Klassische Tomatensoße: Grundrezept für Pasta & Co.

Eine richtig gute Tomatensoße braucht nicht viel: Mit aromatischen Dosentomaten, Zwiebel, Knoblauch und wenigen Gewürzen gelingt unser einfaches Grundrezept das ganze Jahr über. Die Soße darf in Ruhe einköcheln und wird dadurch herrlich aromatisch und schön sämig. Perfekt zu Pasta, für Pizza oder Aufläufe und genauso praktisch fürs schnelle Feierabendessen wie zum Vorbereiten und Einfrieren.
Zutaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1 Dose (850 ml) ganze Tomaten, geschält
1 TL getrockneter Oregano
1 TL getrocknetes Basilikum
Salz und Pfeffer
Zucker
Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin unter Rühren ca. 5 Minuten andünsten. Tomaten zufügen und mit einem Pfannenwender zerkleinern.
Aufkochen und offen für etwa 30–40 Minuten leicht dicklich einköcheln (Vorsicht – die Soße spritzt!).
Kräuter mit den Fingern nach ca. 20 Minuten in die Soße bröseln. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Nährwerte
Pro Stück
- 112 kcal
- 2 g Eiweiß
- 8 g Fett
- 8 g Kohlenhydrate
Tomatenmark für noch mehr Aroma
Bei mir darf die Tomatensoße ruhig kräftige Röstaromen haben. Dafür gebe ich beim Anbraten von Zwiebeln und Knoblauch noch 1 EL Tomatenmark und eine Prise braunen Zucker hinzu. Alles unter Rühren 1–2 Minuten anrösten, bis das Tomatenmark etwas dunkler wird und der Zucker leicht karamellisiert. Erst dann kommen die Dosentomaten dazu. Das sorgt für ein besonders kräftiges, rundes Tomatenaroma.
Die 5 ultimativen Tipps für perfekte Tomatensoße
Eine richtig aromatische Tomatensoße braucht keine lange Zutatenliste. Viel wichtiger sind gute Grundzutaten, ausreichend Zeit und das richtige Abschmecken. Mit diesen fünf Tipps gelingt sie besonders gut:
Auf gute Dosentomaten setzen: Da Tomaten die Hauptrolle spielen, schmeckt man Qualitätsunterschiede deutlich. Vollreife, aromatische Dosentomaten aus Italien bilden die Basis.
Zwiebeln und Knoblauch langsam anschwitzen: Gib ihnen ein paar Minuten Zeit, bis die Zwiebeln glasig und weich sind. Dabei entwickeln sie Süße und Aroma. Zu starke Hitze solltest du vermeiden, damit der Knoblauch nicht bitter wird.
Säure und Süße ausbalancieren: Tomaten bringen von Natur aus Säure mit. Eine Prise Zucker kann diese ausgleichen, sollte aber nicht pauschal in großen Mengen verwendet werden. Erst probieren, dann abschmecken!
Die Soße einkochen lassen: Zeit ist eine der wichtigsten Zutaten. Beim offenen Köcheln verdampft Wasser, die Soße wird sämiger und der Tomatengeschmack konzentriert sich. Für unser Grundrezept sind 30 bis 40 Minuten vorgesehen.
Zum Schluss fein abschmecken: Salz, Pfeffer und frische Kräuter bringen die einzelnen Aromen zusammen. Wer mag, ergänzt einen Schuss dunklen Balsamico und gutes Olivenöl!
Welche Dosentomaten eignen sich für Tomatensoße?
Für unser Grundrezept verwenden wir ganze, geschälte Dosentomaten. Sie werden reif geerntet und direkt verarbeitet und bringen dadurch zuverlässig viel Tomatenaroma mit. Gerade außerhalb der Tomatensaison sind sie deshalb eine gute Basis für eine aromatische Tomatensoße.
Du kannst aber auch andere Varianten verwenden: Stückige Tomaten sind praktisch, wenn du dir das Zerkleinern der ganzen Früchte sparen möchtest und eine leicht stückige Soße magst. Soll die Tomatensoße dagegen besonders fein und glatt werden, sind passierte Tomaten die einfachste Wahl. Sie müssen nicht mehr püriert werden und ergeben direkt eine gleichmäßige Konsistenz.
Unser Favorit bleiben ganze, geschälte Tomaten, weil du damit die Konsistenz selbst bestimmen kannst: Beim Kochen grob zerdrücken für eine rustikale Soße oder am Ende fein pürieren, wenn du sie lieber samtig magst.
Auch bei Dosentomaten lohnt sich ein Blick aufs Etikett. Italienische Tomaten sind eine gute Wahl, die Herkunft allein ist jedoch noch kein Garant für intensives Aroma. Achte deshalb möglichst darauf, dass die Tomaten tatsächlich aus Italien stammen und nicht nur dort verarbeitet oder abgefüllt wurden. Denn im Handel finden sich auch Produkte mit Tomaten aus anderen Anbauländern, darunter China. Eine kurze Zutatenliste und möglichst wenige Zusätze sind weitere gute Orientierungspunkte beim Kauf.
Tomatensoße aus Dosentomaten oder frischen Tomaten?
Für eine aromatische Tomatensoße musst du nicht auf die Tomatensaison warten. Hochwertige Dosentomaten werden reif geerntet und direkt verarbeitet, sodass sie das ganze Jahr über eine zuverlässige Basis für unsere klassische Tomatensoße sind. Besonders im Winter sind sie oft die bessere Wahl als frische Tomaten, die weniger aromatisch und vergleichsweise wässrig schmecken können.
Im Sommer sieht das anders aus: Haben sonnengereifte Tomaten Hochsaison oder kannst du sogar reife Früchte aus dem eigenen Garten ernten, lohnt sich unsere Tomatensoße aus frischen Tomaten. Für eine ähnliche Menge Soße kannst du statt 850 ml Dosentomaten etwa 1 kg frische Tomaten einplanen. Sie bringen ein besonders frisches, fruchtiges Aroma mit und können je nach Sorte auch etwas süßer schmecken.
Noch intensiver wird der Tomatengeschmack, wenn die Früchte vorher in den Ofen wandern. Bei unserer Rösttomaten-Soße werden die Tomaten geröstet, wodurch Wasser verdampft und sich ihr Geschmack konzentriert. Gleichzeitig entstehen köstliche Röstaromen. Perfekt, wenn du reife Sommertomaten einmal anders verarbeiten möchtest.
Wozu passt Tomatensoße?
Eine gute Tomatensoße ist ein echtes Basisrezept für viele Lieblingsgerichte. Ganz klassisch schmeckt sie natürlich zu Spaghetti und anderer Pasta, sie eignet sich aber genauso als Soße für Pizza, Lasagne und Aufläufe oder als Grundlage für Pfannengerichte wie Shakshuka. Auch für eine Bolognese kannst du die fertige Tomatensoße als Basis verwenden und sie anschließend mit Hackfleisch oder einer vegetarischen Alternative weiterverarbeiten.
Je nachdem, wofür du die Tomatensoße verwendest, kannst du auch mit Kräutern und Gewürzen spielen: Für Pizza und Pasta passen beispielsweise Basilikum und Oregano, während Chili, Kreuzkümmel oder Paprikapulver der Soße eine würzigere Note für Pfannengerichte verleihen.
Häufig gestellte Fragen zu Tomatensoße:
Wie lange ist selbst gekochte Tomatensoße im Kühlschrank haltbar?
Selbst gekochte Tomatensoße hält sich gut verschlossen etwa 3-4 Tage im Kühlschrank. Lass sie nach dem Kochen abkühlen und fülle sie anschließend in einen sauberen, luftdicht verschließbaren Behälter. Vor dem Essen solltest du die Soße noch einmal vollständig erhitzen.
Wie kann ich Tomatensoße länger haltbar machen?
Möchtest du gleich eine größere Menge auf Vorrat zubereiten, kannst du deine Tomatensoße einkochen. Dabei wird die heiße Soße in saubere Einmachgläser gefüllt und anschließend eingekocht. So hast du selbst gemachte Tomatensoße auf Vorrat und kannst bei Bedarf schnell darauf zurückgreifen. Wichtig ist, beim Einkochen sauber zu arbeiten und dich genau an die angegebenen Einkochzeiten und Temperaturen zu halten.
Kann ich Tomatensoße einfrieren und wie taue ich sie auf?
Ja, Tomatensoße lässt sich sehr gut einfrieren. Fülle die vollständig abgekühlte Soße portionsweise in geeignete Gefrierbehälter. So kannst du immer nur so viel auftauen, wie du gerade brauchst. Zum Auftauen stellst du die Soße am besten über Nacht in den Kühlschrank und erhitzt sie anschließend gründlich im Topf. Wenn es schneller gehen muss, kannst du sie auch direkt gefroren bei niedriger Hitze im Topf erwärmen und dabei regelmäßig umrühren. Eingefroren hält sich die Soße bis zu 6 Monate.
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