Latte macchiato - So geht das Kult-Getränk

Latte-Macchiato
Latte macchiato: So gelingt dir die Kaffeespezialität, Foto: iStock

Vollmundiger Kaffeegeschmack, ganz viel Milch und leckerer Schaum: Wie du dir den perfekten Latte macchiato zubereiten kannst? Hier erfährst du's!

Latte macchiato ist eines der beliebtesten Espressogetränke weltweit. Für viele gehört die Kaffee-Spezialität zu einem Café-Besuch dazu. Seinen Ursprung hat das Kult-Getränk in Italien. Übersetzt bedeutet Latte macchiato soviel wie „Gefleckte Milch“. Macht Sinn, denn die Grundlage für einen perfekten Latte ist vor allem Milch. Doch worauf ist das „gefleckt“ zurückzuführen? Ganz einfach: auf die Schichten, die den Latte macchiato ausmachen. Aber der Reihe nach.

 

Latte macchiato vs. Cappuccino

Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Latte macchiato und einem Cappuccino? Beide enthalten die gleichen Zutaten, doch in den Mengenverhältnissen, der Zubereitung und der  Präsentation unterscheiden sie sich.

Latte macchiato:

  • die Milch wird deutlich stärker aufgeschäumt als beim Cappuccino
  • das Getränk wird in einem hohen Glas serviert
  • der Latte macchiato besteht aus drei Schichten: Milch, Espresso, Milchschaum
  • kurz gesagt: Ein Latte macchiato ist warme Milch mit etwas Kaffee

Cappuccino:

  • die Kaffee-Spezialität wird in einer dickwandigen Tasse gereicht
  • er besteht zu gleichen Teilen aus Espresso, Milch und Milchschaum – hat aber nur zwei Schichten
  • zuerst wird der Espresso in die Tasse gegossen, darüber die Milch mit dem Schaum
  • kurz gesagt: Cappuccino ist Kaffee mit etwas warmer Milch

 

Latte macchiato: Ohne diese Utensilien geht’s nicht

Um dir zu Hause einen Latte macchiato zu zaubern, brauchst du vor allem zwei Dinge: einen Espressokocher bzw. eine Espressomaschine und einen Milchaufschäumer. Klar, beim Milch aufschäumen geht’s zur Not auch auf die altmodische Art und Weise.

Dazu einfach die heiße Milch unter Rühren mit einem Schneebesen zum Schäumen bringen. Der Vorteil: Es wird kein Strom verbraucht. Schneller und einfach geht’s dagegen mit einem elektrischen oder batteriebetriebenen Milchaufschäumer. Die elektrische Variante ist in der Anschaffung etwas preisintensiver, aber ideal, wenn du dir häufiger einen Latte macchiato gönnen möchtest. Das batteriebetriebene Gerät bekommst du schon für kleines Geld im Handel.

Ebenfalls möglich: die manuelle Variante. Dafür wird Milch in einem hitzebeständigen Topf auf dem Herd erhitzt. Anschließend wird sie mithilfe eines speziellen Siebeinsatzes aufgeschäumt.

Wer bereits einen Kaffeevollautomaten zu Hause hat, darf sich freuen. Mit diesem geht die Zubereitung des Drei-Schichten-Drinks quasi im Handumdrehen. Der Nachteil bei diesen Geräten: Sie sind oft recht teuer.

Latte macchiato: Die Zutaten

  • Milch (1,5 % oder 3,5 %)
  • frisch aufgebrühter Espresso
  • Zimt oder Kakao als optisches (und geschmackliches) Highlight auf dem Milchschaum
  • nach Bedarf: Sirup für den süßen Kick

1. Latte macchiato: So klappt's mit dem Milchschaum

Das Wichtigste zuerst: Der Latte macchiato wird nicht in einer Kaffeetasse, sondern in einem hohen Glas serviert. Für die perfekte Mischung brauchst du erst einmal 150 bis 200 Milliliter Milch. Je höher der Fettgehalt der Milch ist, desto cremiger und dichter wird die erste Schicht. Ob du nun Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 % oder 3,5 % verwendest, ist dir überlassen. Im Zweifel: Einfach ausprobieren und schauen, wie es dir besser schmeckt.

Nun geht’s ans Eingemachte. Ganz wichtig: Die Temperatur der Milch. Diese sollte zwischen 60 und 70 Grad heiß sein, sonst verliert sie ihre natürliche Süße. Überprüfen kannst du die Wärme mit einem Thermometer, das du beim Erhitzen auf dem Herd verwendest.

2. Jetzt kommt der Espresso dazu

Für einen Latte macchiato werden in der Regel ein bis zwei Tassen des Koffeingetränks gebraucht – je nach Gusto. Den perfekten Latte bereitest du mit frischen Espressobohnen der Kaffeesorten Arabica und Robusta zu. Diese sind besonders intensiv im Geschmack. Ein kleiner Tipp: Am besten kaufst du die Bohnen ganz frisch und mahlst sie mit einer Kaffeemühle selbst zu feinem Mehl. Denn je feiner das Mehl ist und je frischer gemahlen wurde, umso besser wird das schwarze Gold.

Die gemahlenen Bohnen werden anschließend in einen Espressokocher gefüllt, in dem dann Wasser stark erhitzt wird. Dadurch entsteht Druck, der das Wasser durch das Espressopulver presst. Dieser Vorgang kann entweder in einem elektrischen Espressokocher oder in einem Modell für den Herd geschehen.

Wenn du einen Kaffeevollautomaten hast, wird dieser einfach nach Gebrauchsanleitung zubereitet.

3. Drei Schichten Genuss

Nun kommt die große Herausforderung. Denn die Schichten sind das, was den Latte macchiato ausmachen. Zuerst wird die heiße Milch in das Glas gegeben. Der Schaum darf noch nicht mit dazu. Als zweite Schicht kommt nun der Espresso. Ganz wichtig dabei: Dieser muss heißer als die Milch sein. Nur so klappt es mit den zwei Schichten. Als krönender Abschluss wird der Schaum hinzugefügt. Nun darf der Latte macchiato noch mit Zimt oder Kakaopulver bestreut werden. Fertig! Genießen solltest du das leckere Getränk übrigens am besten mit einem langstieligen Löffel. So erreichst du alle Schichten.

4. Latte macchiato: Der süße Extra-Kick

Du magst es ein bisschen ausgefallener oder bist eine kleine Naschkatze? Wie wäre es dann mit einem süßen Sirup als Krönung für deinen Latte macchiato? Ob Vanille, Haselnuss, Amaretto oder Schokolade – runde die Kaffee-Spezialität nach deinen Wünschen ab. Sirupflaschen gibt es mittlerweile überall im Handel zu kaufen, auch in kleinen Probiergrößen: ideal für alle, die gerne austesten. Wichtig ist nur, dass du den Sirup zuerst ins Glas füllst und dann mit den Schichten wie oben beschrieben fortfährst.

Kategorie & Tags
Mehr zum Thema
Vielen Dank, dass dir unsere Rezepte und Artikel auf
www.LECKER.de gefallen.
Wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch!
Copyright 2015 LECKER.de. All rights reserved