Wie macht man eigentlich eine Gelierprobe?

Gelierprobe
Heiße Fruchtmasse für die Gelierprobe auf einen Teller geben

Marmelade kochen ist keine komplizierte Angelegenheit. Es braucht dafür nicht mehr als reifes Obst, Gelierzucker sowie einen großen Topf. Um das süße Vergnügen aus dem Glas komplett zu machen, sollten Sie eine Gelierprobe machen, um zu überprüfen, ob Konfitüre und Co. nach dem Erkalten die gewünschte Festigkeit erhalten.

 

Gelierprobe – so geht’s Schritt für Schritt

1.    Früchte abwiegen und mit der entsprechenden Menge Gelierzucker mischen.
2.    Frucht-Zucker-Mischung in einem großen Topf unter Rühren aufkochen und mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen.
3.    Nun für die Gelierprobe 1-2 TL heiße Marmelade oder Konfitüre auf einen kleinen Teller geben.
4.    Wird die Fruchtmasse nach 1-2 Minuten Abkühlzeit dicklich bis fest, wird das Eingemachte später nach dem Erkalten ausreichend fest sein.
5.    Ist die Festigkeit nicht ausreichend, die Fruchtmasse länger kochen lassen und die Gelierprobe wiederholen.
6.    Marmelade oder Konfitüre sofort in saubere Gläser füllen, verschließen und auskühlen lassen.

 

Praktische Tipps für die Gelierprobe

  • Wenn Sie den Teller vorher in den Kühlschrank stellen, können Sie die Gelierprobe beschleunigen.
  • Zusätzlich können Sie den Saft einer Zitrone oder ein Päckchen Zitronensäure unterrühren, das erhöht die Gelierfähigkeit des fruchteigenen Pektins.
  • Mischen Sie Früchte mit geringem Pektingehalt, z. B. Erdbeeren oder Kirschen, mit pektinreichen Früchten wie Äpfel, Quitten oder Johannisbeeren, um für mehr Festigkeit zu sorgen.
Gelierzucker zu den Früchten geben
Gelierzucker sorgt für Festigkeit in der Fruchtmasse
 

Geliermittel für Marmelade, Konfitüre und Co.

Das gebräuchlichste Geliermittel zum Marmelade kochen ist Gelierzucker, eine Mischung aus Zucker und pflanzlichem Pektin. Die Wahl des Gelierzuckers beeinflusst den Süßegrad der Fruchtmasse. Sie können zwischen Gelierzucker 1:1, 2:1 und 3:1 wählen. Die Kennzeichnungen beschreiben dabei das Mengenverhältnis von Früchten zu Gelierzucker. Je höher der Fruchtanteil, umso fruchtiger und weniger süß wird die Marmelade oder Konfitüre.

  • Gelierzucker 1:1 >> 1 Teil Früchte auf 1 Teil Gelierzucker
  • Gelierzucker 2:1  >> 2 Teile Früchte auf 1 Teil Gelierzucker
  • Gelierzucker 3:1  >> 3 Teile Früchte auf 1 Teil Gelierzucker

Alternativ können Sie zum Gelieren reines Pektin verwenden. Es wird aus Äpfeln, Quitten oder Zitrusfrüchten gewonnen. Seine gelierende Wirkung entfaltet sich im Zusammenspiel mit Zucker und Säure. Ebenfalls rein pflanzlich ist das aus Algen gewonnene Agar Agar, das nicht nur als Alternative zu Gelatine funktioniert, sondern auch zum Einmachen verwendet werden kann.

Einmach-Knowhow - Schritt für Schritt erklärt:

 

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