Indirektes Grillen - Garen im geschlossenen Grill

Einfach mal den Deckel drauflassen: Indirektes Grillen, das Garen im geschlossenen Grill, hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Grillmethode entwickelt. Wir erklären, wie sie genau funktioniert, welches Grillgut geeignet ist und geben praktische Tipps.

Indirektes Grillen
Indirektes Grillen im geschlossenen Kugelgrill Foto: fotolia, tenrec
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Wie funktioniert indirektes Grillen?

Die Voraussetzung für indirektes Grillen ist ein Grill mit Deckel. Ob der Grill rechteckig oder rund ist, spielt dabei keine Rolle. Ferner ist es unerheblich, ob Sie einen Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill verwenden.

Die Hitze steigt beim indirekten Grillen im geschlossenen Grill nach oben, zirkuliert um das Grillgut und wird durch den Deckel des Grills refklektiert. So wird das Grillgut sanft und gleichmäßig gegart. Dieses liegt beim indirekten Grillen übrigens nicht direkt über der Glut. Die Kohlen werden rechts und links davon im Grill verteilt.

Ein sehr anschauliches Video dazu findest du bei selbst.de >>

Kohle oder Briketts?

Wichtig ist, dass die Kohle sauber vorglüht, bis sie komplett weiß ist. Damit kann man etwa eine halbe bis ganze Stunde grillen. Besser geeignet für zeitintensives indirektes Grillen sind normale Grillbriketts, die bis zu vier Stunden Hitze liefern.

Tipp: Wer gerne Zuhause grillt, ist mit einem Kontaktgrill bestens unterwegs

Spanferkelkeule indirekt grillen
Große Fleischstücke gelingen im geschlossenen Grill besonders gut

Welches Fleisch ist geeignet?

Besonders gut geeignet für indirektes Grillen sind große Fleischstücke wie Braten oder ganze Hähnchen. Aber auch kleine Fleischstücke wie Hähnchenfilet, Steak, Spareribs und sogar Fisch werden mit dieser Garmethode besonders saftig.

Unsere Rezeptvorschläge für indirektes Grillen:

  • Spanferkelkeule mit gegrillten Lauchzwiebeln und Röstkartoffeln
  • Barbecue-Tennessee-Schweinebraten mit Bacon
  • Gegrillter Nackenkotelettbraten mit Honig-Bier-Paste

Glühende Kohlen und eine Auffangschale für heruntertropfendes Fett
Glühende Kohle für ausreichend Hitze und eine Auffangschale für rauchfreies Grillen

Gelingtipps für indirektes Grillen

  1. Eine gute Glut bildet die Basis für indirektes Grillen. Die Holzkohlebriketts in der Mitte anhäufen und mithilfe von Grillanzündern zum Glühen bringen. Wer die schnelle Variante bevorzugt, entzündet die Briketts im Anzündkamin. Die glühenden Kohlen dann rechts und links im Grill verteilen
  2. Eine mit Wasser gefüllte Tropfschale in der Mitte des Holzkohlerostes ermöglicht rauchfreies Grillen. Das Wasser bindet das heruntertropfende Fett des Fleisches und verhindert unnötige Qualmbildung. Den Grillrost dann über Glut und Schale legen.
  3. Wichtig für indirektes Grillen ist es, den Deckel auf dem Grill zu belassen und das Grillgut nicht zu oft zu wenden. Durch das Öffnen des Grills entweicht sonst zu viel Hitze und der Garprozess wird beeinträchtigt.