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Passionsfrucht trifft auf Maracuja – gibt es einen Unterschied?

Obwohl „Passionsfrucht“ und „Maracuja“ eng verwandt sind, unterscheiden sie sich in Aussehen und Geschmack. An dieser Verwirrung ist der Handel nicht ganz unschuldig: Während uns die Passionsfrucht zwar auf den Verpackungen vieler Säfte entgegenlacht, ist in Wirklichkeit meist Maracuja darin verarbeitet.

Passionsfrucht trifft auf Maracuja
Foto: PantherMedia

Es gibt etwa 20 essbare Passionsfruchtarten, wobei nur zwei davon auf unserem Speiseplan eine wirkliche Bedeutung finden: die Passionsfrucht (Purpurgranadilla) und die Maracuja (Gelbe Granadilla). Die Früchte gibt es in verschiedensten Farben und Formen und mit bis zu 250 Samenkernen. Die Kerne sind essbar und von saftigem Fruchtfleisch umgeben. Mit zunehmender Reife bekommen die Früchte eine schrumpelige Haut und entfalten erst dann ihr volles Aroma, daher empfiehlt es sich, sie bis zu diesem Zeitpunkt nachreifen zu lassen.

Sobald die Früchte ihre volle Reife erreicht haben, fallen sie von der Pflanze ab. Die Früchte findet man bei uns allerdings nur im Supermarkt, denn nur im tropischen Klima fühlen sie sich wohl. So stammen rund 87 Prozent der Weltproduktion aus Brasilien und Ecuador.

 

Zum Frischeverzehr: Passionsfrucht

Passionsfrucht
Passionsfrucht, Foto: PantherMedia

Im Inneren der rundovalen Purpurgranadillas befindet sich das gelb-orange leuchtende Fruchtfleisch. Die äußere Haut verändert sich je nach Reifegrad von grünbraun zu purviolett, wofür das Aussehen der Passionsfrucht letztendlich bekannt ist. Die Purpurgranadilla hat das ausgewogenste und feinste Aroma unter den Passionsfruchtarten und wird deshalb auch für den Frischeverzehr, wie beispielsweise als frische Note in Desserts, bevorzugt.

 

Zur Saftgewinnung: Maracuja 

Maracuja
Maracuja, Foto: PantherMedia

Im Vergleich zur Passionsfrucht hat die Maracuja einen dreifach höheren Provitamin-A-Gehalt, aber auch einen deutlich höheren Säuregehalt. Daher und aufgrund der höheren Erträge wird die Maracuja vorzugsweise für die industrielle Saftgewinnung genutzt und ist als frische Frucht nur selten in unseren Supermärkten zu finden.

 

Lagerung

Sowohl die Maracuja als auch die Passionsfrucht können im normalen Kühlteil bis zu 22 Tage gelagert werden. Wenn man die Früchte im noch unreifen Zustand – glatter Haut – kauft,  ist es ratsam sie bei Zimmertemperatur weiter reifen zu lassen, bis die äußere Schale schrumpelig wird und sich das volle Aroma und die richtige Süße entfaltet haben.

In pürierter Form, idealerweise in Eiswürfelbehältern, lässt sich das Fruchtfleisch bis zu 12 Monate im Gefrierfach aufbewahren. Kleiner Tipp: Gib die Eiswürfel dann zu einem Glas Wasser oder Prosecco hinzu – besonders im Sommer herrlich erfrischend.

Rezept-Tipp

 

Passionsfrucht-Sorbet für 4 Personen

Passionsfrucht-Sorbet
Passionsfrucht-Sorbet, Foto: PantherMedia

1. 20 Maracujas halbieren, das Fruchtfleisch mit den Kernen mit einem Teelöffel herauslösen und in einen hohen Rührbecher geben. 200 ml Orangensaft hinzufügen, alles mit dem Stabmixer kurz pürieren, sodass sich das Fruchtfleisch von den Kernen löst.

2. Die pürierte Fruchtmasse durch ein feines Sieb streichen, dabei die Kerne im Sieb verwerfen.

3. 150 ml trockenen Weißwein mit 100g Zucker in einem Topf sirupartig einkochen, dabei öfters umrühren. Den Sirup anschließend im kalten Wasserbad möglichst schnell kalt rühren.

4. Die Maracuja-Orangenmasse mit dem Wein-Sirup in einer Schüssel verrühren. Die Schüssel mit Folie verschließen und für ca. 4 Stunden in den Tiefkühler stellen. Die Masse im Tiefkühler alle 20-30 Minuten durchrühren, damit sich möglichst kleine Kristalle bilden. Alternativ kann man die Sorbetmasse auch in einer Eismaschine cremig frieren.

5. Das Sorbet etwa 10 Minuten vor dem Servieren antauen lassen, eventuell nochmal kurz durchrühren und nach Belieben mit einem heiß abgespülten Esslöffel zu Nocken formen und in Dessertschalen oder -gläser füllen. Nach Belieben mit Himbeeren und Minze garnieren.

Details zu den einzelnen Zubereitungsschritten findest du hier

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