Kuhmilch - tierisch vielseitig!

kuhmilch
Kuhmilch ist in Deutschland sehr beliebt. Auf Platz eins der Kuhmilch-Produkte steht übrigens der Fruchtjoghurt

Kuhmilch ist die in Deutschland am meisten gekaufte Milchsorte. Gut 80 Liter verzehrt ein Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr. Die weiße Flüssigkeit findet sich in zahlreichen Produkten wie Jogurt, Schokolade oder Backwaren und gehört zum kulinarischen Alltag.

 

Kuhmilch - Herkunft:

Eine gesunde Milchkuh gibt im Durchschnitt 20 Liter Milch pro Tag. Sogenannte Hochleistungskühe aus Massenbetrieben produzieren allerdings bis zu 50 Liter Milch am Tag. Die Milch wird nach dem Melken täglich von Tanklastwagen zur Molkerei transportiert. Dort wird sie gereinigt und pasteurisiert, um Keime abzutöten und die Haltbarkeit zu verlängern. Anschließend wird in Magermilch und Milchfett getrennt. Je nach gewünschtem Gehalt wird das Milchfett später wieder zugegeben. Neben dem Pasteurisieren wird die Milch zusätzlich homogenisiert. Bei diesem Verfahren wird sie starkem Druck ausgesetzt, so dass die Fetttropfen, die sich sonst als Rahm an der Oberfläche sammeln, in kleinste Partikel zerteilt werden. Während dieser Vorgänge wird die Milch regelmäßig überprüft und gehört somit zu den in Deutschland am besten kontrollierten Lebensmitteln.

 

Kuhmilch - Saison und Einkauf:

Kuhmilch ist das ganze Jahr über im Supermarkt erhältlich. Im Handel werden verschiedene Milchsorten angeboten: Rohmilch, Frischmilch, ESL-Milch und H-Milch.

 

  • Direkt beim Bauern ist die Rohmilch, also unbehandelte Milch, erhältlich. Sie muss vor dem Gebrauch abgekocht werden. Es gibt sie aber auch abgepackt im Supermarkt als sogenannte Vorzugsmilch. Diese muss innerhalb von 96 Stunden nach dem Melken verzehrt werden und darf aufgrund der besonderen hygienischen Bedingungen auch roh getrunken werden.
  • Frischmilch wird nach dem klassischen Pasteur-Verfahren erhitzt. Die Vitamine und der frische Geschmack bleiben so größtenteils erhalten.
  • Länger haltbare Milch, kurz ESL-Milch genannt (ESL steht für „Extended Shelf Life“), wird entweder vor dem Pasteurisieren zusätzlich filtriert oder auf eine deutlich höhere Temperatur als Frischmilch erhitzt.
  • Bei der haltbaren Milch, H-Milch genannt, treten aufgrund der sehr hohen Temperaturen während des Erhitzens leichte Nährstoffverluste und geschmackliche Veränderungen auf.

 

 

Kuhmilch - Verwendung:

Milch schmeckt dezent süßlich. Dieser Geschmack entsteht beim Karamellisieren des Milchzuckers: Je höher Milch erhitzt wurde, desto süßlicher schmeckt sie. Kuhmilch kommt in vielen verschiedenen Lebensmitteln zum Einsatz. Neben dem puren Genuss schmeckt sie auch in Eiscreme, Käse oder Milchreis. Gesund - und besser für die Figur - ist Milch in fettarmer Form als Mager-Joghurt, Molke oder Hüttenkäse. Aber auch in Produkten, denen es auf den ersten Blick nicht anzusehen ist, steckt Milch. Zum Beispiel in Brot, Kartoffelbrei, Wurst oder Schokolade. Egal ob süß, salzig, sauer oder herzhaft – Milch und Milchprodukte bieten für jeden Geschmack etwas.

 

Kuhmilch - Aufbewahrung:

Alle Milchsorten gehören nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollten innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden. Unterschiede gibt es bei der Lagerung von ungeöffneten Verpackungen: Frischmilch ist gekühlt etwa 10 Tage haltbar. ESL-Milch ist im Kühlschrank bis zu drei Wochen genießbar und H-Milch hält sich sogar ungekühlt mindestens drei bis sechs Monate.

 

Kuhmilch - Ernährung:

Milch ist eine Emulsion, bei der Proteine, Milchzucker und Milchfett in 87 Prozent Wasser verteilt sind. Außerdem enthält Milch wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen sowie jede Menge Vitamine. Für eine gute Qualität der Milch sind, wie bei allen tierischen Lebensmitteln, die Lebensbedingungen des Tieres und so auch dessen Fütterung wichtig. Eine Kuh, die frei und stressarm auf einer Weide lebt und ausschließlich Gras frisst, gibt vitalstoffreichere Milch als ihre getreidefressenden Artgenossinnen aus der Massentierhaltung.

Unabhängig von Qualität oder Milchsorte ist die Milchunverträglichkeit. Viele Menschen vertragen den in der Milch enthaltenen Milchzucker nicht, der Körper reagiert mit Symptomen wie Bauchschmerzen oder Hautentzündungen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Laktoseintoleranz, selten um eine Allergie. Betroffene können alternativ auf laktosefreie Milch oder Pflanzenmilch aus Mandeln, Hafer oder Sojabohnen zurückgreifen.

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