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Food-Blog mit frischen Ideen: 3Lemons

Sarah Krecker
3 Lemons
Simone Neufing tobt sich mit 3Lemons kulinarisch aus

Weniger ist mehr bei Simone Neufing. Die Hamburger Food-Bloggerin kocht einfach und mit saisonalen Zutaten. Nicht nur Geschmack, auch Aussehen muss stimmen. Schließlich verdient sie ihr Geld als freie Redakteurin und Foodstylistin. 3Lemons ist ihr Spielfeld und Aushängeschild.

Vor knapp einem Jahr zieht Simone Neufing nach Hamburg – und startet den Food-Blog 3Lemons. Für sie bringt Zitrone nicht nur Frische in so manches Gericht, sondern auch ins Leben. Die 30-Jährige über den Namen: "Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass Pläne nicht genauso eintreten, wie man sich das erhofft. Und dann gilt es, daraus das Beste zu machen, nach dem Motto: Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht, mach Limonade."

Simone Neufing wechselt einst für Liebe und Beruf von Berlin in die Hansestadt. Der Freund ist geblieben, der Job mittlerweile Vergangenheit. Die Food-Bloggerin blickt nach vorne als freie Redakteurin und Foodstylistin.

Über Ernährung weiß Simone Neufing bestens Bescheid. In Kiel, ihrer Heimat, studiert sie Ökotrophologie. Das Wissen vertieft sie als Rezeptentwicklerin bei Food-Magazinen und -Agenturen in München und Berlin. Sie lernt dabei auch neue Seite an dem Beruf kennen, die sie seither mit Begeisterung weiterentwickelt: die Food-Fotografie und das Foodstyling. Über ihren Werdegang spricht sie im Interview mit LECKER.de.

Wie kamst du dazu, Kochen, Anrichten und Fotografieren zum Beruf zu machen?
Seit langer Zeit gehört die Fotografie zu meinen Leidenschaften, nicht immer zur Freude meiner Mitmenschen. Ich halte manchmal in den unmöglichsten Momentan die Linse drauf. Mit der Zeit beschäftigte ich mich auch intensiver mit Kameras und Bearbeitungsprogrammen. Als mit 27, mitten im Ökotrophologiestudium, die große Frage im Raum stand, was ich mit meinem Leben anfangen will, kam das Foodstyling dazu. Eines war klar, einen „"normalen" Job wollte ich nicht. Ich überlegte: "Soll ich nochmal eine Ausbildung als Fotografin machen, oder wie lerne ich diesen Job überhaupt?" Denn ich hatte keine Ahnung, was alles dazu gehört, und gekocht habe ich zu dem Zeitpunkt auch nicht viel. (lächelt) Aber ich fand Herausforderungen schon immer spannend.

Wie hast du den professionellen Einstieg geschafft?
Während meines Studiums absolvierte ich ein Praktikum bei einer Foodagentur. Dort kam alles unter einem Dach zusammen: Redaktion, Rezeptentwicklung, Küche, Fotostudio. Ich lernte den Foodstylisten Stefan Mungenast kennen. Er stand mir auch Rede und Antwort für meine Bachelorarbeit über Foodstyling. In der Agentur durfte ich das erste Mal einen Teller für das anstehende Bild wählen. Da war es um mich geschehen! Die nächste Möglichkeit bot sich mir 2013, in meinem ersten richtigen Job bei einem Berliner Start-up. Es war eher ein Zufall und für mich ein Glücksfall. Meine damalige Chefin brauchte Unterstützung beim Stylen, Anrichten und Fotografieren. Von da an zählte nicht nur die Rezeptentwicklung zu meinen Aufgaben. Nach kurzer Zeit übernahm ich den Bereich komplett und konnte mich austoben. Mich packte die volle Begeisterung!

Was zeichnet für dich gutes Foodstyling aus?
Wenig Chichi, viel Klarheit und ein bisschen Farbspielerei. Bei mir steht immer das Essen im Vordergrund. Daher bevorzuge ich zum Beispiel einfarbige Teller, um nicht davon abzulenken.

3 Lemons Spargel
Lieblingsrezept: Spargel-Flammkuchen

Du arbeitest auch mit Requisiten wie alten Zeitungen, Holzbrettern und Co. Wo findest du das Material?
Die Zeitungen kommen aus meiner alten Heimat Schaumburg und sind von 1948. Gefunden habe ich sie auf einem Flohmarkt. Ansonsten bin ich absoluter Müllliebhaber geworden. Alles, was nicht nagelfest ist und halbwegs rostig, verwittert oder vergilbt aussieht, wird eingepackt und sauber gemacht. Nur leider gibt es solche Stücke sehr selten. Ich hätte nie gedacht, dass mir mal Sätze rausrutschen wie: "Wow, da ist aber ein toller Müllhaufen!"

Wie würdest du deinen Kochstil beschreiben?
Relativ simpel. Ich bin nicht der Typ, der mit abgefahrenen Zutaten experimentiert. Ich finde es anstrengend, wenn auf dem Einkaufszettel 30 verschiedene Lebensmittel stehen, die auch noch in unterschiedlichen Läden besorgt werden müssen. Ich mag es, wenn es schnell geht, kann mich aber auch an einem Grillabend vorab sechs Stunden in die Küche stellen und werkeln. Beides macht Riesenspaß.

Als Rezeptentwickler steht man immer unter dem Druck sich etwas Neues einfallen zu lassen. Woher nimmst du die Inspiration?
Meistens lasse ich mich von der Saison inspirieren. Ab auf den Markt, schauen, was es gibt und dann springen direkt Fotos in meinen Kopf. Ich handle oft sehr visuell. Kaufe Lebensmittel, die toll wirken und kombiniere sie mit Beliebtem wie Nudeln, Couscous oder Ähnlichem. Ich finde man muss das Rad nicht neu erfinden. Das Wichtigste ist, dass die Bilder Bock auf Kochen machen und nicht abschrecken, weil es kompliziert aussieht. Natürlich lese ich auch Kochbücher, meist als Abendlektüre und dann speichern sich einige Eindrücke wie von selbst ab.

Dein aktuelles Lieblingsgericht?
Momentan komme ich nicht an Spargel vorbei. Ich liebe ihn, besonders den grünen Vertreter. Er ist so vielfältig und macht auf Fotos immer eine gute Figur. Daher ist der Spargel-Flammkuchen mein absoluter Favorit in dieser Saison. So einfach und so lecker!

Wo siehst du 3Lemons in fünf Jahren?
Ich habe mit meinem Blog keine direkten Ziele, eher mit meinen Fotos. Der Blog ist mein Mittel mich selbst weiterzuentwickeln. Da ich nichts von dem, was ich jetzt mache wirklich gelernt habe, steht mir noch ein langer Prozess bevor. Daher hoffe ich, dass ich in fünf Jahren auf die heutigen Fotos zurückschaue und denke: "Oh man, sahen die Bilder damals schlimm aus!" Dann habe ich mein Ziel erreicht. (lächelt)

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