Fasten

Fasten - fasten
Steht ganz oben auf dem Fasten-Plan: Viel Wasser trinken!

Das Fasten wurde schon in der Antike als Therapieform eingesetzt, heute spielt Fasten in fast jeder Weltreligion eine Rolle. In unserer westlichen Gesellschaft ist das Fasten zu Ostern am bekanntesten, der Körper soll entschlacken und von Rest- und Giftstoffen reingewaschen werden.

Fasten bedeutet, Körper und Geist zu reinigen, den Organismus durch die reduzierte Nahrungsaufnahme zu entgiften und sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Der Körper stellt seinen Stoffwechsel um und ernährt sich von innen. So werden Fettreserven und „Schlacken“ verbrannt.

Im Zusammenhang mit dem Fasten fallen häufig die Begriffe Entschlackung, Entsäuerung und Entgiftung. Hier teilen sich die Meinungen. Einige Experten stufen diese Prozesse als wissenschaftlich nicht begründbar ein. Ihrer Ansicht nach werden nicht verwertbare Stoffwechselprodukte durch die Nieren ausgeschieden, „Schlacken“ gibt es im Körper nicht. Verfechter der Fasten-Theorie halten dagegen, dass diese Ausscheidung durch ungesunde Ernährung oder andere Belastungen von außen gestört sein kann und zum Beispiel Medikamentenrückstände, Gift-, Farb- oder Konservierungsstoffe erst beim Fasten vollständig ausgeschwemmt werden.

Außerdem kann Fasten durch aktiven Säureabbau durchaus das Säure-Basen-Gleichgewicht im Organismus wieder herstellen und den Körper vor Übersäuerung schützen.

Die verschiedenen Fasten-Methoden

Beim Fasten gibt es verschiedene Varianten. Je nachdem, wie „gesund“ man ist und am besten nach ärztlicher Untersuchung, sollte man sich für eine der Formen entscheiden.

Beim totalen Fasten werden nur Mineralwasser, ungesüßter Tee und andere energiefreie Getränke zu sich genommen. Zusätzlich werden Mineralstoff- und Vitaminpräparate verabreicht. Das totale Fasten sollte unbedingt von einem Arzt beaufsichtigt werden, da bei einer Mangelernährung immer Risiken bestehen.

Das modifizierte Fasten kommt dem totalen Fasten sehr nah. Hier werden dem Körper ergänzend Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß in Form von speziellem Pulver zugeführt.

Beim Saft-Fasten werden innerhalb der ersten drei Tage der Fastenzeit geringe Mengen an Reis, Obst und Rohkost verzehrt. Anschließend gibt es nur noch Mineralstoffe, Vitamine und kleine Mengen Kohlenhydrate. Diese stecken in Obst- und Gemüsesäften, Tee und Gemüsebrühe. Nach dem Saft-Fasten folgt eine Aufbaukost.

Diese Fasten-Methoden dienen vor allem der schnellen Gewichtsabnahme. Wer allerdings wirklich abnehmen will, sollte das Fasten nur als Einstieg in eine grundlegende Umstellung der Ernährung nutzen. Ansonsten droht der Jojo-Effekt.

Das Heilfasten wird dagegen eher zur Heilung oder Vorbeugung bestimmter Krankheiten eingesetzt. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Migräne, Allergien, Hautkrankheiten oder auch psychisch bedingte Erkrankungen.

Richtig durchgeführt kann Fasten Leib und Seele zu neuem Wohlbefinden verhelfen, als Dauerkost ist es allerdings nicht geeignet.

Schlank-Getränke für einen abwechslungsreichen Fasten-Plan:

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