Tellerrand

Food-Blog für Saisongenuss: Flowers on my plate

Sarah Krecker
Flowers on my plate Blogger
Flowers on my plate plädiert für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln

Beim Food-Blog "Flowers on my plate" herrscht klare Rollenverteilung: Daniela Becker kocht, schreibt und fotografiert. Ihr Mann Michael kümmert sich um die Technik, den Küchenputz und die Moral. Im Interview sprechen sie über die Herausforderungen, die dabei entstehen.

Daniela und Michael Becker kennen sich seit Schultagen. Die 31-Jährige und der 36-Jährige aus der Region Stuttgart besuchten das gleiche Berufskolleg für Fremdsprachen. Sie verliebten sich ineinander. Vor vier Jahren dann die Hochzeit. Was die beiden im besonderen Maße verbindet: Die Begeisterung für vegetarische Saisonküche und den daraus entstandenen Food-Blog .

Die Arbeit am gemeinsamen Herzensprojekt ist klar aufgeteilt: Daniela Becker, hauptberuflich Assistentin der Geschäftsleitung in einer Unternehmensberatung, entwickelt die Rezepte, fotografiert und schreibt. Ihr Mann, der sein Geld als Mediendesigner vedient, kümmert sich um Layout und Technik des Blogs - und um den Küchenputz. "Dani ist eine sehr leidenschaftliche Köchin, was man eben nicht nur schmeckt, sondern hinterher auch in der Küche sieht", sagt er mit einem Lächeln.

Inspirationen für eigene Rezepte entstehen bei Wochenmarktbesuchen, dem Durchblättern von Kochbüchern und Zeitschriften, aber auch durch Gespräche noch während oder nach dem Essen. Wichtigster Kritiker der Köchin ist ihr Mann.

Michael, wie sagt du Daniela, wenn dir etwas nicht schmeckt?
Michael: Kritik und klare Ansagen, ja. Aber es gibt eine unsichtbare Linie, die ich möglichst nicht zu überschreiten versuche. (lächelt) Glücklicherweise passiert das selten. Vielleicht ist mal der Salzstreuer ausgerutscht oder eine Kleinigkeit angebrannt. Oft diskutieren wir aber nüchtern miteinander, was gut gepasst hat, und was eher nicht. Ganz automatisch entstehen dabei auch neue Rezeptideen und Kombinationen. Falls der Verdacht aufkommen sollte, ich würde nie oder könnte gar nicht kochen: Ich kann sehr wohl kochen! Ich komme aber nie dazu - vielleicht sollte ich einfach meinen eigenen Food-Blog eröffnen. (lächelt)

Inwiefern hat "Flowers on my plate" euer Leben verändert?
Daniela: Wir haben allgemein einen bewussteren Umgang zum Essen bekommen. Wir achten stärker auf Herkunft und Qualität der Zutaten als in der Zeit vor dem Blog. Das viele Beschäftigen mit Lebensmitteln hat uns den Denkanstoß dazu gegeben, und dafür sind wir sehr dankbar. Ich bin mir sicher, dass sich das nie mehr ändern wird. Wenn man einmal mit tollen Grundzutaten spielen durfte, will man nichts anderes mehr! Ansonsten ist Bloggen mittlerweile ein großes Hobby für viele Abend- und Wochenendstunden geworden.

Daniela, hast du eine Lieblingsjahreszeit zum Kochen und Backen?
Daniela: Ich sage immer: "Jede Saison hat ihre Schätzchen." Es ist schwierig, sich festzulegen. Dann müsste ich mich zwischen Spargel, Tomaten, Kürbis oder Wirsing entscheiden, unmöglich! (lächelt) Aber da wir ja gerade Anfang Herbst haben … vielleicht genau diese Zeit. Wenn die Sommerernte eingefahren und die Auswahl an Obst und Gemüse besonders groß ist, wenn die Tomaten tiefrot sind und umwerfend aromatisch schmecken, wenn die ersten Äpfel und Birnen auf den Märkten landen.

Was serviert ein ernährungsbewusstes Blogger-Paar auf seiner eigenen Hochzeit?
Daniela: Viele tolle Dinge! Wir hatten ein Catering beauftragt, das mit regionalen, saisonalen und hochwertigen Produkten arbeitet. Zum Beispiel gab es einen gemischten Vorspeisenteller mit Albbüffelmozzarella, ein Traum! Als Hauptgang wurden gefüllte Poulardenbrust von freilaufenden Tieren und buntes Sommergemüse serviert. Und da unsere Hochzeit im Juli war, reichten wir zum Dessert allerschönste dunkelrote Erdbeeren mit Mascarponecreme und dazu die Hochzeitstorte.

Was würdet Ihr niemals Gästen anbieten oder selbst essen?
Daniela: Dosenchampignons. Davon hab ich ein kleines Kindheitstrauma. Ich habe mich erst vor ein paar Jahren wieder langsam an Pilze in Form von frischen Champignons gewagt und auch das geht nur in Maßen. Dinge mit zu langer Zutatenliste oder seltsamen E-Nummern und unnötigen Zusatzstoffen werden bei uns auch vermieden. Und natürlich viel Tierisches, ich esse hauptsächlich vegetarisch.

Michael: Eigentlich bin ich recht aufgeschlossen und probiere zumindest fast alles. Aber Fertiggerichte aus der Tüte gehen gar nicht.

Lieblingsrezept: Rock the Kitchen-Flammkuchen mit Kürbis
Lieblingsreept: Rock the Kitchen-Flammkuchen mit Kürbis

Wovon könnt Ihr nicht die Finger lassen, obwohl es ungesund ist?

Daniela: Schokolade - ohne geht es nicht! Aber die Qualität muss stimmen. Ansonsten Pizza. Die kann unser Italiener um die Ecke aber besser als ich, daher mach ich sie kaum noch selbst. Sie wird dort im Holzofen gebacken und mit einem Haufen saisonalem, kurz angegrilltem Gemüse beladen, herrlich!

Michael: Ich esse gerne Chips, aber nur die "Guten" aus dem Bioladen.

Euer Lieblingsessen als Kinder?
Daniela: Blumenkohl. Ich weiß, ein bisschen untypisch, aber in unserer Familie hat das eine kleine Tradition. Ansonsten habe ich Milchreis und Grießbrei geliebt. Allein schon deshalb, weil meine Mama die Teller immer schön verziert hat. Aus Kirschen oder anderem Obst zauberte sie Gesichter.

Michael: Ich mochte die Kinder-Klassiker wie Spaghetti Bolognese und Pizza. Der Gemüse-Eintopf von meinem Vater hat auch einen besonderen Stellenwert, bis heute.

Was esst Ihr derzeit am liebsten?
Daniela und Michael: Momentan den Rock the Kitchen-Flammkuchen mit Kürbis. Er passt so schön zum Herbstanfang. Zum Lieblingsrezept Kürbisflammkuchen >>

Wie sieht euer Ausgleich zum Blog aus?
Daniela: Eigentlich ist der Blog, das Kochen und Kreative drumherum unser Ausgleich zum Arbeitsalltag. (lächelt) Aber manchmal wird es phasenweise etwas viel. Da sitzen wir dann den ganzen Abend an Emails, planen Neues oder bereiten Onlineaktivitäten vor. Grenzen setzen ist dann wichtig. Zum Beispiel schalte ich den Datenverkehr auf dem Handy ab einer bestimmten Uhrzeit oft aus, damit wir den restlichen Abend in Ruhe verbringen können. Oder wir gehen sonntags bewusst offline und dafür spazieren. Solche Kleinigkeiten helfen, um wieder einen "frischen Kopf" zu kriegen.

Was plant Ihr für die Zukunft des Blogs?
Qualitativ hochwertige und inspirierende Rezepte, Fotos und spannende Kooperationen. Wir lernen immer etwas dazu und möchten uns inhaltlich und visuell von Beitrag zu Beitrag steigern.

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