Primitivowein - unser Rotwein-Star im Überblick

Weinfreunde aufgepasst, wir haben die beliebte Rebsorte einmal näher unter die Lupe genommen und zeigen dir unsere Favoriten aus jeder Preisklasse. 

Zwei mit Rotwein gefüllte Weingläser neben einer Käseplatte
Perfekt für Rotwein-Fans - Primitivowein zu herzhaftem Käse & Co. , Foto: iStock/ozgurcankaya
Inhalt
  1. Woher kommt der Name Primitivo?
  2. Wonach schmeckt Primitivo?
  3. Welcher Primitivo ist der beste und welche Sorten gibt es?
  4. Was sind Primitivo Weine und welche Rebsorte steckt hinter Primitivo?
  5. Die ewige Frage: Primitivo und Zinfandel, wo ist der Unterschied?
  6. Zu welchen Gerichten passt Primitivowein besonders gut?
  7. Welcher Käse passt am besten zum Primitivo?

Der Liebling aller Rotweinfans - Eine Ode an den Primitivowein 

In vino veritas - das mag zumindest für diejenigen unter uns gelten, die gerne Wein trinken und für die es genau das ist, was ein leckeres Essen vollkommen macht. Bei der Frage, ob nun Weiß- oder Rowein die bessere Wahl ist, scheiden sich Geister, Geschmäcker und nicht zuletzt auch die Anlässe - eines steht jedoch fest: einem Primitivowein kann so leicht kein Wein-Fan widerstehen. 

 

Woher kommt der Name Primitivo?

Hingegen vieler Vermutungen, der Begriff „Primitivo“ habe in irgendeiner Weise etwas mit „einfach“ zu tun, handelt es sich hierbei um eine ganz andere Eigenschaft: vermutlich von dem lateinischen Begriff „ primativus“ abgeleitet, wird hiermit vielmehr die frühe Reife der beliebten Traube beschrieben. Die Ernte findet bei dieser Rebsorte meist bereits im August statt. 

 

Wonach schmeckt Primitivo?

Mit seinen würzigen, vollmundigen Aromen zieht uns Primitivowein sofort in seinen Bann – wir schmecken Zimt, dunkle Waldfrüchte, Nelken und Schokolade. Wenig Tannin, also Gerbstoffe, sorgen für eine angenehme Säure und Primitivowein schlägt so schnell niemanden auf den Magen. Wer einen intensiven Rotwein mag und dabei nicht vor einem leicht süßlichen Schmelz zurückschreckt, wird Primitivowein lieben.

 

Welcher Primitivo ist der beste und welche Sorten gibt es?

Du gehörst schon längst zu den Primitivo-Fans oder tastest dich gerade erst an das Rotwein trinken heran? Wir zeigen dir unsere Favoriten für jede Preisklasse! 

Unser Favorit: Feudi di San Marzano Primitivo di Manduria

Wer Primitivo bereits kennt und liebt, kommt um den Feudi di San Marzano Primitivo di Manduria nicht herum - für uns einer der absoluten Lieblingsweine! Die Stadt Manduria befindet sich im nördlichen Salento, eine Halbinsel im Nordosten Italiens. Malerische Weinberge prägen die Umgebung, während die Klimabedingungen für die beste Weinlese sorgen und Manduria zur Nr.1 - Adresse für den Anbau von Primitivo machen - klingt nicht nur nach Dolce Vita, schmeckt auch so! 

Unser Favorit im Überblick: 

  • Jahrgang: 2016/2017
  • Aromen: Schokolade, Kirsche, Waldbeere, Holz, Tabak
  • Alkoholgehalt: 14,5% Vol. 

Perfekt für den Einstieg: Primitivo di Manduria "14"

Auch bei unserem Einsteigertipp bleiben wir weiterhin in Manduria - wer sich also gerade erst an das Thema Rotwein herantastet und eine gute Qualität zu einem moderaten Preis sucht, dem legen wir den Primitivo di Manduria 14 ans Herz. 

Der perfekte Einsteiger-Primitivo im Überblick: 

  • Jahrgang: 2020
  • Aromen: Waldbeere, Vanille, Schokolade, Lakritz, Veilchen
  • Alkoholgehalt: 14% Vol. 

Der Geheimtipp unter Weinfreunden: Doppio Passo Primitivo

Wer etwas Besonderes sucht, probiert einmal den Doppio Passo Primitivo. "Doppio Passo" beschreibt eine besondere Art der Weinherstellung, bei der die Beeren zu unterschiedlichen Zeiten gelesen und mit einer unterschiedlichen Reife gemeinsam vergoren werden. Bei der zweiten Lese wird hierbei solange gewartet, bis die vollreifen Beeren am Weinstock eingetrocknet sind. Geschmacklich ist der Doppio Passo noch einen Tick süßer, zählt dabei jedoch auch zu den halbtrockenen Rotweinen und hinterlässt einen leckeren, samtig-pelzigen Geschmack auf der Zunge - unbedingt mal probieren! 

Der Geheimtipp im Überblick:

  • Jahrgang: 2020
  • Aromen: Pflaumen, Kirschkompott, Zimt, Anis
  • Alkoholgehalt: 13% Vol. 

 

Was sind Primitivo Weine und welche Rebsorte steckt hinter Primitivo?

Fans der italienischen Küche sind wir so oder so – und auch bei dem Thema Primitivowein begeben wir uns wieder einmal in eines unserer kulinarischen Lieblingsländer: Italien!

Unser italienische Rotwein-Star der Stunde stammt überwiegend aus Apulien, dem Süden Italiens. Die wohl bekannteste Anbauregion ist Manduria, eine sonnenverwöhnte, von Weinbergen umgebene Gegend - nicht umsonst ist "Primitivo di Manduria" ein offizielles DOC-Siegel für die Spitzenweine, welche eben aus genau dieser Region stammen. 

Meist wird Primitivowein trocken oder halbtrocken ausgebaut und verfügt über einen relativ hohen Zuckergehalt – was auch einen höheren Alkoholgehalt bedeutet, dieser liegt meist zwischen 13,5 und 15 Prozent. Die dunklen Beeren sorgen für ein intensives, kraftvolles Rot und schlagen sich in dem besonderen, angenehm fruchtigen Geschmack nieder.

 

Die ewige Frage: Primitivo und Zinfandel, wo ist der Unterschied?

Um die Unterschiede zwischen Primitivo und Zinfandel und ihren Entstehungsgeschichten ranken sich so manche Mythen. Dank eines DNA-Tests, welche Wissenschaftler Ende der 1990er-Jahre durchführen konnten, steht eine Sache mittlerweile jedoch fest: Die heute größtenteils in Apulien ansässige Primitivo-Traube ist identisch mit der Zinfandel-Traube, welche seit dem 19. Jahrhundert vor allem in Kalifornien beheimatet ist.

Apulien oder Kalifornien, zwei Geschwister, die unterschiedlich also nicht sein könnten und tatsächlich hängt die Frage, ob es denn auch nun wirklich die identische Weinsorte ist, noch immer ein wenig davon ab, wen man fragt - den Winzer in Bella Italia oder den Winemaker in Kalifornien. 

Experten nach zu urteilen, finden die Wein-Zwillinge ihren gemeinsamen Ursprung in der alten, kroatischen Sorte „Crljenak.“ Fest steht jedoch auch: So ähnlich die zwei Weinsorten schmecken und so identisch ihre DNA auch sein mag, so verschieden sehen auch ihre Trauben aus und unterscheiden sich deutlich in Größe und Farbe. Während die Ursprünge des Primitivos bis hin zurück in die Antike gehen, tauchte der Zinfandel um 1820 herum das erste mal in den USA auf und erlangte seinen Höhepunkt im Zuge des Goldrausches im späten 19. Jahrhundert. 

Unser Tipp: Für einen direkten Vergleich am besten einmal beide Sorten testen und die feinen Unterschiede schmecken - schließlich könnten die Anbaugebiete auch geografischer nicht anders liegen und nicht zuletzt ist es das Klima, welches einen Wein seinen ganz eigenen Charakter entwickeln lässt. 

 

Zu welchen Gerichten passt Primitivowein besonders gut?

Der Primitivo ist generell ein toller Alltagsbegleiter und legt sich – zumindest in den unteren bis mittleren Preisklassen – auf keine expliziten Gerichte fest. Dank seiner winterlichen Aromen passt er jedoch speziell zu Rind, Wild, kräftigen Pastavariationen und Pilzgerichten besonders gut.

 

Welcher Käse passt am besten zum Primitivo?

Gruyére oder Schweizer Käse passen dank ihres kräftigen Charakters perfekt zu Primitowein. Hingegen aller Vermutungen und trotz seines intensiven Eigengeschmacks sind zudem Blauschimmelkäse und Primitivo ein unschlagbares Team.

 
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