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Ein echter Klassiker

Zwetschgendatschi - Omas Originalrezept mit Hefeteig

Zwetschgendatschi RezeptAuf Pinterest merken
Der frische Zwetschgendatschi schmeckt mit einem Klecks Schlagsahne besonders lecker Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Ab August ist Zwetschgen-Zeit. Dann backen wir, ganz traditionell, Zwetschgendatschi nach dem Originalrezept aus Omas Backbuch. Der luftige Hefeteig mit süß-säuerlichen Früchten, Zucker-Zimt-Topping und Butterflöckchen backt im Ofen zu einem Kuchenklassiker, dem niemand widerstehen kann. Und weil wir gleich ein ganzes Blech zubereiten, ist der Zwetschgendatschi ideal für ein Kaffeekränzchen in großer Runde.

  • Zubereitungszeit:
    75 Min.
  • Wartezeit:
    30 Min.
  • Niveau:
    einfach

Zutaten

Stücke

175 g Butter

500 g + etwas Mehl

175 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1 Prise Salz

¼ l Milch

1 Würfel (42 g)frische Hefe

1 Ei (Gr. M)

2 kg Zwetschgen

1 ½ TL Zimt

Zubereitung

1

100 g Butter schmelzen. 500 g Mehl, 100 g Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mischen. Milch erwärmen, zerbröckelte Hefe darin unter Rühren auflösen. Mit der flüssigen Butter und Ei zur Mehlmischung geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

2

Währenddessen eine Fettpfanne (tiefes Backblech; ca. 32 x 39 cm) fetten. Zwetschgen waschen, längs halbieren und entsteinen. Teig auf wenig Mehl nochmals gut durchkneten und auf der Fettpfanne ausrollen. Zwetschgen dicht an dicht darauf verteilen, dabei leicht in den Teig drücken. Nochmals zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Backofen vorheizen (E-Herd: 200°C/Umluft: 180°C).

3

Zimt und 75 g Zucker mischen. 75 g Butter in kleinen Flöckchen auf dem Kuchen verteilen. Mit Hälfte Zimtzucker bestreuen. Kuchen im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen, mit restlichem Zimtzucker bestreuen und auskühlen lassen.

Nährwerte

Pro Stück

  • 251 kcal
  • 5 g Eiweiß
  • 8 g Fett
  • 38 g Kohlenhydrate

Mein Tipp: Zwetschgendatschi mit Streuseln

Eine köstliche Variante ist Zwetschgendatschi mit Streuseln. Diese werden vor dem Backen einfach über die in den Hefeteig gedrückten Zwetschgen verteilt und machen den Zwetschenkuchen wunderbar knusprig und buttrig. Für das Streusel-Topping mischst du für ein Blech 150 g Mehl, 80 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Prise Zimt, gibst 100 g kalte Butterwürfel hinzu und verarbeitest alles zügig mit den Händen zu krümeligem Streuselteig und verteilst ihn anschließend gleichmäßig auf den Pflaumen. Dann ab in den Ofen damit und nach Anleitung backen.

Keine Angst: Hefeteig gelingsicher zubereiten

Hefeteig auf bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen kneten
Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Ein klassischer Zwetschgendatschi nach Landfrauen Art wird mit Hefeteig zubereitet. Der gelingt am besten, wenn alle Zutaten zimmerwarm sind und die Hefe ausreichend Zeit zum Gehen hat. Klebt der Teig zu sehr, enthält er meist zu viel Flüssigkeit. Etwas Mehl kann dann helfen, allerdings nur vorsichtig nach und nach unterkneten. Geht der Teig nicht auf, ist häufig die Hefe zu alt, die Flüssigkeit war zu heiß oder zu kalt oder der Teig stand beim Gehen nicht warm genug. Die perfekte Teigkonsistenz ist weich, geschmeidig und elastisch: Der Teig sollte sich gut kneten lassen, leicht vom Schüsselrand lösen und nur minimal an den Händen kleben.

Die 5 häufigsten Fehler bei Hefeteig und wie du sie vermeidest >>

Gelingtipps für richtig guten Zwetschgendatschi

  • Ein klassischer Zwetschgendatschi ist fertig gebacken, wenn der Teigrand leicht goldbraun ist und die Zwetschgen weich sind, aber ihre Form noch gut halten. Er braucht im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Umluft etwa 35 bis 40 Minuten.

  • Die perfekten Zwetschgen zum Backen sind reif, aber im Fruchtfleisch noch fest. Auf leichten Fingerdruck sollten sie leicht nachgeben, aber nicht matschig oder überreif sein.

  • Die Zwetschgen zum Belegen mit der Hautseite nach unten dicht an dicht dachziegelartig auf den Teig legen. Die Schnittfläche zeigt nach oben, und jede folgende Reihe lehnt sich leicht an die vorherige an.

  • Damit der Zwetschgendatschi nicht matschig wird, nur reife aber noch feste Früchte verwenden und diese nach dem Waschen sorgfältig trocknen. Eine Streuschicht aus Semmelbröseln, gemahlenen Nüssen, Grieß oder zarten Haferflocken bindet die austretende Flüssigkeit und bietet sich vor allem für Kuchen mit Mürbeteig an. Diesen kannst du vor dem Belegen auch 10-15 Minuten bei ca. 185 °C blindbacken. So wird der Kuchen besonders knusprig.

Zwetschgendatschi in der Springform backen

Wenn du kein ganzes Blech backen möchtest, kannst du Zwetschgendatschi auch wunderbar in einer 24er Springform backen. Dafür verwendest du einfach 1/3 der Zutaten und verwendest sie wie in unserem Rezept beschrieben. Die Backzeit ändert sich nicht signifikant. Wir empfehlen, nach 20 Minuten erstmals in den Ofen zu schauen und den Kuchen gegebenenfalls noch 5-10 Minuten länger zu backen.

Zwetschgendatschi-Varianten

Welcher Boden ist der beste?

  • Hefeteig: Der Klassiker und ein Muss für traditionellen Datschi wie aus Bayern oder Schwaben. Hefeteig ist die beste Wahl, wenn genug Zeit für die Zubereitung ist und ideal für Zwetschenkuchen vom Blech. Geschmacklich steht der fruchtige Belag im Vordergrund, Zwetschgendatschi aus Hefeteig lässt sich zudem prima einfrieren.

  • Quark-Öl-Teig: Die schnelle Variante des Hefeteigs ohne Gehzeit, aber mit ähnlicher Konsistenz. Auch Quark-Öl-Teig ist ideal für Zwetschgendatschi vom Blech und ist gut zum Einfrieren geeignet.

  • Mürbeteig: Eine gute Wahl für alle, die einen knusprigen, buttrigen Boden mögen. Die Mürbeteig-Variante lässt sich gut vorbereiten und benötigt weniger Zubereitungszeit, weil der Teig nicht gehen muss. Durch die Butter ist Datschi mit Mürbeteigboden besonders aromatisch.

  • Rührteig: Wenn es schnell gehen muss und für spontane Gäste ist ein simpler, gelingsicherer Rührteig-Boden am besten geeignet. Es fällt keine Wartezeit an und der Kuchen wird besonders saftig.

Wie kann man Zwetschgendatschi noch belegen?

Ganz klassisch wird der Zwetschenkuchen dicht an dicht mit Früchten belegt. Eine beliebte Variante ist Zwetschgendatschi mit Streuseln (s. Tipp oben). Darüber hinaus gibt es neue Topping-Ideen, mit denen du den Kuchen verfeinern kannst.

  • Gehobelte Mandeln sind eine simple Alternative zu Streuseln. Sie werden im Ofen goldbraun und sorgen später für aromatischen Crunch.

  • Eine schaumig-süße Baiserhaube verpasst dem Zwetschgendatschi ein köstliches Upgrade. Für einen Blechkuchen benötigst du 5-6 frische Eiweiße, die du mit 200-250 g Zucker zu Eischnee aufschlägst und diesen 10-15 Minuten vor Ende der Backzeit auf dem Kuchen verteilst und bei gleicher Temperatur fertig backst.

  • Schön cremig und noch saftiger wird der Zwetschgendatschi mit einer Schicht Vanillepudding. Die sorgt auch dafür, dass der Hefeteig nicht durchweicht. Für die Pudding-Variante ein Päckchen Puddingpulver zum Kochen für 500 ml Milch nach Packungsanweisung zubereiten und mit Frischhaltefolie bedeckt abkühlen lassen. Dann auf den Teig streichen, mit Zwetschgen belegen und wie im Rezept beschrieben backen.

  • Wer Marzipan mag, kann die süße Mandelmasse in den Streuselteig für ein knuspriges Topping einarbeiten oder ein Frangipane aus geraspeltem Marzipan, 50 g Butter und 2 Eiern zubereiten. Die Creme dann auf den Hefeteig streichen, belegen und backen.

  • Den einfachen klassischen Zwetschenkuchen kannst du mit selbst gemachter Vanillesoße köstlich verfeinern. Diese kann prima vorbereitet und in einem kleinen Kännchen auf der Kaffeetafel bereitgestellt werden.

Häufig gestellte Fragen zu Zwetschgendatschi

Der Zwetschgendatschi ist ein traditioneller deutscher Blechkuchen, der besonders in Bayern und Schwaben beliebt ist. Er besteht aus einem Hefeteig oder Mürbeteig, in dem beim Belegen halbierte und entsteinte Zwetschgen leicht hineingedrückt werden. Davon leitet sich auch der Name der Kuchenspezialität ab, denn das mitteldeutsche Wort „datschen“ bedeutet „hineindrücken“. Nach dem Belegen wird der Kuchen gebacken, bis der Teig goldbraun und die Zwetschgen weich sind. Je nach Region wird der Zwetschgendatschi mit Streuseln oder einfach pur serviert. Besonders im Spätsommer, wenn Zwetschgen Saison haben, gehört er zu den beliebten Klassikern der süddeutschen Küche.

Hauptsächlich unterscheiden sich beide Kuchen durch die Früchte, mit denen sie belegt sind. Zwetschgendatschi wird mit länglichen, festen Zwetschgen belegt, Pflaumenkuchen mit verschiedenen Pflaumensorten, die meist runder, saftiger und süßer sind als Zwetschgen. Der Datschi ist zudem eine traditionelle sehr simpel gehaltene süddeutsche Variante, die dicht mit Früchten belegt wird.

Pflaume oder Zwetschge – das ist der Unterschied >>

Frisch aus dem Ofen - lauwarm oder direkt nach dem Auskühlen - schmeckt Zwetschgendatschi am allerbesten. Er kann aber gut abgedeckt und kühl gelagert 1-2 Tage problemlos aufbewahrt und gegessen werden. Im Kühlschrank ist er gut verpackt bis zu 3 Tage haltbar, in dieser Zeit wird der Hefeteig jedoch etwas fester und trockener.

Zwetschgendatschi lässt sich problemlos einfrieren. Dafür den vollständig ausgekühlten Kuchen in Stücke schneiden und diese möglichst luftdicht in Gefrierbeuteln oder Gefrierdosen verpacken. So kannst du kannst du später portionsweise Kuchen entnehmen. Idealerweise notiertst du das Einfrierdatum auf dem Gefrierbehälter. Bis zu 3 Monate behält der Zwetschgendatschi so sein Aroma. Später ist er noch essbar, die geschmackliche Qualität lässt aber nach.