Das Kuchengabel-Mysterium - warum hat die kleine Gabel eigentlich eine Ecke?

Birte Wloka
Kuchengabel
Drei Zinken, speziell geformt - so sieht die typische Kuchengabel aus - Foto: Westend61, GettyImages

Neulich am Kuchenbuffet: "Was hast du denn mit der Kuchengabel gemacht, da fehlt ja ne Ecke?“. "Aber so sehen Kuchengabeln doch immer aus.“. "Wirklich? Das ist mir noch nie aufgefallen. Warum ist das denn so?“. Auf diese Frage wusste schließlich niemand in der Runde eine Antwort. Grund genug für uns, dem Kuchengabel-Mysterium einmal auf den Grund zu gehen.

Wie Tortenheber, Zuckerschaufel, Teel- und Sahnelöffel ist die Kuchengabel Teil des Kaffeebestecks. Mit ihrer Hilfe verspeist man, wie der Name schon sagt, leckeren Kuchen, aber natürlich auch sahnige Torten und süßes Gebäck.

 

Aus zwei mach eins

Im Gegensatz zur Tafelgabel und der kleineren Dessertgabel, die über vier Zinken verfügen, hat die Kuchengabel nur drei. Das lässt sich damit erklären, dass die einzelnen Zinken bei einer Verkleinerung der Tafelgabel auf das Kuchengabel-Format schlichtweg zu klein und instabil geworden wären und aus diesem Grund ganz einfach auf eine Zinke verzichtet wurde.

Die linke Zinke ist bei Kuchengabeln breiter als die beiden anderen und hat an der Spitze zusätzlich eine kleine Einkerbung. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Bis zirka 1930 wurde Kuchen noch mit Messer und Gabel gegessen. Um das geliebte Gebäck schneller und unkomplizierter verspeisen zu können, wurde aus zwei Besteckteilen die Kuchengabel mit der breiten linken Zinke inklusive einer kleinen Ecke, die zum Zerteilen von Kuchenstücken diente und das Messer ersetzen sollte.

Hinzu kommt, dass Besteck früher aus weichen Metallen wie Kupfer, Messing oder Silber gefertigt wurde. Eine schmale Zinke hätte sich also beim Zerkleinern harter Mürbeteigböden und ähnlichem verbogen, wäre sie nicht verstärkt worden. Bei der Linkshänder-Variante der Kuchengabel ist analog dazu übrigens die rechte Zinke die breitere.

Kaffeetafel
Teller, Tasse, Kuchengabel und Co.: auf der Kaffeetafel hat alles seinen Platz - Foto: cmfotoworks, Fotolia.com
 

Kaffeetafel-Knigge: Was liegt wo?

Wo auf der Kaffeetafel platziert man eigentlich die Kuchengabel, wenn man zu besonderen Anlässen den Tisch korrekt eindecken möchte?
Für den perfekten gedeckten Tisch ordnet man zunächst den Kuchenteller in der Gedeckmitte an. Die Untertasse steht rechts oberhalb davon. Die Tasse wird mit dem Henkel nach rechts unten darauf gestellt. Den Kaffeelöffel platziert man auf der Unterasse mit dem Griff nach rechts unten, oberhalb der Tasse.

Die Kuchengabel liegt dann rechts neben dem Teller oder waagerecht, mit dem Griff nach rechts, über dem Teller. Alternativ kann sie zusammen mit einer Serviette auf dem Kuchenteller eingedeckt werden.

 


An die Kuchengabel, fertig, los!

Ist der Tisch eingedeckt, fehlen nur noch leckere Kuchen und Torten zum genüsslichen Verspeisen. Eine vielfältige Gebäckauswahl vom kleinen, feinen Tartelett, über köstliche Rührkuchen bis hin zur prächtigen Torte bieten unsere Rezeptideen für ein festliches Kuchenbuffet. Dazu eine Tasse frisch aufgebrühter Filterkaffee und die Gäste können kommen!
 

Kategorie & Tags
Mehr zum Thema
Spiralschneider
 
Preis: EUR 7,49 Prime-Versand
Avocadoschneider
 
Preis: EUR 9,99 Prime-Versand
Smoothie Mini Mixer
UVP: EUR 59,99
Preis: EUR 29,90 Prime-Versand
Sie sparen: 30,09 EUR (50%)
Mutti kocht am besten Online

LECKER Magazin

LECKER bei WhatsApp

LECKER Scouts - jetzt anmelden und testen!
 
 

LECKER Community - Jetzt anmelden

 

LECKER Abo mit Prämie

Hier geht's zum Abo >>

Vielen Dank, dass dir unsere Rezepte und Artikel auf
www.LECKER.de gefallen.
Wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch!
Copyright 2015 LECKER.de. All rights reserved