Laktoseintoleranz – die zwei Formen der Unverträglichkeit

Laktoseintoleranz – die zwei Formen der Unverträglichkeit - laktoseintoleranz
Mit dem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit für Laktoseintoleranz zu., Foto: getty images

Fast alle Babys haben keine Probleme mit Laktose. Erst mit dem Erwachsenwerden reagieren viele Menschen mit Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfweh und anderen Symptomen auf Milchzucker. Denn mit den Jahren lässt bei Ihnen die Produktion des Enzyms Laktase nach. Dieses aber brauchen wir, um die Laktose verdauen zu können.

Dieses Nachlassen der Laktase-Aktivität nennen Mediziner "primäre Laktoseintoleranz". Dabei handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern weltweit gesehen um den Normalfall. Nach der Logik der Evolution ist die nahrhafte Milch dem Nachwuchs vorbehalten: Ab einem gewissen Alter hören Säugetiere auf, Milch zu vertragen und zu trinken und machen damit Platz für neue Jungtiere.

Und der Mensch ist biologisch ja nichts anderes als ein Säugetier. So kommt es, dass noch heute in Ostasien mehr als 90 Prozent der Erwachsenen keine Milch vertragen. Dass zum Beispiel die Europäer in der Mehrzahl Milch gut verdauen können, liegt daran, dass hier seit mehr als 10.000 Jahren Milchvieh gehalten wird – Menschen, die Milch auch als Erwachsene vertragen, hatten also bessere Überlebenschancen.

Neben dieser "normalen" primären Laktoseintoleranz gibt es noch eine zweite Form, die sekundäre Laktoseintoleranz. Diese Form der Laktoseintoleranz ist meist Folge einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Dazu zählen zum Beispiel Morbus Crohn, Magen-Darm-Katarrh (Brechdurchfall) oder Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit). All diese Krankheiten richten massive Schäden in der Schleimhaut des Dünndarms an, die unter Umständen zur Laktoseintoleranz führen können.

Einen ersten Hinweis darauf, an welcher Form der Laktoseintoleranz ein Betroffener leidet, sind die Umstände, unter denen die Beschwerden zum ersten Mal auftreten: Sind sie Begleiterscheinung einer Darmkrankheit, handelt es sich mit großer Sicherheit um eine sekundäre Laktoseintoleranz. Endgültigen Aufschluss aber gibt ein Laktoseintoleranz-Gen-Test. Dafür wird etwas Blut oder eine Speichelprobe entnommen. Ergibt das Gen-Profil, dass der Körper eigentlich genügend Laktase herstellen könnte, handelt es sich um eine sekundäre Laktoseintoleranz, der eine andere Erkrankung zugrunde liegt. Wird diese Grunderkrankung erfolgreich behandelt, können die Betroffenen meist auch wieder Milch und Milchzucker vertragen.

Für die Betroffenen der primären Laktoseintoleranz aber bleibt nur der Verzicht auf jegliche Milch, oder der Umstieg auf laktosefreie Milch und Milchprodukte. Laktosefreie Milch ist aus medizinischer Sicht dem völligen Verzicht deutlich vorzuziehen. Denn Milch ist ein wichtiger Bestandteil unserer ausgewogenen Ernährung.

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