
Herkunft
Bereits bei den Azteken war Piment als Gewürz beliebt. Sie gaben ihm den Namen Xocoxochitl. Vor allem verwendeten sie Piment zum Würzen von Kakao-Getränken, wegen des guten Geschmacks und wegen der aphrodisierenden Kräfte. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde Piment von den Spaniern auf dem Seeweg von Südamerika nach Europa gebracht. Dort war Piment als Gewürz schnell sehr beliebt für die Backwarenherstellung. Rund zwei Drittel der Welternte stammt aus Jamaika. Bis heute wird Piment überwiegend dort angebaut.
Saison
Über Importe ist Piment ganzjährig erhältlich.
Geschmack
Piment schmeckt ätherisch-würzig und erinnert im Geschmack an Gewürznelken. Allerdings ist Piment merklich schärfer als Gewürznelken.
Verwendung
Piment wird besonders gerne in der karibischen Küche verwendet. Hier werden nicht nur die Früchte verwendet, sondern auch die frischen Blätter. Zum Grillen wird das aromatische Holz genutzt. In Deutschland wird Piment primär in der Wurst-Herstellung und für Weihnachtsgebäck verwendet.
Aufbewahrung
Piment sollte trocken und lichtgeschützt gelagert werden. So sind die ganzen Beeren mehrere Monate haltbar. In gemahlenem Zustand verflüchtigt sich das Aroma nach etwa vier bis sechs Monaten. Kaufen sollte man Piment als ganze Beeren und ihn bei Bedarf frisch mahlen, da Piment auf diese Weise sein Aroma am besten entfaltet.
Nährwert/Wirkstoffe
Pimentöl besteht aus 60 bis 80 Prozent Phenolen (sehr Haut- und Schleimhaut reizend), Sesquiterpenen, Methyleugenol und Oxiden.
Medizinische Wirkung
Piment wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Blähungen. Zudem soll Piment eine belebende Wirkung haben.
Rezepte mit Piment
- Rote-Bete-Eintopf mit Ahornsirup und Piment
- Früchtebrot mit Piment
- Eingelegte Schalotten mit Piment und Thymian
- Piment-Blüten
- Pimentplätzchen
Veröffentlicht in LECKER.de
