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Schweizer Käsevielfalt

Die wichtigsten Sorten im Überblick

Mit viel Liebe und bester heimischer Milch wird in der Schweiz jeder Käselaib nach überlieferten Rezepturen hergestellt.

Schweizer Käsevielfalt: Die wichtigsten Sorten im Überblick
Foto: Käse aus der Schweiz

Viele der Schweizer Hart-, Schnitt- und Weichkäsesorten gibt es in unterschiedlichen Reifegraden von mild bis vollwürzig. Als Faustregel gilt: Je länger die Reifedauer, desto intensiver der Geschmack. Diese unterschiedlichen Sorten und besonderen Eigenschaften solltest Du kennen. 

 

Appenzeller Käse - Der Würzige

Der in Deutschland beliebteste und meistverkaufte Käse aus der Schweiz ist der Appenzeller Käse, benannt nach seinem Ursprungsgebiet, dem Kanton Appenzell. Sein Teig ist elfenbeinfarbig bis hellgelb und hat nur wenige, etwa erbsengroße Löcher. Seinen einzigartig würzigen Geschmack verdankt er der Pflege mit einer ausgesuchten und geheimen Mischung aus Kräutern, Blüten, Samen und Rinden – der sogenannten Kräutersulz. Damit wird er während der drei- (Mild-Würzig), vier- bis fünf- (Kräftig-Würzig), sechsmonatigen (Extra-Würzig) oder neunmonatigen (Edel-Würzig) Reifezeit regelmäßig gepflegt. Das Rezept der Kräutersulz ist ein gut behütetes Geheimnis, das seit rund 700 Jahren von Generation zu Generation vererbt wird. Kräutersulz und Reifezeit machen den Appenzeller Käse zum würzigsten Käse der Schweiz.

 

Schweizer Emmentaler AOP* - Der Nussige

Feinste Handarbeit und eine herausragende Qualität kennzeichnen den weltberühmten original Schweizer Emmentaler AOP. Der Geburtsort dieses großen Käses ist das Emmental im Schweizer Mittelland – vielfach kopiert ist somit nur der Schweizer Emmentaler AOP das Original. Für einen rund 95 Kilo schweren Laib mit einem Durchmesser von 80 bis 100 Zentimetern verarbeiten Käsermeister circa 1.200 Liter naturbelassene heimische Rohmilch. Während der mindestens viermonatigen Reifezeit erhält der Käse mit den typisch großen Löchern sein nussig-würziges Aroma. Er passt gut zu Frühstück oder Brotzeit und ist auch eine geschmackvolle Grundlage in der warmen Küche.

Die volle Käse-Vielfalt der Schweiz, Foto: Käse aus der Schweiz
 

Le Gruyère AOP* - Der Fruchtige

Ein Käse mit Tradition – das ist Le Gruyère AOP. Seit dem Jahr 1115 wird der meistproduzierte Käse der Schweiz in der Region La Gruyère in der französischsprachigen Westschweiz nach dem ursprünglichen Rezept hergestellt. Seine lange Tradition, tagesfrische Schweizer Milch und echte Handarbeit verleihen dem Rohmilchkäse einen fruchtig-kräftigen und gleichzeitig harmonischen Geschmack, den Käsekenner schätzen. Die durchschnittlich 35 Kilogramm schweren Laibe reifen mindestens fünf Monate auf Fichtenholzbrettern. Der ursprüngliche Käse ist ein Muss auf jeder Käseplatte und darf auch im Schweizer Nationalgericht Käsefondue „Moitié-Moitié“ nicht fehlen. 

 

Tête de Moine AOP* - Der Blumige

Tête de Moine AOP wird aus naturbelassener Bergrohmilch aus dem Schweizer Jura nach den strengen Vorgaben des AOP-Pflichtenhefts hergestellt und entwickelt während der Reifung auf Tannenholzbrettern sein einzigartiges Aroma. Damit sich der Geschmack dieser fast 800-jährigen Spezialität voll entfalten kann, heißt es vor dem Genuss drehen statt schneiden: Mit einem speziellen Drehmesser wird der kompakte, zylindrische Laib zu weltweit einzigartigen, blumig-würzigen Rosetten geformt und ist somit auch ein echter Augenschmaus. Der „Mönchkopfkäse“ ist nach seinen Erfindern benannt: den Mönchen des Klosters Bellelay im Kanton Jura. 

 

Sbrinz AOP* - Der Vollmundige

Der vollmundig-mürbe Sbrinz AOP reift mindestens 18 Monate und eignet sich zum Reiben, Hobeln oder Abstechen kleiner Stückchen, der sogenannten „Möcklis“. Diese Hartkäsespezialität ist eine der ältesten Käsesorten Europas. Seine Wurzeln reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, erstmals namentlich erwähnt wurde er vor 500 Jahren. Bereits im 16. Jahrhundert exportierten die Käsermeister den Sbrinz AOP aus der Innerschweiz mit Mauleseln nach Italien. Kein Wunder also, dass der Sbrinz AOP mit seiner unverwechselbar bröckelnden Textur als Vorbild des Parmesankäses gilt. 

 

* Und was bedeutet AOP? Die geschützte Ursprungsbezeichnung AOP (Appellation d’Origine Protégée) stellt sicher, dass die Qualitätsprodukte im Ursprungsgebiet erzeugt, verarbeitet und veredelt worden sind.

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