close
Schön, dass du auf unserer Seite bist! Wir wollen dir auch weiterhin beste Unterhaltung und tollen Service bieten.
Danke, dass du uns dabei unterstützt. Dafür musst du nur für www.lecker.de deinen Ad-Blocker deaktivieren.
Geht auch ganz einfach:
ANZEIGE
Lecker und nachhaltig ins neue Jahr

Milch und Milchprodukte in aktuellen Ernährungstrends

Milchprodukte, Fleisch, Gemüse, Getreide – wie ernähren wir uns zukünftig, um unsere Erde zu schützen?

Klimafreundliche Ernährung
Was wird zukünftig in unserem Einkaufsbeutel landen?, Foto: iStock / Sonja Rachbauer

Vegan, vegetarisch oder doch mit tierischen Produkten? Wer sich heute mit einer bewussten und nachhaltigen Ernährung beschäftigt, stößt auf viele Ernährungsweisen, Rezepte und Meinungen. Genussvoll soll es sein, mit wenig Verzicht, aber gleichzeitig auch nachhaltig. Kein Wunder, dass eine pflanzenbetonte, flexitarische Ernährung immer beliebter wird. Hier spielen Milch und Milchprodukte nicht nur eine genussvolle Rolle. Wir zeigen, wie einfach diese Form des Kochens sein kann.

 

Pflanzenbetont und flexitarisch, was ist das eigentlich?

Die pflanzenbetonte, flexitarische Ernährung beschreibt eine Art der Ernährung mit einem hohen Anteil an Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchten & Co. Gleichzeitig schließt sie den bewussten Konsum von tierischen Lebensmitteln ein. Sie stellt damit eine ausgewogene Lebensweise auf pflanzlicher Basis durch die Ergänzung von tierischen Produkten dar. Die Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel sind zusätzliche Nachhaltigkeitskriterien im Sinne einer klimaschonenden Ernährung.

 

Auswahlkriterien für die passenden Lebensmittel

  • Warum regional und saisonal: Wenn auf den Teller kommt, was möglichst aus der Region und saisonal verfügbar ist, dann werden Lebensmittel dort verzehrt, wo sie auch produziert wurden. In der Heimatregion sind die Transportwege entlang der gesamten Produktionskette wesentlich kürzer. So nutzen wir die vorhandenen Nährstoffe optimal, ohne die planetaren Ressourcen zu erschöpfen.
     
  • Bewusster Konsum mit Milchprodukten: Es ist unbestritten, dass tierische Lebensmittel wie die Milch zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen können. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Verzehroption zum Beispiel 250 ml Milch und bis zu 50 bis 60 g Käse, also etwa zwei Scheiben, pro Tag.[1] Auch hier gilt: Was zählt, ist die Herkunft – und die Menge. Qualität geht vor Quantität. Deutschland ist Milcherzeugerland. Milch sowie Milchprodukte sind somit regionale Produkte. Daher empfiehlt es sich, beim Einkauf auf die Herkunft und Qualitätssiegel zu achten.

 

Milchprodukte
Milch trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Sie ist eines der Nahrungsmittel, das eine Quelle von Calcium ist Foto: iStock / karandaev

Wer sich nachhaltig und lecker ernähren möchte, kann sich zum Beispiel an der mediterranen oder der neuen nordischen Ernährung orientieren.

Mediterrane Ernährung
 

Mediterrane Ernährung
Gemüse, Olivenöl und Milchprodukte sind Bestandteile einer mediterranen Ernährung, Foto: iStock / alvarez

Bei der mediterranen Ernährung landen viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Teller – vor allem mit nativem Olivenöl zubereitet. Auch Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte sind ein wichtiger Bestandteil des Essens, das traditionell in den Ländern des Mittelmeerraums gegessen wird.  

Neue Nordische Ernährung

Neben der mediterranen Ernährung gewinnt die neue nordische Ernährung, auch Wikinger-Ernährung genannt, immer mehr Aufmerksamkeit. In der traditionellen Küche der nordischen Länder wird lokales Gemüse wie Wurzelgemüse und Kohl verwendet, außerdem Beeren, Vollkornroggen, Hafer, Rapsöl, Fisch und fettarmer Skyr und Käse.

Lesetipp: Beim Bundeszentrum für Ernährung erfahrt ihr mehr über die nordische Küche. Konkrete Empfehlungen für den Milchkonsum gibt die Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Vergleichen wir die beiden Ernährungsformen, zeigt sich, dass sie sich in vielen Punkten ähneln und beide auf Ausgewogenheit achten. Und wir können beide auch bei uns anwenden: Mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln lassen sich neue, leckere und gleichzeitig nachhaltige Variationen kreieren. Statt Melone aus Italien greifen wir zu heimischem Obst wie Äpfeln und Birnen. Und auch Kartoffeln, Wurzelgemüse, Kohl und Milch sowie Milchprodukte wie Joghurt und Frischkäse landen dabei auf unserem Speiseplan. Ein Beispiel für ein leckeres und nachhaltiges Gericht ist unsere Variation des Lasagne-Klassikers.

Rezept-Tipp

 

Unsere Rezeptinspiration: Sellerie-Lasagne mit Pilzfüllung, Béchamelsoße und Parmesan

Sellerie-Lasagne mit Pilzfüllung, Béchamelsoße und Parmesan
Lecker und leicht gezaubert: Sellerie-Lasagne, Foto: Initiative Milch

Zutaten für 4 Personen:

  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 500 ml Milch (kalt)
  • Saft einer ½ Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Knollensellerie ca. 500 g
  • 150 g Champignons
  • 150 g getrocknete Steinpilze
  • Butter (zum einfetten)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100 g Parmesan
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Oregano
  • 4 Stiele Petersilie
  • 4 EL Olivenöl

Für die Béchamel-Soße:

  1. Die Butter in einen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Sobald sie geschmolzen ist und schaumig kocht, das Mehl unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen hinzugeben.
  2. Dabei darauf achten, dass das Mehl-Butter-Gemisch keine Farbe annimmt. Milch hinzugeben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Zitrone waschen, auspressen und den Saft hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Für die Schichtung:

  1. Die getrockneten Steinpilze für ca. 15 Minuten in warmem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit den Knollensellerie schälen und mit einem Küchenhobel in ca. 1-2 mm feine Scheiben schneiden.
  2. Champignons putzen. Anschließend die Steinpilze abtropfen lassen und leicht ausdrücken. Steinpilze und Champignons klein hacken. Zwiebel und Knoblauch pellen. Zwiebel in 0,5 cm Würfel schneiden sowie den Knoblauch fein hacken.
  3. Olivenöl, Zwiebel, Knoblauch und Pilze in einer Pfanne auf mittlerer Hitze anbraten. Rosmarin, Thymian und Oregano zupfen, fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Parmesan reiben und in eine Schüssel geben.
  5. Backofen auf 175 °C (Umluft) oder 195 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Auflaufform (ca. 25 x 25 cm) mit Butter einfetten und mit einer Schicht Béchamel-Soße befüllen, bis der Boden leicht bedeckt ist. Anschließend die Auflaufform abwechselnd mit Sellerie, Pilz-Mischung und Béchamel-Soße befüllen. Diesen Vorgang etwa 3- bis 4-mal wiederholen, bis die Auflaufform voll ist. Mit Béchamel-Soße abschließen und mit Parmesan bestreuen. Lasagne im heißen Backofen auf mittlerer Schiene ca. 20-25 Minuten goldgelb backen.
  6. In der Zwischenzeit die Petersilie fein hacken.
  7. Die fertige Lasagne auf Tellern portionieren und mit Petersilie, Olivenöl, Salz und Pfeffer garnieren.

Lust auf weitere Rezepte zu dieser Ernährungsweise mit Milch? Oder möchtest du dich über moderne Milchproduktion, vorgestellt von jungen Landwirt:innen, informieren? Bingo! Mehr Informationen rund um diese Themen sowie Rezeptinspirationen findest du in den Let’s talk Milch-Podcasts der Initiative Milch, zu hören auf Spotify, Deezer und Apple Podcasts, der Website der Initiative Milch oder unserer Kochshow

Let's Talk Milch Podcast

Podcast-Moderator Tarik mit Valeska, Dr. Silke Lichtenstein und Daniel Anthes, Foto: Initiative Milch

 

Blick in die Zukunft: Wie sieht die moderne Ernährungsform der Zukunft mit Milch aus Sicht eines Trendforschers aus?

Karnivore Ernährung (mit Fleisch), vegetarisch (kein Fleisch) oder vegan (rein pflanzliche Ernährung)? Trendforscher Daniel Anthes ist sich sicher, dass wir uns in der Zukunft flexitarisch ernähren werden: “Wir werden weder alle Veganer:innen – noch bleiben wir die Karnivoren, die wir mal waren. Gesellschaftlicher Wandel vollzieht sich zwischen den Extremen: Flexitarier:innen genießen den Konsum tierischer Lebensmittel bewusst und achten beim Kauf von Milch oder Fleisch besonders auf Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit.”  

Kategorie & Tags
Copyright 2023 LECKER.de. All rights reserved