Schwarzer Tee - von Darjeeling bis Earl Grey

Schwarzer Tee - von Darjeeling bis Earl Grey - schwarzer_tee_blatt
Indien gehört zu den wichtigsten Teeanbaugebieten, Foto: Dmytro Sukharevskyy - Fotolia.com

Ob in Indien oder Deutschland, schwarzer Tee ist beliebt. Er gilt als die Alternative zu Kaffee und besteht aus den selben Blättern wie grüner Tee. Der Unterschied liegt allerdings in der Herstellung: Die Blätter sind fermentiert, wodurch sie dem Tee sein typisches Aroma verleihen.

 

Schwarzer Tee - Herkunft:


Schwarzer Tee kommt ursprünglich aus China, wo er eine Jahrhunderte alte Tradition hat. Vor rund 400 Jahren gelangte er durch die Schifffahrt nach Europa. Die wichtigsten Anbaugebiete sind China, Indien und Sri Lanka.

 

 

Schwarzer Tee - Herstellung:


75 Prozent des weltweit angebauten Tees wird zu schwarzem Tee weiterverarbeitet. Hierfür werden die Blätter nach dem Ernten in Weidenkörben gelagert und bei guter Belüftung zum Welken gebracht. Danach werden die Blätter gerollt, wodurch die Zellwände aufgebrochen und ätherische Öle freigesetzt werden. Anschließend erfolgt in Gärkammern die Fermentierung mit feuchtwarmer Luft bei 30 Grad. Diese ist beendet, sobald die Blätter eine dunkle bis rotbraune Farbe angenommen haben. Zuletzt werden die Blätter bei 85 Grad getrocknet, um die Inhaltsstoffe und den Geschmack zu konservieren.

 

 

Schwarzer Tee - Blattgrößen


Eine Maschine sortiert die fertigen Teeblätter je nach Größe. Unterschieden wird in vier Arten: Blatt-Tees bestehen aus ganzen Blättern oder Blattfragmenten, Broken-Tees aus beim Rollen gebrochene Blätter, Fannings aus kleinen Blattteilchen ohne Stängel und Balttrippen, Dust aus Teestaub. Die zwei Letztgenannten werden vor allem für Aufgussbeutel aus dem Supermarkt verwendet.

 

 

Schwarzer Tee - Erntezeiten


Es gibt vier Erntezeiten für schwarzer Tee: First Flush bezeichnet die erste Pflückung nach dem Winter. Sie beginnt Ende Februar und dauert bis Ende April an. Die Tees zeichnen sich durch ein mildes Aroma aus. Second Flush beschreibt den Zeitraum von Anfang Juni bis Anfang Juli. Das Tee-Aroma fällt kräftiger aus. In-betweens ist die Ernte zwischen First Flush und Second Flush, Autumnals die Herbsternte von Oktober bis Mitte Dezember.

 

Schwarzer Tee ist anders als grüner Tee fermentiert

Schwarzer Tee - Sorten:


Das Angebot an Schwarztee ist reichhaltig, von pur über Teemischungen bis aromatisiert. Als edelste Sorte gilt Darjeeling aus dem Norden Indiens. Das Aroma schwankt je nach Ernte von zart (First Flush) bis würzig (Second Flush). Daneben gehören Assam und Ceylon mit herb-kräftigem Aroma zu den beliebtesten Sorten. Klassische Mischungen sind zum Beispiel die Ostfriesische oder Englische mit bis zu zehn Schwarzteesorten. Der Favorit bei den aromatisierten Tees ist Earl Grey, der durch das Öl der Bergamotte eine blumige Note erhält.

 

 

Schwarzer Tee - Zubereitung:


Die gewünschte Menge Tee in eine vorgewärmte Kanne geben, mit kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ziehen lassen. Dabei gilt das Mischverhältnis: Pro Tasse (150 ml) ein Teelöffel loser Tee. Die Ziehzeit kann dem persönlichen Geschmack angepasst werden: Mild und anregend wird das Getränk bei einer kurzen Ziehzeit von bis zu zwei Minuten, herber und beruhigender bei einer Ziehzeit von bis zu fünf Minuten. Generell sollte schwarzer Tee nicht länger als fünf Minuten ziehen. Er ist pur ein Genuss wie auch mit Milch, Zucker oder Kandis abgeschmeckt.

 

 

Schwarzer Tee - Aufbewahrung:

Die optimale Lagerung erfolgt in einer lichtundurchlässigen Dose und einem kühlen, trockenen Umfeld. Schwarzer Tee hält dann bis zu zwei Jahre.

Schwarzer Tee - Ernährung:

Ohne Zusatz von Zucker, Milch oder ähnlichem enthält schwarzer Tee keine Kalorien. Seine Anhänger schätzen ihn vor allem wegen seiner belebenden Wirkung. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese mit steigender Ziehzeit nachlässt. Die enthaltenen Gerbstoffe beruhigen Magen und Darm.

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