Vergleichstest

Reiskocher-Test: 4 Multitalente im Vergleich

Auf die Größe kommt es nicht nur beim Reiskorn an, auch beim Reiskocher: Im Mini für das WG-Zimmer bis zum XL für die Familie gelingen Lieblingsgerichte wie auf dem Herd. Wir haben die Qualitäten und vielversprechenden Zusatzprogramme einiger Modelle getestet.

Drei Reiskocher auf einem Siegertreppchen
Den Unterschied beim Lauben Low Sugar Rice Cooker 3000 WT, Rommelsbacher MRK 500 und Reishunger Digitaler Mini Reiskocher macht vor allem die Größe. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
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Reiskocher sind aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch sie können mehr, als nur verschiedene Reissorten perfekt garen: Gemüse dünsten, Porridge kochen und sogar Kuchen backen.

Wir haben für diesen Vergleich nur Reiskocher mit digitaler Steuerung getestet: Alle Testgeräte haben ein Display, auf dem die Programmnamen und die Programmdauer angezeigt werden. Reiskocher haben je nach Modell fünf bis sieben Programme.

Dabei haben wir nicht nur die namensgebende Zutat Reis getestet, sondern auch Gemüse, Fleisch und Fisch. Besonders der weiße Spargel, den wir im Reiskocher gekocht haben, hat es uns angetan! Der Dampfeinsatz, der dafür nötig ist, wird bei allen Modellen mitgeliefert. So auch ein kleiner Messbecher, um Zutaten und Wasser richtig zu dosieren.

In unseren Testrichtlinien findest du, nach welchen Kriterien wir testen.

Alle Reiskocher im direkten Vergleich

1
Vielfältiger Testsieger
Rommelsbacher Multi Reiskocher MRK 500
Rommelsbacher Multi Reiskocher MRK 500
Amazon Prime
2
Perfekt für Familien
Lauben Low Sugar Reiskocher Rice Cooker 3000 WT
Lauben Low Sugar Reiskocher Rice Cooker 3000 WT
3
Kreativer Mini
Reishunger Digitaler Mini Reiskocher
Reishunger Digitaler Mini Reiskocher
4
Preis-Leistung
Lauben Low Sugar Rice Cooker 1500WT
Lauben Low Sugar Rice Cooker 1500WT
Amazon Prime
Unsere Bewertung
4,5 / 5
4,4 / 5
4,2 / 5
4 / 5
Vor- und Nachteile
    • manuelle Zeitwahl

    • Gemüse & Risotto

    • 40 min Garzeit

    • Dämpfeinsatz wird heiß

    • Timer-Funktion

    • Gemüse dämpfen

    • Extra-Programm überzeugt nicht

    • Zu groß für kleine Küchen

    • Crispy- & Sushi-Reis

    • Tragegriff

    • Dämpfeinsatz aus Kunststoff

    • Ideal für 1 bis 2 Personen

    • Gerät bleibt außen kühl

    Mehr Vorteile
    • Kein extra Gemüse-Programm

    • Extra Programm überzeugt nicht zu 100%

Weitere Informationen zum Produkt

Letztlich kochen Reiskocher auch nur mit Wasser, aber die elektronische Steuerung der Temperatur sorgt für eine gleichmäßige Garung, die Nährstoffe und Vitamine weitgehend erhält, aber auch mehr Geschmack.

Dampfender Reis auf Reislöffel
Dampfender Reis mit mehr Geschmack ist jedes Mal das Ergebnis beim Öffnen des Reiskocher-Deckels. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Das Gehäuse bleibt kühl, so dass sich niemand verbrennen kann. Alle Modelle haben zuverlässig gearbeitet, ohne dass der Inhalt angeklebt oder angebrannt ist.

Rommelsbacher Multi Reiskocher MRK 500 Risa

Der knappe Testsieger Rommelsbacher MRK 500 überzeugt uns mit seinem Gesamtpaket: Programme, Größe und Ergebnisse des Low-Carb-Programms. Mit einem Fassungsvermögen von 1,5 Litern ist er ein kompakter Küchenhelfer für bis zu vier Portionen Reis.

(1/7)
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Der Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 hat auch in kleinen Küchen Platz. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Mit den Standard-Programmen gelingen weißer Basmati- und Vollkorn-Reis im Test jedes Mal perfekt. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Mit dem Dampfgareinsatz kann zusätzlich Gemüse wie Rote Bete, Fenchel oder Brokkoli gedünstet werden. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Übergebliebenes vom Vortag kann zusammen mit tiefgekühlten Extras aufgewärmt werden. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Die Grundzutaten macht der Rommelsbacher-Reiskocher ohne umrühren zu Pilzrisotto. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Den Multi Reiskocher kann man problemlos berühren, er wird von außen nicht heiß. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann
Rommelsbacher Multi Reiskocher 500 in der Küche
Weißer Basmati-Reis schmeckt nach dem Low-Carb-Programm im Rommelsbacher-Reiskocher MRK 500 genauso gut. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Für einen Haushalt mit zwei Personen und einer kleinen Küche ist er geradezu ideal, auch wenn er nicht zu den Hochleistungsgeräten gehört.

Die Bedienung ist einfach und minimalistisch in den Funktionen, daher besonders geeignet für Reisklassiker. Bei allen Versuchen in unserem Test ist es gelungen, den Reis für das geplante Gericht perfekt zu kochen.

Obwohl wir anfangs skeptisch waren, hat vor allem die Low-Carb-Funktion positiv überrascht: Im Geschmack steht das Ergebnis dem des Standardprogramms in nichts nach. Zusätzlich macht es ein gutes Gefühl, weniger Kalorien zu sich zu nehmen. Wer sich Low-Carb oder Keto ernährt, aber trotzdem nicht auf Reis verzichten möchte, wird die Zusatzfunktion des Reiskochers von Rommelsbacher auf jeden Fall zu schätzen wissen.

Test des Rommelsbacher MRK 500

Lauben Low Sugar Rice Cooker 3000WT

Der XL-Reiskocher Lauben Low Sugar Rice Cooker 3000WT ist besonders für Familien wärmstens zu empfehlen. Wie ein Ufo, das in der Küche gelandet ist, nimmt dieses Gerät viel Arbeit ab, hilft bei One-Pot-Gerichten und beim Meal-Prepping für die Woche.

Lauben Low Sugar Rice Cooker 3000WT mit Reis neben Herd
Der XL-Reiskocher von Lauben bietet Programme für Reis, andere Getreidearten & Gemüse.

Insgesamt gefällt uns das schlichte Design und die Kompaktheit. Vor allem die Funktionen Slow- und Quick-Cook haben uns überzeugt.

Die namensgebende Funktion des Desugar hat uns nicht ganz so begeistert. Der Reis büßt anders als in vergleichbaren Programmen bei anderen Modellen an Textur und Geschmack ein. Ob die Funktion tatsächlich vierzig Prozent weniger Zucker im Reis zurücklässt, wie der Hersteller verspricht, lässt sich zudem nicht mit Sicherheit sagen.

Wer viel Wert auf eine kohlenhydratarme Ernährung legt, kann es mit anderen Zutaten und der Extrafunktion für Gemüse versuchen.

Test des Lauben Low Sugar Rice Cooker 3000WT

Reishunger Digitaler Mini Reiskocher

Der Mini-Sieger der Herzen: Mit 0,6 Litern Nutzinhalt ist der digitale Mini Reiskocher von Reishunger das kleinste Gerät, das wir getestet haben. Ungewöhnlich im Design, viel verspielter auch im Programm: Statt auf Gesundheit setzt Reishunger auf Abwechslung.

Mini-Reiskocher von Reishunger neben Herd
Der Mini-Sieger der Herzen: Digitaler Mini-Reiskocher von Reishunger Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Durch sein Taschenformat ist er ideal für Studentenbuden, Einzimmerwohnungen oder auch unterwegs in Ferienwohnungen oder beim Camping.

So einfach zu bedienen, dass er auf den ersten Blick wie ein Reiskocher für Anfänger aussieht. Er bietet jedoch alle Funktionen eines professionellen Gerätes. Vor allem die Programme für Reisgerichte wie chinesisches Congee oder persisches Tadig kennenzulernen und selbst zuzubereiten, erweitert unser Reiswissen und macht Lust auf mehr.

Test des Reishunger Digitaler Mini Reiskocher

Lauben Low Sugar Rice Cooker 1500WT

Den Lauben Reiskocher gibt es in zwei Größen, neben dem „großen Bruder“ haben wir die kleinere Version Lauben Rice Cooker 1500WT mit 1,5 Liter Füllmenge getestet. Der Reiskocher eignet sich mit der geringen Mindestmenge besonders gut für Zweipersonenhaushalte.

Mit seinen Maßen 22,5 x 21,5 cm passt er auch in kleine Küchen. Bei den sechs Programmen gibt es zwar ein Zusatzprogramm für Porridge, für Gemüse gibt es hingegen keines.

Test des Lauben Low Sugar Rice Cooker 1500WT

Zahlen & Fakten

In der folgenden Tabelle findet ihr alle von uns getesteten Reiskocher mit den wichtigsten Eigenschaften und Werten im direkten Vergleich.

Rommelsbacher MRK 500

Lauben 3000 WT

Reishunger Mini

Lauben 1500 WT

Leistung

500 Watt

605 Watt

350 Watt

500 Watt

Füllmenge

1,5 l

3 l

0,6 l

1,5 l

Zusatzprogr.

Suppe & Aufwärmen

Gemüse & Porridge

Crispy & Sushi

Porridge

Gesundheit

Low Carb

Low Sugar

-

Low Sugar

Ø Garzeit

40 min

35 min

26 min

35 min

Warmhalten

1 h

24 h

24 h

24 h

So funktionieren Reiskocher

Wie man einen Toaster oder einen Wasserkocher bedient, ist jedem auf Anhieb klar. Bei anderen Geräten in der Küche hilft manchmal ein wenig Anleitung:

Grundsätzlich funktionieren diese Reiskocher nach dem Dampfgarprinzip. Das heißt, auf der inneren Heizplatte wird der Innentopf erhitzt, in dem sich neben der festen Zutat etwa die doppelte Menge Wasser befindet, das dann im Prozess verdampft und so die Speisen gart. Die digitale bzw. elektronische Temperaturregelung über Sensoren sorgt dabei für eine konstante Temperatur.

Temperatur Sensor im Rommelsbacher Reiskocher Deckel
Ein Blick unter den Deckel zeigt das kleine metallene Thermometer neben dem Dampfablass. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Neben den Sensoren haben alle Geräte gemeinsam den Vorteil, dass ich Lebensmittel mit keinem oder sehr wenig Fett zubereiten konnte. Die Programme laufen in den Reiskochern automatisch mit der passenden Laufzeit, bei einigen kann ich die Garzeit noch manuell einstellen. 

Reis und Erbsen im Reiskocher-Topf
Auch beim Andünsten von Reis mit Gemüse kommt der Reiskocher ohne Öl zurecht. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Kochen mit dem digitalen Reiskocher ist ganz einfach:

1.    Den Reis in einer Schüssel waschen, umrühren und das Wasser so oft wechseln, bis es klar ist.

2.    Reis in den Topf geben.

3.    Programm wählen (Laufzeit durchschnittlich eine halbe Stunde).

4.    Nach dem Kochen hält der Reiskocher den Reis warm.

5.    Den gegarten Reis mit dem Reislöffel auflockern und herausnehmen.

Dampfender Reis auf Reislöffel
Ein Reislöffel der Topf und Dampfgareinsatz nicht zerkratzt war bei allen Modellen im Test dabei. Foto: LECKER.de/Emily Beckmann

Reiskocher-FAQ

Reis ist eine Getreideart und gehört zur Familie der Süßgräser. Wie Brot, Müsli, Nudeln oder Haferflocken ist er ein wichtiger Lieferant von stärkehaltigen Kohlenhydraten. Kohlenhydrate sind ein Sammelbegriff für Zucker.

Im Rahmen einer bewussten Ernährung oder auch bei einer Low-Carb-Diät möchten viele auf zusätzliche Kohlenhydrate in Lebensmitteln verzichten, um Beilagen möglichst kalorienarm und bekömmlich zu gestalten. Reiskocher mit Low-Carb- oder Low-Sugar-Programmen trennen laut Hersteller während des Kochens im Dampfgareinsatz den Zucker von der im Reis enthaltenen Stärke und fangen ihn im Restwasser des Innentopfes auf.

Wir würden generell davon abraten, Reis länger als 24 Stunden in der Maschine oder im Kühlschrank aufzubewahren. Durch seine poröse Oberfläche und Zusammensetzung ist er anfällig für Bakterien, im Labor wird er sogar als Nährboden für diese verwendet!

Am besten ist es daher, den Reis, der übrig geblieben ist oder für eine Woche vorgekocht wurde, portionsweise einzufrieren und bei Bedarf mit der Aufwärmen-Funktion wieder aufzutauen und zu erhitzen, da er dabei wieder auf über 80°C erhitzt wird und somit sicher für den Verzehr ist.

Beim ersten Aufheizen kann es in der Küche nach erhitztem Kunststoff riechen. Ein „Warmkochen“ nur mit Wasser im Standardprogramm und beim zweiten Mal ist das vorbei. Danach duftet der entweichende Dampf nach Reis oder eben nach Porridge, Gemüse oder Kuchen.

Statt Topf und Deckel zu reinigen, spült man Topf und Einsatz mit der Hand und wischt die Innenseite des Deckels mit einem feuchten Lappen ab. Topf und Dampfgareinsatz sind bei allen außer dem Reishunger Modell auch spülmaschinengeeignet.

Es sind zwar nicht weniger Teile als bei der herkömmlichen Topf-Deckel-Kombination, aber sie sind viel weniger verschmutzt oder verkrustet, geschweige denn angebrannt und können daher schnell und wassersparend gespült werden.