Malbec-Wein - Unsere liebsten Rotweine aus Argentinien

Jasmin Haupenthal

Aromatisch, würzig und fruchtig ist Malbec-Wein. Erfahre hier alles über die Rebsorte, die umsiedeln musste und lerne unsere liebsten Weine kennen.

Malbec-Wein zu Käse
Malbec-Wein - Unsere liebsten Rotweine aus Argentinien, Foto: iStock/CarlFourie
Inhalt
  1. Was ist Malbec für ein Wein?
  2. Die besten Malbec-Weine
  3. Wie schmeckt Malbec?
  4. Zu welchem Essen Malbec-Wein?
 

Was ist Malbec für ein Wein?

Die Rebsorte Malbec gehört zu einer der ältesten weltweit. Mittlerweile vor allem in Argentinien angesiedelt, kommt die Rebe eigentlich aus Cahors, einem Anbaugebiet im Südwesten Frankreichs. Doch die Geschichte des Malbec-Weins ist damit noch nicht erzählt: Bekannt gemacht hat ihn vor allem ein Monsieur Malbec, Namensgeber der roten Früchte und Besitzer des Château de Pressac, einem Schloss nördlich von Bordeaux. Kein Wunder also, dass Pressac ein weiteres von den insgesamt über 400 Synonymen des fast schwarzen Weines ist. Doch so verbunden die Traube mit Frankreich auch ist, klimatisch bevorzugt war die Sorte in den alten Anbaugebieten nicht. 1956 kam der Frost so schlimm, dass ein Großteil der Weinlese auf Eis gelegt werden musste - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Winzer um Bordeaux zogen ihre Folgen daraus und konzentrierten sich auf gefälligere Sorten wie den Merlot. 

Stattdessen siedelte die Malbec-Traube weiter nach Argentinien um, wo das Klima trockener und wärmer ist und sich die Rebe nun viel wohler fühlt...

 

Die besten Malbec-Weine

Da hatten wir nochmal Glück, dass die Winzer in Argentinien Gefallen an der Rebsorte gefunden haben, denn den Geschmack sollte kein Rotwein-Trinker verpassen. Welche Sorten und Winzer du beim Malbec-Wein unbedingt probieren solltest - wir stellen dir unsere Empfehlungen vor.

Unser Favorit: Malbec-Wein Puro von Dieter Meier

Künstler, Großaktionär, Rinderzüchter und eben auch Winzer ist Dieter Meier, der 1996 das gleichnamige Weingut im besten Anbaugebiet, Agrelo Alto, in der argentinischen Provinz Mendoza gegründet hat. Egal, was der Tausendsassa anfasst, es gelingt - und so auch kein Wunder, dass sein Puro-Malbec zu einem der besten überhaupt gehört. Wir trinken den fast schwarzen Wein in geselliger Runde am Abend und lieben ihn zu einem herzhaften Dinner, mit würzigem Käse oder einem zarten Rinderfilet. 

Da der Bio-Wein auf jegliche Pflanzenschutzmittel verzichtet, werden nur Trauben mit voller Reife verwendet. Das schmeckt man: Eine aromatisch-würzige Note macht sich im Gaumen breit, bei der man den Geschmack von Pflaumen und Kirschen deutlich spürt. Sollte dir ein Teller Pasta dazu besser taugen, ist das Gericht ebenfalls empfehlenswert. Apropos Empfehlung: Wir raten dir den Rotwein, der auch den Namen Côt trägt, am besten bei kühlen 18 Grad zu genießen.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2019
  • Aromen: fruchtige Beeren, Kirschen, Tannin
  • Alkoholgehalt: 14,0 Vol%

Für Einsteiger: Bodegas Salentein Barrel Selection Malbec

Wir stapeln mit dem Rotwein von den Bodegas Salenstein aus dem Valle de Uco nicht gerade tief. Im Gegenteil: Das Weingut des Niederländers Meindert Pon wurde schon zur "Argentinian Winery of the Year" gekürt. Kein Wunder, denn der Geschmack des Côt ist schon beim ersten Schluck eingängig. Sogar so eingängig, dass selbst Neueinsteiger bei diesem Malbec-Rotwein nicht enttäuscht werden. Trocken, intensiv und ein fruchtiges Pflaumenaroma sind nicht zu überschmecken. Genauso wie Beeren mit Fruchtausprägung und eine gewisse Cremigkeit am Gaumen, die auf die 12-monatige Lagerung im Holzfass zurückgeht. Wir empfehlen dir auch hier wieder Käse dazuzureichen. Aber auch dunkles Fleisch mit Gemüse, am besten geschmort, passen perfekt zum Wein.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2019
  • Aromen: Pfeffer, Pflaumen, Johannisbeeren
  • Alkoholgehalt: 14,0 Vol%

Für Genießer: Las Perdices Reserva Malbec

Wein ist festlich. Genüsslich. Und vor allem Rotwein strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus. Kein Wunder, dass viele die Festtage - ob Weihnachten oder Geburtstage - zum Anlass nehmen, um eine gute Flasche zu öffnen. Der Reserva Malbec vom Weingut Las Perdices ist dabei ein gelungener Tropfen - und perfekt, um das Zusammensein zu zelebrieren. Zu Fleisch jeglicher Art, wir empfehlen besonders Braten mit dunkeln Soßen dazu, passt der Côt perfekt. Beim ersten Schluck könnte der Wein sehr schwer und trocken schmecken. Aber sei dir gesagt: Das ändert sich, sobald sich die Aromen im Mund vollends entfaltet haben. Denn dann kommen die weichen Noten von Früchten, Himbeeren und Vanille zum Tragen, die sofort mehr Ausgewogenheit verleihen. Am besten lagerst du die elegante Flasche trocken und bei kühlen 16 bis 18 Grad.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2015
  • Aromen: Früchte, Himbeeren, Gewürz-Vanille
  • Alkoholgehalt: 13,5 Vol%

Für Kenner: Terrazas de los Andes Grand Malbec

Hoch hinaus und das wortwörtlich ging es für die einstige rote Rebsorte aus Cahors: Das Weingut Terrazas de los Andes baut seinen Grand Malbec nämlich nicht irgendwo in der argentinischen Region Mendoza an, sondern auf einem ganz bestimmten Höhenniveau, sogenannten Terrassen. Durch die unterschiedlichen Bodenmerkmale und das Mikroklima kann sich die Rotwein-Rebsorte optimal entwickeln und die so typisch intensive Fruchtnote ausprägen. Das schmeckt und sieht man auch: Während die Trauben purpurrot im Glas scheinen, riechen wir fruchtig-süße Brombeeren, rote Marmelade und Pflaumen heraus. Beim Schmecken entdecken wir Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Lorbeerblätter. Und beim Abgang erkennen wir die Süße, mit der sich der Malbec umgibt. 

Auch wenn würziger Käse hierzu prima passen würde - wir empfehlen dir den puren Genuss, um alle Geschmackskomponenten und die Komplexität des Côts ausfindig zu machen.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2017
  • Aromen: Marmelade aus roten Beeren, Brombeeren, Zimt
  • Alkoholgehalt: 14,0 Vol%

Für Fleischliebhaber: Andeluna Altitud Malbec

Zugegeben: Das Weingut Andeluna Altitud am Fuße der Anden in der Anbauregion Mendoza gehört mit seiner Gründung im Jahre 2003 nicht gerade zu den ältesten. Sein Besitzer H. Ward Lay weiß aber, was er tut - schließlich stammt er aus einer großen argentinischen Getränkewirtschaft-Familie.

Und das merkt - pardon - schmeckt man auch: Mit dem Wein aus der einstigen französischen Rebsorte hat Lay einen tollen Begleiter zu dunklem Fleisch erschaffen. Die Schwarzkirschen und Brombeeren, die so schön beim Schmecken herauskommen, werden mit Noten von Mokka, Schokolade und Vanille abgerundet. Ein toller, kräftiger Tropfen, der noch lange nach dem Abgang am Gaumen nachhallt.

Die Fakten im Überblick:

  • Jahrgang: 2016
  • Aromen: Schwarze Beeren, Schokolade, Tannin
  • Alkoholgehalt: 14,5 Vol%

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Wie schmeckt Malbec?

Wenn die Farbe schon so Dunkelrot bis fast Lila ist, muss der Geschmack eines Malbecs ähnlich intensiv sein - und das ist er! Die edlen Tropfen der Rebsorte überraschen mit einer würzigen Frucht, die oftmals mit Brombeeren, Pflaumen oder Kirschen gepaart ist. Dabei bleibt die Erinnerung an trockene Bordeaux-Weine nicht aus: Gewürze wie Lorbeer, Zimt oder Pfeffer sowie Mokka oder Schokolade runden den intensiven Geschmack ab. Und ganz wichtig: Die volle Note des Bouquets setzt sich meist erst nach Jahren durch. Das Warten lohnt sich also.

 

Zu welchem Essen Malbec-Wein?

Argentinien ist für seine Rinder und Weine bekannt. Ein Duo, das sich auch auf dem Tisch bewährt hat. Denn umsonst ist die Cahors-Rebe nicht als Fleisch-Wein bekannt. Sein kraftvoller Charakter passt aber auch zu Wild, Gegrilltem, Pasta, rohem Schinken und Käse.

 
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