Rohkost

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Apfel-Möhren-Rohkost: schnell gemacht & lecker!, Foto: Food & Foto

Rohkost – natürlich und gesund! Schon seit Paracelsus ist bekannt, dass Rohkost eine Heilnahrung sein kann.

Rohkost ist Nahrung, die vor dem Verzehr nicht erhitzt wird. Dazu gehören sowohl das Kochen und Braten als auch Backen oder Pasteurisieren von Lebensmitteln. Viele in der Nahrung enthaltene Nährstoffe reagieren besonders empfindlich auf Hitze.

Ernährung mit Rohkost bedeutet also, den Großteil der Lebensmittel beziehungsweise die gesamte Nahrung möglichst naturbelassen zu verzehren, damit Vitamine und andere Vitalstoffe erhalten bleiben.

Zu Rohkost zählen frisches und getrocknetes Obst, Gemüse, unverarbeitete Gemüse- und Fruchtsäfte, Salat, frisches unerhitztes Getreide, kaltgeschleuderter Honig, kaltgepresste Öle, Nüsse und Samen.

Nun sind nicht alle Rohkost-Anhänger auch Vegetarier. In einigen Ausprägungen der Rohkost-Ernährung sind auch Fleisch und Fisch in rohem Zustand oder kaltgeräuchert erlaubt.

Welche Vorteile bietet Rohkost?

Die in roher Nahrung enthaltenen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und zahlreichen Ballaststoffe machen aus Rohkost eine Heilnahrung, die – vorübergehend eingesetzt – beispielsweise die Darmfunktion verbessern und Verstopfung lösen oder das Cholesterin im Blut senken kann. Wer mehr Rohkost in seinem Speiseplan unterbringen will, sollte diese Umstellung langsam vornehmen, damit der Darm sich auf die plötzlich hohen Mengen an Ballaststoffen einstellen kann. Rohkost ergänzt zum Beispiel als Salat oder Früchtedessert viele Menüs der Gemischtkost.

Gefahren der Rohkost

Allerdings birgt eine ausschließliche, langfristige Ernährung mit Rohkost auch gesundheitliche Gefahren. Wer nur rohe Lebensmittel zu sich nimmt, kann dem Körper nicht die von ihm benötigte Energie zuführen, da der Energiegehalt von Rohkost bei normalen Portionen doch sehr niedrig ist. Es besteht die Gefahr der Unterversorgung. Auch sind viele wichtige Vitalstoffe in Nahrungsmitteln enthalten, die unerhitzt überhaupt nicht genießbar sind – andere wiederum kann der Organismus aus garer Kost deutlich besser aufnehmen.

So kann reine Rohkost-Ernährung zu Mangelerscheinungen führen. Nicht zu vergessen ist, dass durch das Erhitzen eventuell in der Nahrung vorhandene Krankheitserreger wie Parasiten oder Bakterien abgetötet werden – auch hier lauert eine Gefahr für die Gesundheit.

In Maßen genossen ist Rohkost nichtsdestotrotz ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, die sich so etwas bewusster und abwechslungsreicher gestalten lässt. Knackige Gemüsesticks mit Dips bei einer Party sind zum Beispiel eine gesunde und leckere Alternative zu Kartoffelchips und Salzstangen.

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