Merlot-Wein - das sind unsere liebsten Sorten

Jasmin Haupenthal

Einer der beliebtesten Rotweine aus Frankreich? Merlot-Wein! Erfahre hier alles über die Herkunft und lerne unsere liebsten Sorten kennen.

Merlot-Wein und Trauben
Merlot-Wein: Unsere liebsten Sorten im Vergleich, Foto: iStock/LarisaBlinova
Inhalt
  1. Was ist Merlot für ein Wein?
  2. Der beste Merlot-Wein
  3. Wie schmeckt Merlot-Wein?
  4. Was passt zu Merlot-Wein?
  5. Ist ein Merlot-Wein immer trocken?
  6. Woher kommt der Name Merlot?
  7. Der legendärste Wein der Welt ist ein Merlot
 

Was ist Merlot für ein Wein?

Boden-unkompliziert, wuchskräftig - sofern das Wetter nicht allzu trocken ist - und alt: Der Merlot-Wein zählt nicht umsonst zu einem der beliebtesten Rebensäfte schlechthin. Denn Zahlen lügen nicht: Mit einer Fläche von 266.440 Hektar liegt der Rotwein auf Nummer zwei hinter dem Cabernet Sauvignon, wenn es um das Ranking der Anbaufläche geht.

Schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt, ist die Rebsorte eine Kreuzung zwischen Magdeleine Noire des Charentes und Cabernet Franc. Auch wenn nach wie vor Frankreich und Bordeaux das Anbaugebiet Nummer eins für die Rebsorte darstellen - so wird sie auch in anderen Ländern kultiviert: Unter dem Synonym "Bordò" ist der Wein auch in Venetien, Italien, bekannt. Im Schweizer Tessin, in den Vereinigten Staaten und selbst in Australien wird der Merlot mittlerweile angebaut - und geschätzt.

So gut wie die Rebe für sich alleine auch sein mag - nur wenige Regionen setzen auf die Kultivierung eines reinen Sortenweins. Die meisten Weingüter bringen die Rebsorte mit dem Cabernet Sauvignon in Verbindung, die als Duo innerhalb einer Cuvée sehr gut harmonieren. Dem ist in Frankreich nicht so: Bordeaux-Weine aus der Rebsorte Merlot sind fast immer rein, hochklassig und gehören zu den teuersten Merlots überhaupt.

 

Der beste Merlot-Wein

Vollmundig, intensiv und eine dunkle Rebenfarbe: Das zeichnet Merlot-Wein aus. Wir stellen dir hier die besten Flaschen vor.

Merlot von Producteurs Plaimont

Ein Wein zum Verschenken oder für den eigenen Genuss ist der Pomerol-Merlot von Producteurs Plaimont aus Languedoc-Roussillon in Frankreich. Besonders gut gefällt uns daran der aromatische Geschmack, der nicht nur die reifen Früchte der Rebe offenbart. Wir schmecken auch hervorragend dunkelrote Waldbeeren und Gewürznoten heraus, die den Tropfen für uns so perfekt zu Geflügel oder einem klassischen Abendbrot machen.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2014
  • Aromen: fruchtige Beeren, Gewürze
  • Alkoholgehalt: 13,0 Vol%

Merlot-Rotwein von Bench 1775

Kanada kann Ahornsirup - und Wein! Der Rebensaft von Bench 1775 überzeugt uns durch seine Weichheit am Gaumen. Ein samtiger Tropfen, dessen Zutaten wie Kirschen, Schokolade und auch Zimt deutlich herauszuschmecken sind. Wir empfehlen dazu rotes Fleisch wie Rind mit einer dunklen Soße zu reichen.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2014
  • Aromen: rote Früchte, Gewürze, weiche Tannine
  • Alkoholgehalt: 14,5 Vol%

Primitivo-Merlot von Contessa Marina

Was für eine Mischung! Da die italienischen Merlots immer auf eine Kreuzung setzen, profitiert auch der von Contessa Marina von den fruchtigen Noten eines Primitivos. Zu Fleisch, Wild und Ente oder einfach nur zu einer simplen Pizza reichen wir den Vino am liebsten. Der halbtrockene Süßegrad macht den Rebensaft für eine große Menge zugänglicher und auch Weißwein-Liebhaber:innen sollten dem roten Tropfen eine Chance geben.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2018
  • Aromen: Muskat, dunkle Beeren, Schokolade
  • Alkoholgehalt: 13,5 Vol%

Merlot-Eiswein von Coastal Delight

Kanadische Weine haben es uns angetan - vor allem,  wenn es um die Merlot-Traube geht. Eine weitere Empfehlung von uns ist der Eiswein von Coastal Delight. Mitten im kanadischen Wintersport-Zentrum Whistler liegen die Weinberge, die mit den klimatisch kalten Bedingungen wunderbar zurechtkommen. Das merkt man auch beim Eiswein: Sein Aroma ist vorzüglich; die Nuancen von Himbeeren, Karamel und Marmelade schmecken wir eindeutig heraus. Lang im Abgang stellen wir zudem eine ausbalancierte Säure am Gaumen fest, die uns am besten zu Desserts und Schokolade zusagt.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2017
  • Aromen: Karamel, Himbeeren, Marmelade
  • Alkoholgehalt: 13,6 Vol%

Merlot-Rosé von Fortant de France

Nicht nur in Sachen Süßegrad gibt es Abstufungen beim besagten Rotwein, sondern auch wenn es um die Art geht. Merlot-Trauben werden nämlich auch zu Rosé weiterverarbeitet. Unser Favorit: Der Rebensaft von Fortant de France. Für uns ist der Rosé der perfekte Frische-Wein für den Sommer. Auf der Terrasse oder dem Balkon genießen wir ein Gläschen am liebsten pur. Aber auch zu leichten Salaten oder Gegrilltem passt der Tropfen super.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2020
  • Aromen: Beeren, Zitrusfrüchte
  • Alkoholgehalt: 11,5 Vol%

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Wie schmeckt Merlot-Wein?

Wenn der Merlot schon zu den beliebtesten Weinen gehört, muss auch etwas dran sein. Und ja, das Geheimnis liegt im Geschmack. Denn obwohl der Rebensaft samtig am Gaumen wirkt, ist er für die meisten Weinfreund:innen zugänglich. Geradezu geschmeidig und weich schmeckt der Vino. Du wirst sehen, Pflaumen sind mitunter einer der intensivsten Geschmacksträger, aber auch sanfte Tannine lassen ein fruchtig-beeriges Aroma zu. Letztlich ist es der Reifeausbau im Barrique-Fass, der den Merlot-Rotwein für viele so genüsslich macht.

 

Was passt zu Merlot-Wein?

Der Merlot ist zu vielem kombinierbar, aber vor allem zu leichten Speisen. Der elegante Geschmack sollte demnach nur selten von würzigen Gerichten begleitet werden, damit die Feinheit nicht verloren geht. Wenn aber deftig, dann empfehlen wir, einen Wein aus dem Barrique-Fass zu wählen, der dem Geschmackintensiven durch die Reife standhalten kann.

Umso besser passt der Vino zu gebratenem und geröstetem Fleisch wie Geflügel, Rind oder Lamm. Auch asiatisches, leicht scharfes Essen passt hervorragend. Bei kalten Gerichten sind Brot, Gemüse wie Tomaten, Auberginen oder Paprika und Wurst gefragt.

Meiden solltest du hingegen cremige, fettige Soßen, Käse, indisches oder orientalisches Essen und mariniertes Fleisch. Durch die intensiven Aromen der genannten Speisen geht der Geschmack der Traube völlig unter und wirkt nur noch ganz leicht.

Und: Auch zum Kochen lieben wir den Rebensaft. Ein guter Schuss Vino in dunklen Soßen, die zu Rind oder Lamm gereicht werden, bringt den Unterschied.

 

Ist ein Merlot-Wein immer trocken?

Ganz klar: nein. Auch wenn die Sorte, je trockener sie ist, samtiger und weniger nach Säure schmeckt, so ist sie auch in lieblich bis süß erhältlich. Für was du dich entscheiden möchtest, ist sicherlich Geschmackssache. 

 

Woher kommt der Name Merlot?

Die Trauben der Rebe mögen nicht nur Weinliebhaber:innen, sondern auch Amseln lieben die blau-schwarzen Früchte. Im Okzitanischen heißen die Vögel "Merlau", woher der Name auch abstammt. Im Französischen heißt die Vogelart "Merle", was dem sehr ähnelt.

 

Der legendärste Wein der Welt ist ein Merlot

Das Trocknen der Trauben per Helikopter, eine kostenintensive Lese und weitere unkonventionelle Methoden machen das Weingut Château Petrus in Bordeaux weltberühmt. Doch nicht nur die Art der Weinerzeugung, sondern auch der Vino per se sind aufregend. Ein fast einhundertprozentiger Merlot mit dezenten Anteilen von Cabernet Franc machen den Wein legendär - und mit einem Preis ab circa 3.000 Euro pro Flasche auch zu einem der teuersten der Welt.

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