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Ein Herz für Bienen

So hilft die Apfelernte beim Naturschutz

Für einen vitaminreichen und ausgewogenen Speiseplan ist frisches Obst unerlässlich. Aktuell fallen uns da direkt Äpfel ein, denn die haben jetzt in Deutschland Saison. Zeit, sich den Apfelanbau einmal genauer anzusehen und zu zeigen, wie regionale Erzeuger einen Beitrag zum Schutz unserer Natur leisten.

Frisch und knackig: Obst aus der Region
Foto: istock/beaer_photo

Was haben Äpfel, Birnen und Kirschen gemeinsam? Jede dieser Sorten benötigt die Bestäubung durch Insekten, damit die Früchte ihre volle Größe und den gewünschten Geschmack entfalten. Aber gerade hier gibt es zunehmend Probleme. Die Anzahl an bestäubenden Insekten wie Bienen und Schmetterlinge sind in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Es liegt nun an uns und an den Maßnahmen engagierter Landwirte, ihren Lebensraum zu erhalten. Und tatsächlich kann die Landwirtschaft viel dazu beitragen, die Artenvielfalt zu unterstützen.

 

Wo fühlen sich bestäubende Insekten am wohlsten?

In der konventionellen Landwirtschaft wird Obst und Gemüse meist in Reih und Glied angepflanzt. Wildwachsende Blumen, wie sie auf traditionellen Streuobstwiesen zu finden sind, fehlen dort leider. Diese Pflanzen wären aber wichtige Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und viele andere bestäubende Insekten. Die wiederum bilden die Nahrungsgrundlage für viele Vogelarten. Wenn es Erzeuger also schaffen, ihre Landwirtschaft so auszurichten, dass dabei Lebensraum für bestäubende Insekten entsteht, können damit auch andere Tierarten unterstützt werden. 

Wilde Blumenwiesen sind der natürliche Lebensraum für viele Insekten und können ein Teil der Landwirtschaft werden, Foto: istock/miriam-doerr
 

Was tun für mehr Insekten auf Apfelbäumen & Co.?

Biologische Vielfalt bei Insekten ist der Schlüssel dafür, dass wir auch in den kommenden Jahrzehnten regionale Landwirtschaft betreiben können. Doch wie können wir dem schrumpfenden Insektenbestand Einhalt gebieten? Eine Möglichkeit zeigt ein Gemeinschaftsprojekt auf vielen Obstwiesen am Bodensee. Hier hat REWE zusammen mit regionalen Imkerstationen, landwirtschaftlichen Betrieben und Umweltschutzorganisationen den Grundstein für eine wichtige Zusammenarbeit gelegt.

Die Idee: Auf konventionellen Anbauflächen der Apfelbauern werden wieder mehr Nahrungs- und Nistangebote für blütensuchende Insekten geschaffen. Die Erzeugerbetriebe legen beispielsweise Blumenwiesen an und pflanzen blühende Hecken. Für die Wildbienen stellen sie Nisthilfen auf. Wenn die Bienen dann von Blüte zu Blüte fliegen, bestäuben sie auf natürliche Weise die Apfelbäume. Auch Schutzgebiete für Vögel werden eingerichtet und andere Nützlinge, die eine natürliche Bekämpfung von Schädlingen ermöglichen, haben wieder Platz, sich anzusiedeln. 

Blühende Wiesen direkt neben dem Apfelanbau – so können Menschen und Insekten voneinander profitieren, Foto: REWE

Ein erstes Fazit gibt es bereits: Regelmäßige Erfolgskontrollen belegen, dass sich das Engagement der Obstbäuerinnen und -bauern auszahlt. „Gemeinsam haben wir eine klare Trendwende geschafft. Die Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die Wildbienenpopulation deutlich verbessert hat“, betont Patrick Trötschler, stellvertretender Geschäftsführer der Bodensee-Stiftung.

 

Wie erkennt man regionales Obst?

Seit dem Start des Biodiversitätsprojekts 2010 sind deutschlandweit 450 Betriebe hinzugestoßen und engagieren sich auf ihren Anbaugebieten für den Erhalt der Biodiversität, also der Vielfalt der Insektenarten.

Die Erzeugnisse wie Äpfel, Steinobst und Gemüse werden mit dem Pro Planet-Label von REWE ausgezeichnet, wenn sie die beim Anbau zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Beispielsweise sind bei REWE alle REWE Regional-Äpfel Pro-Planet-zertifiziert. Eine einfache Kennzeichnung für dich, die sich gleichzeitig für Artenvielfalt und Naturschutz in deiner Region starkmacht. So lässt sich frisches Obst mit gutem Gewissen genießen. Und das Tolle: Äpfel aus deiner Region bieten dir viel Raum für kreative Rezepte - probiere doch zum Beispiel mal dieses Chutney.

Rezept-Tipp

 

Apfel-Chutney

Eingeweckt im Glas auch eine hübsche Geschenk-Idee, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG

Zutaten für 5 Personen:

  • 3  rote Zwiebeln  
  • 150 g Stangensellerie  
  • 3-4  säuerliche Äpfel  
  • 150 ml  Apfelessig  
  • 75 g  Zucker  
  • 2-3 EL  Honig  
  • 1 kleines Lorbeerblatt  
  • 1 TL  Senfkörner  
  • 100 ml  Apfelsaft  
  • 5-6 Stiele  Thymian  

Zubereitung:

  1. Zwiebeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Sellerie putzen, waschen und schräg in dünne Streifen schneiden. Äpfel waschen, trocken reiben und vierteln. Kerngehäuse entfernen. Viertel nochmals längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden.
  2. Essig, Zucker, Honig, Lorbeer, Senfkörner und Saft aufkochen. Sellerie und Zwiebeln zugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Thymian waschen und die Blättchen abzupfen. Apfelspalten und Thymian zugeben, 3-4 Minuten köcheln lassen.
  3. Chutney heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

 

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Portion ca. 580 kJ, 140 kcal. E 1 g, F 1 g, KH 32 g

 

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