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Alles Käse? 5 Fehler beim Käsefondue und wie du sie vermeidest

Käsefondue ist ein Schweizer Nationalgericht, das Genuss und Geselligkeit garantiert – vorausgesetzt, du umgehst diese 5 typischen Fallstricke.

Wenn du diese typischen Fehler vermeidest, gelingt dir das Rezept zu Schweizer Käsefondue Moitié-Moitié im Handumdrehen
Wenn du diese typischen Fehler vermeidest, gelingt dir das Rezept zu Schweizer Käsefondue Moitié-Moitié im Handumdrehen, Foto: Käse aus der Schweiz

Schweizer Käsefondue ist viel mehr als nur eine Mahlzeit. Die Spezialität steht für Gemeinschaft, Tradition und unverfälschten Geschmack. Der geschmolzene Käse im Fonduetopf steht in der Mitte des Tisches, man unterhält sich in geselliger Runde und genießt mitunter einen guten Weißwein oder auch Schwarztee dazu. Die Komponenten für das Fondue sind schnell beisammen: Neben hochwertigen Schweizer Käsesorten benötigst du für das Grundrezept nur eine Handvoll Zutaten und natürlich Brotwürfel zum Eintauchen. Obwohl der Aufwand für ein köstliches Fondue nicht groß sein muss, gibt es typische Fehler, die Anfängern bei der Zubereitung schnell unterlaufen können. Wie dein Fondue zu einem authentischen Schweizer Genussmoment ohne unerwünschte Zwischenfälle wird, erfährst du hier.

Fehler 1: Du verwendest Käse unterschiedlichen Alters

Einfach den Käse in den Fonduetopf geben, der gerade vorrätig ist, weil am Ende sowieso alles schmilzt? Das improvisierte Durcheinanderwürfeln verschiedener Käsespezialitäten hat einen entschiedenen Nachteil: Käsesorten haben unterschiedliche Schmelzeigenschaften. Für ein erstklassiges Käsefondue solltest du dich an traditionelle Rezepte halten – Auswahl gibt es genug, denn jede Region in der Schweiz hat ihre eigenen Vorlieben bei der Rezeptur. Für eine gleichmäßig cremige Masse ist es wichtig, dass sich die verwendeten Sorten auf ähnliche Art und Weise schmelzen lassen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie eine vergleichbare Reifezeit hinter sich haben.

Kurze Transportwege und natürliche Zutaten wie frische Rohmilch werden bei der Käseproduktion in der Schweiz großgeschrieben, Foto: Käse aus der Schweiz

Fehler 2: Der falsche Käse landet im Fonduetopf

Weil Fondue nur aus verhältnismäßig wenigen Zutaten besteht, kommt es ganz besonders auf die Qualität der einzelnen Komponenten an. Käse ist nicht gleich Käse: Die Sorten unterscheiden sich grundlegend in Herstellungsverfahren, Geschmack und Reinheitsgebot. Schweizer Käse eignet sich als hochwertige Zutat eines Fondues besonders gut, schließlich sind Zusatzstoffe und Gentechnik bei dieser Spezialität seit Jahrhunderten tabu. Zudem steht bei der Produktion das Tierwohl im Vordergrund, denn das Schweizer Tierschutzgesetz ist eines der strengsten der Welt. In der Schweiz erfreut sich das klassische Käsefondue Moitié-Moitié großer Beliebtheit. Dafür verwendet man die Schweizer Käsesorten Le Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP – weiter unten findest du das Rezept.

Fehler 3: Verzicht auf Wein ohne geeigneten Ersatz

Du willst dein Fondue alkoholfrei zubereiten? Der Verzicht auf Wein und Kirschwasser ist zwar im traditionellen Rezept nicht vorgesehen, aber prinzipiell möglich. Um trotzdem vollmundigen Geschmack in den Topf zu bringen, solltest du allerdings bei der Flüssigkeit zu einem geeigneten Ersatz greifen: Apfelsaft eignet sich sehr gut im alkoholfreien Käsefondue.

Fehler 4: Der Schmelzprozess geht schief

Jeder, der es schon einmal probiert hat, weiß: Käseschmelzen ist eine Wissenschaft für sich. Schiefgehen kann dabei einiges: Der Käse will partout nicht schmelzen, wird zäh oder so heiß, dass er anbrennt. Damit dein Fondue eine cremige, zart schmelzende Konsistenz erhält, solltest du den Käse so langsam wie möglich zergehen lassen. Außerdem darf beim Raspeln keine Faulheit an den Tag gelegt werden: Je feiner der Käse gerieben ist, desto besser schmilzt er. Im Fachhandel kann man sich den Käse oft bereits an der Theke reiben lassen und so einen wesentlichen Arbeitsschritt bei der Zubereitung sparen.

Fehler 5: Die Weinbegleitung passt nicht

Ein Fondue ist eine Hommage an den Schweizer Käse, der als hochwertiges Naturprodukt unverwechselbare Geschmacksnuancen aufweist. Um die vollmundige Note voll und ganz auszukosten, kommt es auch auf die passende Getränkebegleitung an: Ein unpassender Wein trübt das gesellige Erlebnis. In der Schweiz wird zum Käsefondue gern Chasselas getrunken, ein milder Weißwein, der auch als Fendant oder Gutedel bekannt ist. Andere trockene Weißweine mit geringem Säuregehalt eignen sich ebenfalls als Begleitung.

 

Rezept-Tipp

 

 

Rezept: Schweizer Käsefondue Moitié-Moitié mit verschiedenen Schinken

Käsefondue - das gesellige Schweizer Nationalgericht
So wird es richtig lecker! Foto: Käse aus der Schweiz

Das klassische Schweizer Käsefondue trägt den Namen Moitié-Moitié. Das ist französisch und bedeutet so viel wie „halbe-halbe“, weil man zu gleichen Anteilen Le Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP verwendet. So funktioniert es:

Zutaten für 4 bis 6 Personen:

  • 1 Knoblauchzehe in zwei Hälften geschnitten
  • 300 g Le Gruyère AOP, frisch gerieben
  • 300 g Vacherin Fribourgeois AOP, frisch gerieben
  • 500 ml Weißwein (trocken)
  • 2 TL Maisstärke
  • 1 Msp. Muskatnuss
  • 2 cl Kirschwasser
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 800 g Brot vom Vortag (z. B. Baguette oder verschiedene Brotsorten), gewürfelt
  • 200 g getrocknetes und geräuchertes Fleisch (z. B. Rinderschinken, Speck, Parmaschinken, Bündner Fleisch, Hirschschinken)
  • Gürkchen und Silberzwiebeln
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die beiden geriebenen Käsesorten jeweils getrennt voneinander mit 1 TL Maisstärke in einer Schale vermengen.
  2. Den Fonduetopf mit der Knoblauchzehe einreiben, anschließend den Weißwein darin erhitzen. Ist der Siedepunkt erreicht, Temperatur reduzieren und den Le Gruyère AOP hinzufügen, dabei mit einem Holzlöffel eine Acht rühren. Sobald der Käse geschmolzen ist, auch den Vacherin Fribourgeois AOP hinzugeben und auf die gleiche Weise weiterrühren. Ist alles geschmolzen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Kirschwasser und Zitronensaft hinzufügen.
  3. Brotwürfel in Körben und Schinken, Silberzwiebeln sowie Gürkchen auf Tellern anrichten. Den Fonduetopf auf dem Rechaud bei niedriger Flamme platzieren. Das Fondue soll nun nicht mehr kochen. Zum Genießen die Brotwürfel mit Fonduegabeln eintauchen. Als passende Beilage empfiehlt sich ein Salat mit Chicorée, Weizen und Balsamico-Vinaigrette.

 

 
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