topinambur. Viele schreckt das Optische dieser leckeren Wurzeln ab. Aber ich habe immer Lust herauszufinden, was drin steckt und koche daher gerne mit vergessenen Zutaten.

Was kommt dir niemals auf den Teller?
Hähnchenschenkel. Sie sind komischerweise das einzige Fleisch, welches ich nicht am Knochen essen kann. Vielleicht ein kleines kulinarisches Kindheitstrauma. (lächelt)

Und was ist dein aktuelles Lieblingsgericht?
Dreierlei Topinambur mit Beluga-Linsen-Salat und Ziegenfrischkäse-Mousse - das Rezept zeigt, wie viel in einer eher unbekannten Zutat steckt. Außerdem ist es ein leichtes Gericht, perfekt um nach Feiertagen auf die Ernährung zu achten.

Wo siehst du "By Fede" in fünf Jahren?
Das weiß ich noch nicht, aber ich bin sehr gespannt, wo der Weg hinführt.

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