Laktoseintoleranz-Test – die Diagnose beim Arzt

Laktoseintoleranz-Test – die Diagnose beim Arzt - laktoseintoleranz_test
Mit dem H2-Laktoseintoleranz-Test kann Ihr Arzt herausfinden, ob Sie eine Laktoseunverträglichkeit haben., Foto: imagostock

Wer nach dem Milchgenuss Probleme mit Darm und Magen hat, denkt schnell an eine Milchallergie. Die allerdings hat mit Laktoseintoleranz nichts zu tun. Bei Allergikern antwortet der Körper mit einer Überreaktion auf das Eiweiß in der Milch. Laktoseintoleranz-Betroffene können den Milchzucker Laktose nicht verdauen.

Herauszufinden, an welcher dieser beiden "Unverträglichkeiten" man leidet, lohnt sich. Denn während Milcheiweiß-Allergiker dauerhaft auf alle Milchprodukte verzichten müssen, können Menschen mit Laktoseintoleranz auf laktosefreie Milch ausweichen – und sich so weiterhin ausgewogen ernähren.

Ob eine Laktoseintoleranz vorliegt, kann Ihr Arzt mit einem Laktoseintoleranz-Test herausfinden. Zwei verschiedene Methoden stehen ihm dabei zur Verfügung: der "H2-Exhalationstest" und der "Laktose-Resorptionstest". Beide allerdings sind für den Patienten etwas unangenehm. Denn für den Laktoseintoleranz-Test, muss er den Milchzucker zu sich nehmen. Und zwar relativ viel: Die Testperson bekommt 50 Gramm Laktose (aufgelöst in Tee oder Wasser) zu trinken. 50 Gramm – das entspricht ungefähr der Laktosemenge von einem Liter Kuhmilch. Diese Menge führt bei Betroffenen zwangsläufig zu den bekannten Symptomen.

 

Der H2-Exhalationstest

Beim H2-Laktoseintoleranz-Test wird nach dem Trinken der Laktosemischung alle 30 Minuten der Wasserstoffgehalt der Atemluft gemessen. Denn wird der Milchzucker nicht durch das Enzym Laktase abgebaut, übernehmen das irgendwann Bakterien im Dickdarm. Dadurch entstehen Gase (unter anderem Wasserstoff), die auch mit zu den bekannten Beschwerden beitragen. Ein großer Teil dieses Wasserstoffs löst sich im Blut, wird zur Lunge transportiert und ausgeatmet. Steigt also die Wasserstoffmenge in der ausgeatmeten Luft über einen bestimmten Wert an, lässt sich daraus auf eine Laktoseintoleranz schließen. Der Laktoseintoleranz-Test dauert meist drei bis vier Stunden.

 

Der Laktose-Resorptionstest

Bei zirka 15 Prozent aller Testpersonen bringt der H2-Laktoseintoleranz-Test falsche Ergebnisse. Das ist zum Beispiel nach einer Antibiotika-Therapie der Fall. Für die Betroffenen kann der sogenannte Resorptionstest Aufschluss bringen. Dabei wird nach dem Trinken der Laktose-Mischung die Konzentration des Blutzuckers gemessen. Hier deutet alles auf einen Laktasemangel hin, wenn der Blutzuckeranstieg unter dem Normalwert bleibt. Ein Gentest gibt schließlich Auskunft über die Ursachen der Laktoseintoleranz.

Sowohl für den H2-Laktoseintoleranz-Test wie auch für den Resorptionstest gilt, dass sie bei den Patienten zu sehr heftigen Symptomen führen können. Denn die Laktosemenge, die einem Liter Milch entspricht, liegt weit über der einer normalen Mahlzeit. Das muss für den Laktoseintoleranz-Test aber sein. Denn bei geringerer Menge würde der Laktoseintoleranz-Test für sehr viele Betroffene ein falsches Ergebnis zeigen.

Mehr zum Thema
Spiralschneider
 
Preis: EUR 8,98 Prime-Versand
Avocadoschneider
UVP: EUR 9,99
Preis: EUR 3,22 Prime-Versand
Sie sparen: 6,77 EUR (68%)
Smoothie Mini Mixer
UVP: EUR 59,99
Preis: EUR 34,99 Prime-Versand
Sie sparen: 25,00 EUR (42%)
Mutti kocht am besten Online

LECKER Magazin

LECKER bei WhatsApp

LECKER Scouts - jetzt anmelden und testen!
 
 

LECKER Community - Jetzt anmelden

 

LECKER Abo mit Prämie

Hier geht's zum Abo >>

Vielen Dank, dass dir unsere Rezepte und Artikel auf
www.LECKER.de gefallen.
Wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch!
Copyright 2015 LECKER.de. All rights reserved