Schlehen - am besten nach dem ersten Frost

Schlehen finden Sie selten im Supermarkt, eher auf Wochen- und Bauernmärkten.
Schlehen finden Sie selten auf Märkten, eher wild am Waldrand.

Schlehen sind fast in Vergessenheit geraten, denn sie sind für den Handel kaum geeignet. Trotzdem lohnt es sich, an Weg- und Waldrändern nach den Sträuchern Ausschau zu halten - und mit den Früchten einen köstlichen Likör anzusetzen!

Schlehen - Herkunft:

Die kirschgroße, schwarzblaue Schlehe gilt als Stammmutter der Pflaume. Der stachelige Strauch, an dem die Früchte wachsen, wird Schlehdorn, Hecken- oder auch Schwarzdorn genannt. Für viele Vogel- und Insektenarten ist der genügsame Schlehdorn ein idealer Lebensraum, deshalb wird er häufig an Weg- und Waldrändern und in Gärten gepflanzt.

Schlehen - Einkauf/Saison:

Im Oktober sind die Schlehen reif, aber noch nicht genießbar. Erst bei Frost werden die bitteren Gerbstoffe teilweise abgebaut und die Früchte weicher und süßer. Wenn Sie Schlehen ernten, bevor es friert, können Sie die Früchte aber auch einfrieren - das hat den gleichen Effekt. Schlehen verderben schnell und schmecken roh - trotz Frost - eher herb. Sie kommen deshalb kaum in den Handel und werden eher auf Bauermärkten verkauft. Wenn Sie Schlehen wild pflücken, achten Sie bitte darauf, dass die Sträucher abseits von großen Straßen oder Industrieanlagen wachsen - die Früchte könnten sonst mit Schadstoffen belastet sein.

Schlehen - Verwendung:

Schlehen lassen sich gut zu Saft, Marmelade oder Gelee verarbeiten. Ziehen die Früchte ein paar Wochen in Korn oder Wodka, entsteht ein köstlicher Schnaps, der sogar noch besser schmeckt, je länger er lagert.

Hier geht's zum Rezept für Schlehenlikör >>

Schlehenlikör
Schlehenlikör

Schlehen - Aufbewahrung:

Frische Schlehen halten sich nicht besonders lange. Sie sollten sie nach dem Pflücken so schnell wie möglich verarbeiten oder einfrieren.

Schlehen - Ernährung:

Reife Schlehen enthalten reichlich Vitamin B1 und Vitamin C. Die Kerne enthalten das giftige Blausäureglykosid Amygdalin, das im Körper zu Blausäure umgewandelt wird. Es sorgt für das typische Bittermandelaroma. Die Menge ist aber laut Verbraucherschützern eher gering. Beim Genuss von Alkohol, in dem ganze Schlehen eingelegt wurden, besteht daher kein Grund zur Besorgnis.

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