Tomatensauce – das Grundrezept für Pasta und Co.

Tomatensauce – so gelingt der Klassiker!
Selbst gekocht und abgefüllt - nichts geht über Tomatensauce aus frischen Tomaten

An selbst gemachte Tomatensauce kommen Fertigprodukte nicht ran. In ihnen verstecken sich künstliche Aromen, die der Soßenklassiker gar nicht nötig hat. Die fruchtige Würze kommt ganz von alleine. Sie müssen beim Kochen nur wenige Regeln beachten.

Was wären Nudeln, Hackbällchen und Co. ohne fruchtig-würzige Tomatensauce? Nur halb so lecker! Es lohnt sich also, Tomatensauce selber zu kochen. Einmal davon probiert, und beim nächsten Einkauf würdigen Sie der Tütensoße keines Blickes mehr.

Der Geschmacksunterschied ist riesengroß: Während in der Pulvervariante viele künstliche Aromen stecken, werden für die hausgemachte Tomatensauce sonnengereifte Tomaten eingekocht und gewürzt. Von Juni bis September ist dafür die beste Zeit. Dann ist das Gemüse auch aus dem heimischen Anbau erhältlich.

Sie brauchen für unser Tomatensauce-Grundrezept:

 

 

Tomaten vor dem Enthäuten abbrühen

Tomatensauce - Schritt 1

2 kg Tomaten häuten. Zunächst den Strunk herausschneiden, und die Tomaten in einen großen Topf geben. Kochendes Wasser rübergießen. 30 bis 60 Sekunden ziehen lassen und mit einer Schöpfkelle herausnehmen. Kurz warten, bis die Tomaten abgekühlt sind oder die Tomaten gleich in einen weiteren Topf mit kaltem Wasser legen.

Jetzt kann das eigentliche Häuten beginnen. Ein kleines Küchenmesser zur Hand nehmen, und die Haut langsam abziehen.

Zutaten klein schneiden

Tomatensauce - Schritt 2

Gehäutete Tomaten würfeln. Außerdem je 2 Zwiebeln und Knoblauchzehen klein hacken. Sie sorgen später für die natürliche Würze in der Tomatensauce.

Langes köcheln und mehrmaliges umühren - das macht eine gute Tomatensauce aus!

Tomatensauce - Schritt 3

In einem weiten Topf 4 EL Öl erhitzen. Darin Knoblauch und Zwiebeln andünsten. 2 EL Zucker und 3 EL Tomatenmark zugeben, anschwitzen. Danach 4 EL Essig und die klein gewürfelten Tomaten zugeben. Alles miteinander verühren, salzen und pfeffern. Anschließend 20 bis 30 Minuten köcheln.

Die lange Kochzeit ist das Geheimnis guter Tomatensauce. Mit kurzem Aufkochen ist es nicht getan. Die Aromen sollen sich schließlich miteinander verbinden - und das braucht seine Zeit.

Für den Vorratsschrank die noch heiße Tomatensauce in Gläser abfüllen

Tomaten - Schritt 4

Nach der Kochzeit kann die Tomatensauce sofort weiterverarbeitet werden. Sie können sie aber auch zur Lagerung in saubere Gläser und Flaschen abfüllen und bei Bedarf erneut aufkochen.

Damit sich Tomatensauce länger hält, können Sie folgenden Trick anwenden: Backofen (E-Herd: 100 °C/Umluft und Gas ungeeignet) vorheizen. Flaschen in einer Fettpfanne so anordnen, dass sie sich nicht berühren. Zu 1/3 mit Wasser bedecken und für ca. 1 Stunde in den Ofen schieben. Das Ergebnis hält sich bis zu 9 Monate!

Viermal anders (v.l.n.r.): Tomatensauce mit Kapern, Pfirsich, Softtomaten und Feigen

Der Klassiker ruckzuck aufgepeppt!

Auf den Geschmack gekommen? Dann probieren Sie Tomatensauce viermal anders! Dafür wird das Grundrezept, um weitere Zutaten ergänzt. Für unsere vier Ideen immer gleich: Blätter von 1 Bund Basilikum hacken und unterrühren. Danach variiert die Zubereitung.

Für die Tomatensauce mit Kapern:

 

  • 150 g schwarze Oliven entsteinen.
  • 60 g Kapern abtropfen.
  • Blätter von ½ Bund Oregano, 4 eingelegte Sardellenfilets und 1 rote entkernte Chili hacken.
  • Sardellen und Chili in 1 EL Öl andünsten. Zur Tomatensauce geben, anschließend auch Oliven, Kapern und Oregano. Abschmecken.

 

Für die Tomatensauce mit Pfirsich:

 

  • 2 Pfirsiche häuten, würfeln, dazugeben.
  • Tomatensauce pürieren, 125 ml Prosecco einrühren.
  • Alles noch einmal aufkochen und abschmecken.

 

Für die Tomatensauce mit Softtomaten:

 

 

Für die Tomatensauce mit Feigen:

 

  • 125 g getrocknete Feigen würfeln, mit 2 EL Ricotta unter die Soße rühren. Einmal aufkochen und vom Herd ziehen. Alles fein pürieren.
  • Falls die Soße zu dick ist, noch etwas Wasser unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Tipp: Sowohl das Grundrezept als auch die vier Varianten schmecken vor allem gut zur Pasta. Für alle, die ihre Pizza mit dem fruchtigen Sößchen bestreichen wollen, schauen sich diese Anleitung an. Mit ihr gelingt im Handumdrehen eine tolle Basis.

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