
Herkunft
Die Brennessel wird schon sehr lange in der Volksmedizin eingesetzt. Beispielsweise wurde sie bereits 63 n. Chr. zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden genutzt. Dioskurides, der im 1. Jahrhundert n. Chr. als Militärarzt im römischen Dienst stand, schrieb der Brennessel heilende Wirkungen zu. Bis ins 20. Jahrhundert wurde der so genannte "Nesselstoff", ein Material zur Fütterung, aus den Stängeln der Brennessel gewonnen. Hierfür wurden die aufwendig gewonnenen Fasern zu einem dünnen Stoff gewebt. Heute wird Nesselstoff aus Kunststoffen fabriziert.
Saison
Die Blütezeit der Brennessel ist von Juni bis Oktober.
Geschmack
Brennessel erinnert im Geschmack an Spinat.
Verwendung
Die Brennessel ist sehr beliebt zur Herstellung von Brennesseltee, der blutreinigend ist. Außerdem verwendet man die jungen Triebe der Brennessel für Salate oder bereitet sie wie Spinat zu. Auch für Brennessel-Suppe oder Brennnessel-Auflauf eignet sich die Brennessel gut.
Aufbewahrung
Die Blätter der Brennessel können sowohl getrocknet als auch tiefgefroren gelagert werden.
Haltbarkeit
Ordnungsgemäß gelagert hält sich die Brennessel sehr lange.
Nährwert/Wirkstoffe
Brennessel ist reich an Vitamin C, B2, K und E und enthält Ameisensäure, Essigsäure, Carotin und die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Magnesium. Außerdem hat die Brennessel einen Eiweißgehalt von 30,4 Prozent.
Medizinische Wirkung
Die Brennessel wirkt blutreinigend und blutstillend. Außerdem senkt sie den Blutzuckergehalt, unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Brennessel-Saft hat eine besondere Bedeutung für die Nieren, da er harnlösend wirkt und Harnsäure abbaut. Außerdem hilft getrocknete Brennessel gegen Nasenbluten, getrocknete Brennesselblätter zu schnupfen. Zudem hilft Brennessel gegen Schuppen und Haarausfall, wenn man Brennessel-Haarwasser in die Kopfhaut einmassiert.
Veröffentlicht in LECKER.de
