Anislikör selber machen - so geht's

Der leicht süßliche Anislikör erinnert an das griechische Nationalgetränk Ouzo, das in einem aufwendigen Verfahren aus Anis destilliert wird. Unser Rezept ist eine einfache Variante für zu Hause, für die ihr einen Schnaps nach Wahl mit Anisöl aromatisiert.

Anislikör selber machen
Anislikör ist ein feiner Digestif nach einem guten, deftigen Essen, Foto: dzevoniia / Adobe Stock Photo
 

Anislikör - Zutaten für 0,7 Liter:

  • 0,7 l Doppelkorn oder Wodka (mind. 38 Vol%)
  • 70 g weißer Kandiszucker
  • 7-8 Tropfen Sternanis-Öl (erhältlich in der Apotheke)
  • außerdem: eine saubere Schnapsflasche (1 l Inhalt)
 

Anislikör selber machen - so einfach geht's

  1. Schnaps in eine 1 l-Flasche umfüllen, Kandiszucker und Sternanis-Öl zugeben und die Flasche verschließen.
  2. Anislikör etwa 1 Woche lang ziehen lassen, dabei die Flasche einmal täglich 2-3 x auf den Kopf drehen.
  3. Hat sich der Kandiszucker vollkommen aufgelöst, ist der Schnaps verzehrfertig. Nun kannst du ihn gekühlt oder zimmerwarm servieren.

?Unser Tipp: Je länger der Schnaps durchzieht, desto aromatischer wird er. Gib dem Anislikör also ein wenig Zeit! Mit Korn angesetzt wird der Likör lieblicher, mit Wodka etwas herber. Das Mischverhältnis von Zucker und Anisöl kannst du ebenfalls variieren und je nach Geschmack dein eigenes Rezept kreieren. Dein selbstgemachter Anislikör ist mindestens 6 Monate haltbar.

 

Warum wird Anislikör milchig trüb?

Mischt man Anis-Spirituosen mit Wasser, wird die Mischung trüb. Dieser sogenannte "Louche-Effekt" ist auch bei niedrigen Temperaturen zu beobachten. Lagerst du Anislikör also im Gefrier- oder Kühlfach, bekommt er eine milchige Trübe und wird dickflüssiger. Das liegt an den ätherischen Ölen im Anis, die sich in Verbindung mit Wasser kaum bis gar nicht auflösen können - es entsteht eine Emulsion. Nicht nur Anislikör sondern auch Ouzo, Raki und Absinth werden so weißlich und undurchsichtig.

 

Kochen mit Anislikör

Anislikör schmeckt nicht nur pur und eisgekühlt, sondern aromatisiert auch feine Gerichte von Tomatensuppe bis Beerengrütze.

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