Honigschleuder - Braucht jeder Imker!

Egal ob hobbymäßig oder beruflich – jeder Imker, der seinen eigenen Honig herstellen möchte, braucht eine Honigschleuder. Wir haben die besten Modelle gecheckt.

Honigschleuder
Willst du deinen eigenen Honig herstellen? Dann benötigst du eine Honigschleuder., Foto: photocrew - stock.adobe.com
Inhalt
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Honigschleuder kaufen: Diese Modelle empfehlen wir
  3. Honig selbst herstellen: Das brauchst du außerdem
  4. So stellst du selbst Honig her
  5. So funktioniert eine Honigschleuder
  6. Honigschleuder: Diese Arten gibt es
  7. Honig selbst herstellen: Das Wohl der Bienen steht im Vordergrund!
  8. Honigschleuder: Fazit
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Honigschleuder erntest du den Honig besonders schonend
  • Es gibt Honigschleudern in ganz unterschiedlichen Preisklassen, für Einsteiger und Hobbyimker reichen meistens günstigere Modelle aus
  • Es gibt unterschiedliche Arten von Honigschleudern, die meist genutzte ist die Tangentialschleuder
  • Das Wohl der Bienen muss immer im Vordergrund stehen
 

Honigschleuder kaufen: Diese Modelle empfehlen wir

BuoQua Honigschleuder

Ein absolutes Schnäppchen ist die Honigschleuder von BuoQua. Der Antrieb erfolgt per Handkurbel und die Trommel bietet Platz für drei Waben. Die Schleuder ist aus Edelstahl und dadurch extrem langlebig. Das Material bietet aber noch einen entscheidenden Vorteil: Und das ist der Geschmack des Honigs. Denn der wird bei Edelstahl nicht verfälscht. Kurz gesagt: Das perfekte Gerät für Hobby-Imker.

Die Honigschleuder ist auf Amazon als Bestseller Nr. 1 gelistet und überzeugt die Kunden: „Die Honigschleuder ist leicht zu bedienen, lässt sich leicht zusammen bauen, für die Reinigung braucht man nur heißes Wasser und etwas Spülmittel“, fasst ein Kunde zusammen.

Technische Daten:

  • Rahmen: 3 Waben
  • Material: Edelstahl
  • Antrieb: Handkurbel
  • Höhe: 60 cm
  • Durchmesser 34 cm

Arebos Manuelle Honigschleuder

Die Tangentialschleuder von Arebos ist unser Qualitäts-Sieger. Im Innenraun gibt es einen 4-fachen Wabenträgereinsatz und die gesamte Schleuder ist aus rostfreiem und leicht zu reinigendem Edelstahl. Da bekommst du auch den letzten Rest klebrigen Honig richtig gut entfernt. Der Honigauslass ist verschließbar und so ganz einfach zu portionieren. Die Abdeckung ist aus Plexiglas, damit du immer überwachen kannst, wie viel Honig du schon geschleudert hast.

Mit 4,7 von 5 möglichen Sternen ist diese Honigschleuder ein echter Kundenliebling bei Amazon. Ein Käufer berichtet: „Die Fotos täuschen nicht, die Honigschleuder ist aus wirklich stabilen Stahl und es ist alles sehr hochwertig verarbeitet. Es sind alle Voraussetzungen erfüllt, dass ich noch viele Jahre Freude an meiner Schleuder haben werde.“

Technische Daten:

  • Rahmen: 4 Waben
  • Material: Edelstahl mit Plexiglasabdeckung
  • Antrieb: Handkurbel
  • Höhe: 90 cm
  • Durchmesser 49 cm

LYSON 4-Waben Honigschleuder

Die Honigschleuder von Lyson würden wir eher erfahrenen Imkern empfehlen, die ihren Honig vielleicht sogar kommerziell herstellen. Die Honigschleuder ist eher hochpreisig, dafür aber auch vollautomatisch. Der Innentraum ist aus säurefestem Edelstahl und der Honig lässt sich ganz leicht aus der Trommel entfernen. Die Waben werden bei dieser Schleuder in einen Korb für 4 Rahmen eingehängt. Falls die Honigschleuder kaputt gehen sollte, bekommst du vom Hersteller 2 Jahre Garantie.

Ein zufriedener Kunde berichtet: „Sehr schnelle Lieferung per Spedition. Man benötigt etwas Geduld für den Zusammenbau der Schleuder. Aber wer Möbel kann, kann auch diese Honigschleuder. Die verwendeten Materialien machen einen sehr soliden Eindruck. Die Schleuder läuft mit vollen Waben sehr gut rund. Der stufenlos regulierbare Motor ist ausreichend leitungsmäßig für meine Hobbyimkerei dimensioniert.“

Technische Daten:

  • Rahmen: 4 Waben
  • Material: Edelstahl mit Plexiglasabdeckung
  • Antrieb: 120W-Motor
  • Höhe: 61 cm
  • Durchmesser 50 cm

GCSJ Honigschleuder

Bei der GCSJ wird wie bei allen anderen Honigschleudern, der Honig mit Hilfe der Zentrifugalkraft gewonnen. Die Trommel ist für Standard-Bienenstöcke bis zu 25cm Höhe geeignet und bietet Platz für 3 Waben. Besonders praktisch ist hier, dass die Füße abnehmbar sind und die Trommel so gut du platzsparend eingelagert werden kann.

Ein begeisterter Amazon-Käufer erklärt: „Voller Vorfreude habe ich die sehr gut verpackte Honigschleuder aus der Verpackung genommen. Es war alles mit einer Folie beklebt sodass keine Beschädigungen wie Kratzer vorhanden waren :). Ich habe alles montiert und sie steht standfest ohne wackeln da. Es ist aus hochwertigem Edelstahl gefertigt sodass auch kein Rost entstehen kann. Durch die Kurbel wird das Innere sauber angedreht.“

Technische Daten:

  • Rahmen: 3 Waben
  • Material: Edelstahl mit Harz-Deckel
  • Antrieb: Handkurbel
  • Höhe: 63 cm
  • Durchmesser 42 cm

 

Honig selbst herstellen: Das brauchst du außerdem

Eine Honigschleuder ist unumgänglich, aber um dich selbst vor stechenden Bienen zu schützen brauchst du eine gute Ausrüstung. Diese Produkte legen wir dir ans Herz:

Förster-Fellnest Imker-Anzug

Damit die Bienen nicht an dich herankommen brauchst du einen Imker-Anzug, der komplett dicht geschlossen ist. Um den Kopf ist ein transparentes Netz, die Beine und Ärmel sind durch den Gummizug dicht anliegend. Die Baumwoll-Verarbeitung ist hochwertig und leicht zu reinigen. Preislich liegt der Anzug von Förster-Fellnest im mittleren Segment, die Qualität überzeugt dafür umso mehr.

Yosoo Imker-Handschuhe

Damit du die Waben sicher aus dem Bienenstock herausnehmen kannst, brauchst du unbedingt Handschuhe. Dabei solltest du darauf achten, dass diese auch die Unterarme mitschützen und mit einem enganliegenden Gummizug abschließen.

Wifehelper Imkereiausrüstung

In diesem Set ist alles enthalten, was du für die Honigernte an Werkzeugen benötigst. Mit dem Schaber kannst du ganz unkompliziert das Wachs von den Waben kratzen um den Honig freizulegen. Mit der praktischen Rahmenklemme kannst du die Waben aus dem Stock heben, ohne dir die Hände schmutzig zu machen. Mit der Bürste kannst du vorsichtig die Bienen vom Stock abkehren.

 

So stellst du selbst Honig her

Für ein paar Tropfen Nektar, der später von den Bienen zu Honig verarbeitet wird, fliegen die kleinen Insekten tausende Male von Blüte zu Blüte. In den selbstgebauten sechseckigen Waben legen die Bienen den Honig ab und lassen ihn mehrere Wochen reifen.

Achtung: Weil der Honig für die Bienen der lebenswichtige Wintervorrat ist, darf der Imker immer nur einen Bruchteil davon entnehmen.

Das brauchst du:

Die Grundvoraussetzung ist, dass du sogenannte Bienenbeuten besitzt. Das sind Kästen – meist aus Holz – in die Holzrahmen gehängt werden. Sie sind etwas größer als ein DIN A4-Blatt und ca. 3 cm dick und werden dann mit 5 mm Abstand in die Beuten gehängt. Die Rahmen dienen dazu, dass die Bienen dort ihre Waben bauen können. Pro Holzrahmen kannst du bis zu 1 kg Honig ernten.

Jetzt kommt die Honigschleuder ins Spiel

Waben werden von Bienen entweder ausschließlich für die Brut oder für Honig verwendet. Dadurch kannst du sichergehen, dass du nie die Brut durch das Ausschleudern zerstörst. Wenn die meisten Waben verdeckelt sind, kannst du den Honig ernten. Dazu musst du die Bienen vorsichtig abkehren (Achtung, Schutzanzug nicht vergessen!) und die Holzrahmen in einen verschließbaren Raum tragen. Der Raum muss verschließbar sein, weil die Bienen versuchen sich den Honig zurückzuholen.

Mit warmer Luft oder einem Honigrechen musst du die Waben entdeckeln um den Honig freizulegen, dabei darfst du nicht zu grob vorgehen, denn die Rahmen kommen hinterher wieder in den Bienenstock und werden von den Bewohnern „renoviert“.

Dann steckst du die Rahmen einzeln in die Honigschleuder und erntest den Honig

 

So funktioniert eine Honigschleuder

Die Waben werden in die Honigschleuder horizontal eingesetzt. Dabei ist es wichtig, dass du die Entfernung von der Drehachse beachtest. Je schneller sich die Honigschleuder dreht, desto effektiver löst sich der Honig. Bei einem 70 cm-Durchmesser ist eine Drehzahl von 100 völlig ausreichend. Denn wenn sich die Honigschleuder zu schnell dreht, läufst du Gefahr die Waben zu zerstören.

 

Honigschleuder: Diese Arten gibt es

Für Hobbyimker reicht eine Honigschleuder für zwei bis fünf Waben vollkommen aus. Diese kleineren Honigschleudern werden meistens mit der Hand angekurbelt. Es gibt aber auch Profi-Schleudern, die mit Motor betrieben werden. Dennoch unterscheiden sich die Modelle:

Tangentialschleuder

Die Halterung für die Waben laufen parallel zur Außenwand der Honigschleuder. Durch die Zentrifugalkraft wird dabei aber nur die Außenseite der Waben abgeerntet. Du musst die Waben also einmal umdrehen um sie von beiden Seiten zu schleudern.

Radialschleuder

Bei dieser Honigschleuder sind die Holrahmen wie Sonnenstrahlen angeordnet. Also senkrecht zur Wand. Das Wenden entfällt bei dieser Schleuder, da der Honig von beiden Seiten herausgeschleudert wird.

Selbstwendeschleuder

Hier muss nichts mehr von Hand getan werden, denn, wie der Name schon sagt, ändert diese Honigschleuder automatisch die Drehrichtung. Durch flexible Körbe in die die Waben eingehängt werden, können die Holzrahmen in der Maschine gewendet werden.

 

Honig selbst herstellen: Das Wohl der Bienen steht im Vordergrund!

Bienen stehen unter Artenschutz und müssen dementsprechend auch immer verantwortungsvoll behandelt werden. Der Honig liefert den Insekten wichtige Nährstoffe um über den Winter zu kommen, wenn du die vollständigen Vorräte aberntest, könnten die Bienen im schlimmsten Fall im Winter sterben.

Mehr über das Bienensterben und den richtigen Umgang mit den Insekten findet ihr hier >>

 

Honigschleuder: Fazit

Wenn du den Entschluss gefasst hast, dass du Honig selbst herstellen möchtest und vielleicht auch schon mal einen Imker-Schnupperkurs besucht hast, musst du dir eine Honigschleuder zulegen. Eine einfache Schleuder mit Handantrieb reicht dafür aber völlig aus.

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