So kreativ können die weißen Körnchen sein: Unser Food-Stylist Uwe Ocko verrät Ihnen seine liebsten Salz-Kreationen. Plus: Lesen Sie wissenswerte Fakten über das für den Menschen lebensnotwendige "Gewürz".

Tomaten-Salz
Zutaten für ca. 300 g:
200 g getrocknete Tomaten
100 g Meersalz
Zubereitung: Tomaten und Salz im Universalzerkleinerer portionsweise fein hacken. Auf einem Blech verteilen und 1-2 Tage trocknen lassen.
Das erste Salz, den Anlass habe ich vergessen, aber es ist in meiner Familie das begehrteste, wobei ich gerade dieses von mal zu mal modifiziere.

Sesam-Salz
200 g Sesamsaat
100 g grobes Meersalz
Zubereitung: Sesam in einer Pfanne ohne Fett ca. 5 Minuten unter Wenden gleichmäßig rösten, herausnehmen. Salz und Sesam im Universalzerkleinerer fein hacken.
Man bekommt es zu kaufen, aber so wie ich es mache, kann ich den tatsächlichen NaCl Gehalt kontrolieren und gutes Meersalz verwenden. Außerdem ist das bei unserem Verbrauch die günstigere Alternative.

Vanille-Salz
Zutaten für ca. 500 g:
1 Vanilleschote
500 g grobes Meersalz
Zubereitung: Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und Mark ausschaben. Schote klein schneiden. 2 EL Salz, Schote und Mark im Universalzerkleinerer mahlen. Zum übrigen Salz geben und unterrühren. Salz in luftdicht verschließbare Gläser füllen. Das Salz ist ca. 12 Monate haltbar und eignet sich z. B. zum Würzen von Kurzgebratenem, Fisch oder Salate.
Wissenswertes über Salze
Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig: Er braucht es nicht nur zum Würzen und Konservieren von Speisen, Salz steuert seinen Wasserhaushalt und unterstützt das Nervensystem.
Salz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid.
Die Geschichte des Speisesalzes reicht Jahrtausende zurück: Bereits im Altertum wurde Salz zur Konservierung verschiedener Speisen genutzt.
Unterschieden werden Salz-Sorten nach der Art ihrer Gewinnung: Die Förderung durch Salinen, das Untertage abgebaute Steinsalz und das durch die Leitung von Meersalz in Salzgärten gewonnene Meersalz.
Vor der Erfindung des Salzstreuers wurde Speisesalz in "Salieras", kleinen Fässern, aufbewahrt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Streuer populär.
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Wie wichtig Salz für den Menschen ist, lässt sich bereits daran erkennen, dass es seinen eigenen Geschmackssinn hat: Nämlich „salzig“. Für die Herstellung vieler Speisen und das Zubereiten eines Großteils fast aller Gerichte ist das weiße „Gewürz“ unverzichtbar.
Gewonnen wird Salz auf drei verschiedene Arten: Die älteste Art ist das Leiten von Meerwasser in so genannte Salzgärten. Unter Sonneneinstrahlung kristallisiert das Wasser und es bilden sich Schichten des Meersalzes. In Deutschland wird Salz besonders als Steinsalz gewonnen. Hierfür wird das Speisesalz von seinem Umfeld Untertage getrennt. Eine weitere Möglichkeit für die Gewinnung von Salzen ist das Nutzen von Salinen.
Jahrhunderte lang galt Salz als wichtiges Handelsgut, das kleine Städte zu reichen Metropolen heranwachsen ließ. Salz war überall beliebt, jedoch in vielen Gegenden rar. So lief der Handel bereits vorgeschichtlich auf den so genannten Salzstraßen ab. Salz wurde auch das „weiße Gold“ genannt.
Jeder Mensch verbraucht im Jahr etwa 1,8 bis 6,4 Kilogramm Salz – Die Menge ist abhängig vom Individuum, wie etwa seinem Körpergewicht, und dem Klima seines Lebensraums.
Zur Verbesserung seiner Eigenschaften werden Salz verschiedene Zusatzstoffe zugeführt: Calciumcarbonat führt zum Beispiel zu einer verbesserten Rieselfähigkeit, iodiertes Salz, wie etwa durch Natriumiodat, schützt vor Mangelerscheinungen und zur Kariesprophylaxe wird Fluorid verwendet. Gesundheitlich sind alle Stoffe unbedenklich, viele Esoteriker raten aufgrund des Ursalz-Gedanken jedoch von Zusatzstoffen ab.
Salz kann auch teurer sein: Das wertvolle „Fleur Du Sel“, also „Blume des Salzes“, bildet sich in bestimmten Klimazonen an der Oberfläche vom Meersalzsalinen. „Fleur Du Sel“ wird von Hand geerntet und ist reich an Inhaltsstoffen.
Veröffentlicht in LECKER.de





