Marmelade kochen - die Einmach-Checkliste

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Eigene Marmelade kochen - Genuss pur!

Jetzt kommt Farbe ins Glas! Marmelade kochen macht besonders im Sommer Spaß, wenn Beeren, Pflaumen und Co. wieder Saison haben. Aber auch herzhafte Kreationen sind beliebt. Mit der Einmach-Checkliste kann nichts mehr schief gehen.

Sie können Früchte und Gemüse Ihrer Wahl einkochen, den Süßungsgrad selber bestimmen und verschiedene Geliermittel ausprobieren. Die Möglichkeiten sind vielseitig - da kann man schon mal den Überbklick verlieren.

Wer das Marmeladenhandwerk noch nicht beherrscht oder nach neuen Anregungen sucht, sollte jetzt aufpassen.

Erdbeeren und Kirschen sind besonders beliebt beim Marmelade Kochen

1. Welche Früchte eignen sich zum Marmelade kochen?

Eigentlich fast alle! Klassiker sind nach wie vor die Erdbeermarmelade und Kirschmarmelade. Aber auch anderes Obst wie Aprikosen, Pflaumen und Brombeeren lassen sich wunderbar zum süßen Aufstrich verarbeiten.

Immer mehr Marmeladenfans schwören auf herzhafte Variationen, zum Beispiel aus Tomaten. Das klingt ungewöhnlich, passt aber wie ein Chutney gut zu Grillwurst und Grillkäse.

Aber egal, ob fruchtig oder herb, achten Sie beim Marmelade kochen stets auf die Qualität der Zutaten. Obst und Gemüse mit Druckstellen oder braunen Flecken sollten Sie aussortieren, um keinen Schimmel oder andere Verunreinigungen in die Marmelade einzuarbeiten.

    Gelierzucker, Pektin und Co. - welches Geliermittel darf es sein?

    2. Welche Geliermittel gibt es fürs Marmelade kochen?

    Das Geliermittel ist beim Marmelade kochen das A und O. Dabei sollte das Verhältnis zu den anderen Zutaten genau stimmen, damit die Marmelade wirklich fest wird. Die drei herkömmlichsten Geliermittel sind:

    • Gelierzucker: Hier steckt bereits alles in einer Packung - Pektin, Säure und Zucker. Je nach Verhältnis von Frucht zu Zucker verändert sich der Geschmack. 1:1 Gelierzucker macht die Marmelade süß. Bei 2:1 oder 3:1 Gelierzucker ist der Zuckeranteil geringer, das Ergebnis dadurch fruchtiger. Dabei gilt: Je weniger Zucker, desto kürzer die Haltbarkeit. Bei 2:1 ist die Marmelade nach dem Kochen bis zu 6 Monaten haltbar.
    • Pektin: Das Geliermittel wird aus der Natur gewonnen, zum Beispiel aus Zitrusfrüchten, Quitten und Äpfeln, wie das so genannte Apfelpektin. Die gelierende Wirkung entfaltet sich in Kombination mit Zucker und Säure.
    • Agar-Agar:  Das rein pflanzliche Geliermittel kommt in Algen vor und wird in in Reformhäusern und Bio-Läden angeboten. Das Pulver wird nicht nur beim Marmelade kochen eingesetzt, sondern auch dort, wo sonst Gelatine zum Einsatz kommt. Für 1 TL Agar-Agar benötigt man 500 ml Flüssigkeit.
    Zum Marmelade Kochen eignen sich unterschiedliche Süßungsmittel

    3. Womit kann man süßen?

    Lang lebe die süße Vielfalt! Statt mit Zucker können Sie auch mit Vollrohrzucker, Honig, Agavendicksaft oder Fruchtdicksäften süßen. Allerdings gilt zu beachten: Jedes Süßungsmittel besitzt seinen eigenen Charakter.

    Vollrohrzucker weist eine dunkle Farbe und einen starken Eigengeschmack auf. Dadurch büßt die Marmelade etwas an Farbintensivität sowie Fruchtgeschmack ein. Wenn Sie Zucker gegen Honig austauschen, sollten Sie beachten, dass dieser deutlich süßer ist. Ähnliche Eigenschaften wie weißer Zucker besitzt Agavendicksaft. Fruchtdicksäfte aus Apfel oder Birne behalten ihren ausgeprägten Fruchtgeschmack.

    Der Topf sollte weit und hoch sein

    4. Den richtigen Topf finden

    Form und Größe des Topfes spielen beim Marmelade kochen eine wichtige Rolle. Da Früchte und Gemüse aufwallen auf und Flüssigkeit aus dem Topf spritzen kann, ist es ratsam, einen weiten hohen Topf zu verwenden. Dieser bietet zudem Platz zum Rühren.

    Tipp: Den beim Kochen entstehenden Schaum können Sie abschöpfen. Auf diese Weise verlängert sich die Haltbarkeit der Marmelade.

    Die Gelierprobe zeigt, ob die Marmelade fest ist

    5. Woran erkennt man, dass die Marmelade fest ist?

    Ein praktisches Hilfsmittel beim Einmachen ist die Gelierprobe. Damit finden Sie heraus, ob die Marmelade nach dem Abkühlen auch wirklich fest ist. Der Test wird kurz vor Ablauf der Kochzeit durchgeführt.

    Geben Sie mit einem Löffel etwas der heißen Fruchtmasse auf einen kalten Teller. Wird die Masse fest, ist die Konfitüre fertig. Falls nicht, hilft es, etwas Zitronensäure hinzugeben. Dann erneut die Gelierprobe durchführen.

    Das Umdrehen der Gläser dient der längeren Haltbarkeit

    6. Wie füllt man die Marmelade richtig ab?

    Was nützt das Marmelade kochen, wenn das Abfüllen daneben geht. Sie müssen nur wenige Regeln befolgen - und schon ist Ihnen ein toller Marmeladenvorrat sicher.

    Zur Vorbereitung Einmachgläser und Deckel sorgfältig heiß ausspülen und umgedreht auf einem Tuch trocknen lassen. Die frisch gekochte Marmelade sofort in die sauberen Gläser bis zum Rand füllen. Verschließen und ca. 5 Minuten auf den Deckel stellen. Wieder umdrehen und auskühlen lassen.

    Fürs Haltbarmachen ist die Lagerung genauso wichtig. Marmeladen daher in den abgefüllten Gläsern kühl und dunkel lagern.

    Pimp your Marmelade!

    Tipp: Marmelade raffiniert verfeinern

    Darf es etwas ausgefallener sein? Kräuter, Gewürze und Hochprozentiges sorgen beim Marmelade kochen für besondere Akzente!

    Wie wäre es mit Chili, Rosmarin oder Aperol im Marmeladenglas? Das ist nicht nach jedermanns Geschmack, aber Probieren geht bekanntlich über Studieren. Wir haben uns zwei leckere Hausaufgaben ausgedacht. Probieren Sie einmal unsere Sommerpflaumen-Marmelade (Foto links) mit Mandeln und Mandellikör. Sie ist herb-süßer Begleiter beim Frühstück mit Familie. Ganz anders Tomaten-Chili-Marmelade. Sie besitz eine fruchtig-scharfe Note und mach sich gut beim Picknick und Grillen.

     
     
     
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