Perkolator

Wie schmeckt der Kaffee daraus?

Nils Ingwersen

Bei einem gemütlichen Kaffeekränzchen mit Kuchen oder Keksen darf ein guter Kaffee nicht fehlen. Wir schauen uns für dich die Funktionsweise eines Perkolators an und zeigen dir, wie du damit einen leckeren Kaffee kochst. 

Ein Perkolator steht auf einem Gasherd
Mit einem Perkolator kannst du leckeren Kaffee kochen, Foto: iStock/Gray Kotze
Inhalt
  1. Perkolatoren – von klassisch bis elektrisch
  2. Die besten Perkolatoren – das sind unsere Top 5
  3. Wie funktioniert ein Perkolator?
  4. Wie gelingt guter Kaffee im Perkolator?
  5. So reinigst du einen Espressokocher richtig
  6. Fazit: Leckerer Kaffee aus Perkolatoren – praktisch, gut und umweltfreundlich
 

Perkolatoren – von klassisch bis elektrisch

Die Zubereitung im Perkolator ist einfach und die Anschaffung günstig. Darüber hinaus finden die kleinen Espressokocher Platz in jeder Küche und funktionieren sogar beim Camping. Das Perkolationsprinzip wurde schon Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. Immer noch erfreuen sich diese traditionsreichen Kaffeebereiter großer Beliebtheit und haben sich seitdem kaum verändert. Nur Material und Design wurden weiterentwickelt. Außerdem gibt es heute auch elektrische Perkolatoren.

Wenn du einen Perkolator kaufen möchtest, werde dir zunächst darüber im Klaren, welche Größe du benötigst. Denn der Kaffee sollte am besten sofort frisch getrunken werden, sonst leidet das Aroma stark. Bei einem Haushalt mit wenigen Personen entscheide dich besser für ein kleineres Modell und koche damit lieber mehrmals Kaffee. Traditionell wurden die Espressokocher aus Aluminium gefertigt, inzwischen werden Perkolatoren meistens aus Edelstahl hergestellt. Der Vorteil: diese sind nicht nur spülmaschinenfest, sondern auch auf modernen Induktionsherden nutzbar. 

 

Die besten Perkolatoren – das sind unsere Top 5

Perkolatoren gibt es inzwischen in vielen unterschiedlichen Varianten und Größen. Wir haben für dich das Angebot durchforstet und stellen dir im Folgenden unsere Empfehlungen vor. 

Vielseitig: Espressokanne Perkomax aus Emaille von Petromax

Die Espressokanne Perkomax aus robuster Emaille ist ein wahrer Alleskönner. Du kannst den Perkolator von Petromax auf allen Herdarten verwenden und sogar auf dem Grill oder in der Glut eines Lagerfeuers Kaffee oder Tee kochen. Darüber hinaus begeistert diese Emaille-Kanne mit ihrem schönen Vintage-Look.

  • Material: Emaillierter Stahl
  • Farbe: Schwarz oder weiß
  • Spülmaschinenfest: Nein
  • Alle Herdarten inklusive Induktion sowie auf dem Grill oder Lagerfeuer
  • Größe: Für 9 Tassen
  • Besonderheit: Kaffee- und Teezubereitung

Stylisch: Elektrischer Perkolator von Gastronoma 

Der elektrische Perkolator von Gastronoma macht mit seinem edlen Design und den Holzakzenten eine gute Figur in deiner Küche. Je nach Größe deines Haushalts, wählst du das Modell für sechs oder für zwölf Tassen. Weiterhin überzeugt dieser Kaffeebereiter mit einer 360-Grad-Mitteldrehstation sowie einer Abschaltautomatik, wenn der Kaffee fertig gebrüht wurde. 

  • Material: Edelstahl und Holz
  • Farbe: Silber und schwarz
  • Spülmaschinenfest: Nein
  • Perkolator elektrisch
  • Größe: 6 oder 12 Tassen
  • Besonderheit: Elegantes Design mit Holzelementen

Klassisch: Espressokocher aus Aluminium von Bialetti

Wer Retro-Look und italienisches Lebensgefühl mag, für den ist der legendäre Moka Express von Bialetti die richtige Wahl. Alfonso Bialetti hat diesen Espressokocher mit dem prägnanten achteckigen Design im Jahre 1933 kreiert. Seitdem hat er sukzessiv die Welt erobert und ist zum Kult geworden. 

  • Material: Doppelt gedrehtes Aluminium
  • Farbe: Grau
  • Spülmaschinenfest: Nein
  • Nicht für Induktionsherde geeignet
  • Größe: Für 4 Tassen – viele andere Größen erhältlich
  • Besonderheit: Der Original-Espressokocher aus Italien

Modern: Modell New Venus von Bialetti aus Edelstahl

Für Fans des klassischen Espressokochers von Bialetti, die ihren Kaffee auf einem Induktionsherd brühen möchten, eignet sich das Modell New Venus von Bialetti. Durch das Edelstahl-Material und seinen glatten Boden kannst du diesen auf alle Herdarten nutzen und in der Spülmaschine reinigen. 

  • Material: Hochwertiges Edelstahl
  • Farbe: Silber
  • Spülmaschinenfest: Ja
  • Geeignet für alle Herdarten inklusive Induktion
  • Größe: Für 6 Tassen – andere Größen erhältlich
  • Besonderheit: Das Update des Klassikers von Bialetti

Praktisch: Elektrischer Espressokocher Rommelsbacher Eko

Beim elektrischen Perkolator von Rommelsbacher mit 360-Grad-Zentralsockel trifft modernes Espressokannen-Design auf die Vorzüge eines Wasserkochers. Zur Auswahl stehen dir zwei Modelle mit wechselbaren Filtereinsätzen für zwei bis vier oder drei bis sechs Tassen. Eine automatische Abschaltung, der wärmeisolierte Griff sowie der Überhitzungsschutz sorgen zudem für Sicherheit.

  • Material: Edelstahl und Kunststoff
  • Farbe: Silber
  • Spülmaschinenfest: Nein
  • Perkolator elektrisch
  • Größe: Für 2-4 oder 3-6 Tassen
  • Besonderheit: Flexibilität durch wechselbaren Filtereinsatz
 

Wie funktioniert ein Perkolator?

Der Name leitet sich vom italienischen Verb „percolare“ ab, das „durchseihen“ oder „durchsickern“ bedeutet. Wie bei einer Siebträgermaschine wird hierbei Wasserdampf für die Kaffeezubereitung genutzt – allerdings mit weniger Druck. Bei einem Perkolator liegt der Druck bei etwa 1,5 bar, während eine Espressomaschine es auf ganze 9 bar Druck bringt. Aus diesem Grund bildet sich beim Kaffee aus dem Perkolator keine Crema.

Da er abgesehen davon dem Espresso in puncto Aroma und Koffeingehalt sehr ähnelt, heißt er auch Espressokocher und besteht in der Regel aus drei Teilen. Im unteren Teil füllst du das Wasser ein, dann kommt der Trichtereinsatz für das Kaffeepulver sowie das aufschraubbare Oberteil mit Ausgießer, Sieb und Dichtungsgummi. Der Perkolator wird auf einem Herd erhitzt und das Wasser verdampft, wodurch Überdruck entsteht. Dadurch wird das heiße Wasser durch den mit Kaffeepulver gefüllten Trichter gepresst. Das Sieb filtert das Kaffeepulver heraus, bevor der Kaffee durch das Steigrohr in das Oberteil der Espressokanne gelangt. 

 

Wie gelingt guter Kaffee im Perkolator?

Die Zubereitung von Kaffee im Perkolator ist einfach und gelingt immer, solange du ein paar simple Regeln beachtest. 

  • Auswahl der Bohnen: Gute Bohnen in einer zur Zubereitungsart passenden Röstung sind das A & O für schmackhaften Kaffee. Für den Espressokocher sind mittlere bis starke Röstungen italienischer Art empfehlenswert.
  • Mahlgrad: Auch dieser wirkt sich stark auf den Geschmack des Kaffees aus. Am besten verwendest du frisch gemahlene Bohnen in einem mittleren Mahlgrad – d.h. feiner als für Filterkaffee aber gröber als für die Siebträgermaschine.
  • Filtereinsatz befüllen: Im Gegensatz zu einer Siebträgermaschine wird bei einem Espressokocher das Kaffeepulver nicht mit einem Tamper festgrepresst, sondern nur glattgestrichen. 
  • Wasser: Verwende am besten kalkarmes Wasser wie zum Beispiel aus einem Britta-Filter. Fülle das Wasser nur bis unter das Sicherheitsventil auf.
  • Timing: Sobald du das typische Blubbergeräusch hörst, stelle den Herd aus und nehme den Perkolator von der Herdplatte. Für das beste Aroma gieße den Kaffee sofort in Tassen und lass ihn dir schmecken. Wenn die Kanne länger auf dem Herd steht, kann der Kaffee schnell bitter schmecken.
 

So reinigst du einen Espressokocher richtig

Einen Perkolator aus Edelstahl kannst du auch in der Spülmaschine reinigen, sofern es sich nicht um ein elektrisches Modell handelt. Achte aber darauf, dass du vorher das Dichtungsgummi ausbaust, damit es nicht porös wird. Espressokocher aus Aluminium müssen jedoch unbedingt von Hand gespült werden. Der beste Zeitpunkt, um die Espressokanne zu reinigen, ist möglichst bald nach dem Kaffee kochen. Bevor du das Gerät aufschrauben kannst, sollte es ausreichend abgekühlt sein. Verwende bei der Reinigung kein Spülmittel, da dieses den Kaffeegenuss beeinträchtigen kann. 

  1. Entferne als Erstes das genutzte Kaffeepulver aus dem Filtereinsatz und spüle diesen unter fließendem Wasser ab.
  2. Baue das Sieb und das Dichtungsgummi aus und säubere beides gründlich von Rückständen.
  3. Reinige Ober- und Unterteil des Espressokochers, da sich sonst mit der Zeit unschöne Verfärbungen bilden. 
  4. Trockne alle Bestandteile des Gerätes mit einem Handtuch ab. Vergiss anschließend nicht das Sieb sowie das Dichtungsgummi wieder einzusetzen und schraube die Teile zusammen.
  5. Solltest du Kalkablagerungen bemerken, lasse ein geeignetes Mittel einwirken, um diese zu beseitigen. Aber Achtung: Bei einem Kaffeebereiter aus Aluminium auf keinen Fall Zitronensäure verwenden, da diese das Material angreift. 
 

Fazit: Leckerer Kaffee aus Perkolatoren – praktisch, gut und umweltfreundlich

Der Kaffee aus einem Perkolator schmeckt aromatisch und erinnert an Espresso. Da die Espressokocher klein und leicht sind, kannst du sie überallhin mitnehmen – auch in den Urlaub. Zudem sind sie umweltfreundlich, da sie keinen Müll wie Filterpapier oder Kaffeepads produzieren. Unser Favorit ist die Perkomax Espressokanne von Petromax, die mit schickem Vintage-Design überzeugt. Diese kocht bis zu neun Tassen Kaffee auf allen Herdarten inklusive Induktion. Wer gerne Outdoor-Abenteuer erlebt, kann den Perkolator auch auf einem Grillrost oder am Lagerfeuer nutzen

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