Anis - kleine Saat mit typischem Lakritz-Aroma

Feine Anisplätzchen zur Weihnachtszeit kennt fast jeder, doch mit Anis lassen sich nicht nur Kekse aromatisieren! Hier erfährst du, in welchen Gerichten die bekannte Gewürz- und Heilpflanze noch zum Einsatz kommt, wie du sie verwendest und welche Wirkung sie hat.​

Anis
Anis verleiht Gerichten eine angenehm würzig-süße Note und erinnert an Lakritz, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
Inhalt
  1. Was ist Anis?
  2. Wofür verwendet man Anis?
  3. Anis ganz oder gemahlen verwenden?
  4. Wie wird Anis richtig aufbewahrt?
  5. Welche Wirkung hat Anis?
  6. Was ist der Unterschied zwischen Anis, Sternanis und Fenchelsamen?
 

Was ist Anis?

Anis (Pimpinella anisum) ist ein vielseitiges Koch- und Backgewürz, das als aromatische Zutat nicht nur in der Weihnachtsbäckerei Verwendung findet! Bereits seit der Antike wird Anis auch als wirksames, natürliches Heilmittel und Aphrodisiakum genutzt. Weitere Namen für Anis sind Süßer Kümmel, Römischer Fenchel oder auch Brotsamen. Anis hat ein intensives, charakteristisch-süßliches Aroma und schmeckt leicht nach Lakritze. Sie haben eine ei- bzw. birnenförmige Form, sind drei bis vier Millimeter lang, grün- bzw. graubraun gefärbt und fein behaart. Anispulver ist gelb- bis dunkelbraun.

 

Wofür verwendet man Anis?

Anissamen werden in getrockneter Form vor allem zum Aromatisieren von Weihnachtsgebäck, Brot und Kuchen verwendet. Anisplätzchen haben in vielen Familien einen festen Platz auf dem Plätzchenteller! Auch Glühwein, Honig- und Lebkuchen bekommen durch Gewürze wie Anis, Zimt und Nelken ihr typisch weihnachtliches Aroma.

Als Brotgewürz hat Anis Tradition und wird gern zusammen mit Kümmel und Fenchelsamen direkt mit in den Teig gegeben oder auf Backwaren aufgestreut. Herzhaften Schmor- und Eintopfgerichte gibt Anis nicht nur eine raffinierte Würze, es macht sie durch die enthaltenen ätherischen Öle auch bekömmlicher. Außerdem passt das feine, lakritzartige Aroma gut zu Gemüsegerichten und Salaten, etwa zu Rotkohl oder Möhren, sowie zu Kompott, Desserts, Süßspeisen oder Waffeln. Ebenfalls unverkennbar “anisig”: Spirituosen wie Raki, Ouzo, Absinth, Pastis, Pernod, Sambuca, Arak oder Mastika.

 

Anis ganz oder gemahlen verwenden?

Zum Kochen werden Anissamen im Ganzen, grob zerstoßen oder zu feinem Pulver vermahlen verwendet. Am intensivsten entwickelt sich das Aroma der Anissaat, wenn du sie im Mörser zerstößt, kurz bevor du sie zum Gericht oder in den Teig gibst. Um den Geschmack noch zu intensivieren, kannst du Anissamen vorab auch kurz in einer heißen Pfanne ohne Fett anrösten – auf diese Weise erhalten auch die Gewürze vieler traditioneller Curry-Mischungen noch mehr Aroma.

 

Wie wird Anis richtig aufbewahrt?

Ob Saat oder Pulver: Anis sollte trocken und dunkel gelagert werden, am besten luftdicht in einer gut schließenden Dose oder einem Schraubglas. Bei ordnungsgemäßer Lagerung hält Anis etwa ein Jahr.

 

Welche Wirkung hat Anis?

Die ätherischen Öle der Anis-Saat haben eine positive Wirkung auf die Aktivität des Magen-Darm-Traktes, wirken appetitanregend und lindern Verdauungsbeschwerden. Sie entfalten ihre Wirkung besonders gut als Tee, häufig auch in der Mischung mit Fenchel- und Kümmelsamen. Anis hilft bei Bronchitis, Asthma und Husten, bei Blähungen, Bauchschmerzen und Schlaflosigkeit.

 

Was ist der Unterschied zwischen Anis, Sternanis und Fenchelsamen?

Obwohl sie sich in Geschmack und Geruch stark ähneln, handelt es sich bei Anis, Sternanis und Fenchel um verschiedene Pflanzen bzw. Pflanzensamen. Beim Kochen kannst du die drei Gewürze durch ihr sehr ähnliches Aroma aber nahezu gleichwertig einsetzen.

 

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