Nakiri-Messer – die besten japanischen Gemüsemesser im Vergleich

Janna Fleddermann

Sie sind unsere Favoriten, wenn es darum geht, Gemüse in hauchdünne Scheiben zu schneiden: Nakiri-Messer. Wir verraten dir, wo du die japanischen Gemüsemesser kaufen kannst und worauf du bei der Benutzung achten solltest.

Nakiri-Messer mit Gemüse
Ein echtes Traumpaar: frisches Gemüse und Nakiri-Messer, Foto: PR/Orient
Inhalt
  1. Was ist ein Nakiri-Messer?
  2. Nakiri-Messer: Die besten japanischen Gemüsemesser im Vergleich
  3. Wie schneide ich mit einem Nakiri-Messer?
  4. Wie pflege ich ein Nakiri-Messer?
  5. Nakiri-Messer: Aus Edelstahl oder Damaszener Stahl?
 

Was ist ein Nakiri-Messer?

Das Nakiri-Messer ist ein japanisches Messer zum Schneiden von Gemüse, Kräutern und Obst. Ganz gleich, ob du kleines oder großes Gemüse verarbeiten möchtest: Mit einem Nakiri-Messer sind hauchdünne Schnitte ganz besonders gut möglich.

Das traditionelle Messer zeichnet sich durch seinen doppelseitigen Anschliff aus ‒ anders als das Usuba-Messer, das nur einseitig angeschliffen ist. Weitere eindeutige Merkmale sind die rechteckige, gerade verlaufende Klinge und die leicht abgerundete Spitze des Nakiri-Messers. Sie sorgen dafür, dass du Gemüse, Kräuter und Co. besonders einfach und schnell kleinschneiden kannst.

 

Nakiri-Messer: Die besten japanischen Gemüsemesser im Vergleich

Wenn du regelmäßig Gerichte mit frischem Gemüse zubereitest, erleichtert dir ein Nakiri-Messer die Arbeit in der Küche ungemein. Das sind unsere Favoriten:

Preis-Leistungs-Sieger: Nakiri von Orient mit Edelstahlklinge

Die Klinge dieses Nakiri-Messers ist aus hochwertigem deutschem ThyssenKrupp-Edelstahl gefertigt und besonders robust und langlebig. Edelstahl-Messer sind außerdem in der Regel um einiges pflegeleichter als Damastmesser und können ohne Probleme selbst zu Hause nachgeschärft werden. Dank seiner ergonomischen Griffform liegt dieses japanische Gemüsemesser sicher in der Hand. Das Messer kommt in einer praktischen Schützhülle zur Aufbewahrung zu dir nach Hause.

Design-Favorit von Findking

Der achteckige Griff dieses Kochmessers von Findking ist aus afrikanischem Rosenholz hergestellt, die Klinge besteht aus plattiertem Stahl. Das sieht nicht nur gut aus, sondern überzeugt auch in der Handhabung. Die Klinge ist im 16-Grad-Winkel angeschliffen und schneidet so mühelos Gurken, Tomaten und Co. Auch dieses Messer wird dir in einer schönen Geschenkverpackung geliefert.

Schnäppchen-Tipp: Shan Zu Nakiri-Küchenmesser

Dieses Nakiri-Messer ist der absolute Favorit in unserem Vergleich, wenn du auf der Suche nach einem vernünftigen Messer für kleines Geld bist. Der ergonomisch geformte Holzgriff des Gemüsemessers ist mit drei silbernen Nieten gesichert und am Griffende mit einem eingravierten chinesischen Schriftzeichen verziert.

Premium-Messer: Kai Shun Nakiri

Der japanische Messerhersteller Kai ist einer unserer Favoriten, wenn es um hochwertige Produkte für die Küche geht. Deswegen ist dieses Nakiri-Messer unsere Empfehlung für echte Küchenprofis und ambitionierte Heimköche. Die Klinge ist aus 32 Lagen Damaszener Stahl gefertigt, konvex geschliffen und wird in einem aufwändigen Prozess japanischer Schmiedekunst gefertigt.

Damast-Nakirimesser von Wakoli

Dieses wunderschöne Messer wurde aus 67 Schichten Damaszener Stahl gefertigt und ist deshalb extrem scharf. Natürlich weist es auch die für Damastmesser typische Maserung der Klinge auf. Doch nicht nur die Schneide ist ein echter Hingucker, auch der aus Olivenholz hergestellte Griff trägt zur edlen Optik dieses Messers bei. Das Messer kommt in einer Geschenkbox aus Holz zu dir nach Hause.

Geschmiedet in Solingen: Nakiri von Wüsthof

Die Edelstahl-Klinge dieses Nakiri-Messer von Wüsthof wird in Solingen hergestellt – du kannst dich also auf verlässliche deutsche Qualität freuen. Besonders praktisch: Die kleinen Vertiefungen in der Klinge dieses Messers bilden beim Schneiden Luftpolster, sodass die Gemüsescheiben nach dem Hacken nicht am Messer hängen bleiben.

 

Wie schneide ich mit einem Nakiri-Messer?

Ob kleine Knoblauchzehe oder großer Kohlkopf: Das Nakiri-Messer ist das Messer unserer Wahl, wenn es darum geht, schnell und simpel Gemüse, Obst und Kräuter zu zerkleinern. So nutzt du das Gemüsemesser:

  • Nimm das Messer in deine Hand. Du kannst das Messer nur am Griff halten oder für noch mehr Stabilität und Kontrolle die Klinge seitlich mit deinem Daumen und Zeigefinger greifen
  • Halte das Gemüse, das du zerkleinern willst, mit der anderen Hand fest. Klappe dafür deine Fingerspitzen ein, sodass du das Lebensmittel wie eine Klaue greifst und das Messer beim Schneiden seitlich an deinen Fingerknöchel entlangführen kannst
  • Lasse das Messer vorwärts oder rückwärts mit Auf- und Abwärtsbewegungen durch das Gemüse gleiten. Führe mit den Fingerknöcheln deiner anderen Hand das Messer am Lebensmittel entlang.

Die Form des Messers ist ideal fürs Hacken, also das Zerkleinern mit Auf- und Ab-Bewegungen, geeignet.  Diese Technik erfordert etwas Übung, doch nach einiger Zeit wirst du schneller denn je dein Gemüse zerkleinern können!

 

Wie pflege ich ein Nakiri-Messer?

Damit dein Kochmesser lange scharf bleibt, solltest du es nur in Ausnahmefällen in der Spülmaschine reinigen – damit du lange Freude an ihm hast, ist es am besten, es per Hand mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel zu säubern.

Auch die Aufbewahrung ist entscheidend: Am besten ist das Nakiri in einem Messerblock, in einer speziellen Hülle oder an einer Magnetleiste aufgehoben. So kann es keine anderen Küchenutensilien zerkratzen und behält länger seine Schärfe.

Schneidet das Messer nicht mehr so gut, ist Nachschärfen angesagt. Während du Modelle aus Edelstahl relativ simpel zu Hause mit einem Schleifstein, Wetzstahl oder Messerschärfer schleifen kannst, solltest du Damastmesser als Anfänger am besten bei einer Messerschleiferei schärfen lassen. Hast du ausreichende Erfahrungen im Messer schleifen, solltest du darauf achten, dein Damastmesser nur mit einem passenden Schleifstein zu schärfen.

Hände schleifen ein Nakiri-Messer
Du solltest dein Nakiri-Messer mit einem speziellen Schleifstein schärfen oder in die Hände eines Profis geben. Bild: iStock/Luka Pollak
 

Nakiri-Messer: Aus Edelstahl oder Damaszener Stahl?

Wie viele andere japanische Kochmesser sind auch Nakiri-Messer in den meisten Fällen aus Damaszener Stahl oder aus Edelstahl gefertigt. Beide Materialen haben ihre Vor- und Nachteile. Kurz gesagt: Während Damastmesser besonders scharf sind, sind Edelstahlmesser in der Regel pflegeleichter.

Messer aus Damaszener Stahl erkennt man sofort an der für ihnen typischen Musterung der Schneide. Dieses Muster entsteht dadurch, dass verschiedene Stahlsorten in zahlreichen, sich abwechselnden Lagen eingeschmiedet und dann gefaltet werden. So entsteht eine extrem scharfe Klinge, die perfekt für hauchdünne Schnitte ohne großen Kraftaufwand ist.

Auch Edelstahl hat seine Vorteile: Er ist in der Regel günstiger in der Herstellung, sodass auch die Messer meist günstiger als Damastmesser sind. Außerdem sind Messer aus Edelstahl in der Pflege unkomplizierter, denn sie können einfach zu Hause nachgeschärft und auch ab und zu mal in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Dafür verlieren sie, verglichen mit Modellen aus Damaszener Stahl, meistens schneller ihre Schärfe.

Deshalb empfehlen wir Hobbyköchen, die nur ab und zu zum Gemüsemesser greifen, ein Nakiri-Messer aus Edelstahl. Wenn du dagegen sehr viel kochst und schnippelst und dir dabei eine extreme Schärfe wichtig ist, dann liegst du mit einem Damastmesser richtig. Dann musst du aber auch bereit sein, dein Messer regelmäßig zu pflegen und es bei Bedarf von einem Profi schärfen zu lassen.

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