Laktoseintoleranz-Symptome – so erkennen Sie die Unverträglichkeit

Laktoseintoleranz-Symptome – so erkennen Sie die Unverträglichkeit - laktoseintoleranz_symptome
Bauchweh, Blähungen und Durchfall sind häufige Laktoseintoleranz-Symptome., Foto: getty images

Blähungen, schmerzhafte Koliken und Durchfall – die Laktoseintoleranz-Symptome sind höchst unterschiedlich. Sogar Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schlafstörungen und Akne sind als Laktoseintoleranz-Symptome beschrieben worden. All das entsteht durch das Gären des Milchzuckers im Darm.

Denn gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, wird sie dort von Bakterien zersetzt. Es entstehen kurzkettige Fettsäuren (zum Beispiel Essig- und Buttersäure), Kohlendioxid und Wasserstoff. Diese Gase blähen den Darm auf und es kommt zu unangenehmen Druckgefühlen im Bauch.

Allerdings sind die Laktoseintoleranz-Symptome von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wird Laktose zum Beispiel nur in geringeren Mengen oder langsamer verdaut als bei anderen Menschen, sprechen Mediziner von einer Laktosemalabsorption, die häufig gar keine Beschwerden verursacht. In diesem Fall ist keine Therapie notwendig.

 

Bauchweh oder nicht? Die Menge macht's!

Wie stark die Laktoseintoleranz-Symptome ausgeprägt sind, hängt maßgeblich davon ab, wie viel Laktose wir zu uns nehmen. Oft reicht es schon, die tägliche Menge an Milchprodukten auf mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Außerdem gibt es auch Milchprodukte wie zum Beispiel Hartkäse, die schon ohne besondere Behandlung wenig Laktose enthalten.

Weiteren Einfluss auf die möglichen Laktoseintoleranz-Symptome hat die Geschwindigkeit, mit der der Speisebrei aus dem Magen in den Dünndarm und von dort in den Dickdarm gelangt. Fette und niedrige Temperaturen verzögern die Entleerung des Magens. Deshalb werden meist vollfette Milchprodukte und sehr kalte Speisen deutlich besser vertragen.

 

Ein Ernährungstagebuch verschafft Klarheit

Außerdem verfügt nahezu jeder Betroffene über eine gewisse "Restaktivität" des Enzyms Laktase. Zirka 10 Gramm Milchzucker (entspricht etwa 200 ml Kuhmilch) kann deshalb von den meisten beschwerdefrei verdaut werden. Wie hoch die eigene Restaktivität ist, kann jeder Betroffene durch "Herantasten" an die verträgliche Menge Milchprodukte bestimmen. Dafür hat sich das Führen eines Ernährungstagebuches als sehr erfolgreiche Methode erwiesen.

Ein weiterer Grund, warum die Laktoseintoleranz-Symptome so unterschiedlich ausfallen, ist die Zusammensetzung unserer Darmflora. Sie ist von Mensch zu Mensch höchst verschieden. Je nach Zusammensetzung der Bakterien im Dickdarm entsteht auch eine unterschiedliche Menge der Darmgase Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid.

Nicht zuletzt reagiert jeder Mensch verschieden auf die gleichen Reize. Die Ausdehnung des Darms um einen bestimmten Wert wird von dem einen gar nicht bemerkt, während der andere schon von heftigen Bauchschmerzen geplagt wird. Diese subjektive Wahrnehmung beeinflusst entscheidend, wie stark sich die Laktoseintoleranz-Symptome ausprägen.

 
 
 
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