Mit gerösteten Pinienkernen

Basilikum-Pesto – schnelles Grundrezept für grünes Pesto

Basilikum-Pesto RezeptAuf Pinterest merken
Zwischen selbst gemachtem Basilikum-Pesto und gekauftem liegen Welten! Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Basilikum-Pesto oder Pesto (alla) Genovese – egal, wie du das grüne Pesto nennst, mit unserem Originalrezept gelingt dir der italienische Soßen-Klassiker in nur 15 Minuten.

Du brauchst für das selbst gemachte Basilikum-Pesto gerade mal eine Handvoll guter Zutaten. Daneben kommt es auf die richtige Reihenfolge und Dauer des Pürierens an. Wie das Pesto frisch und aromatisch statt bitter wird, zeigt unsere Anleitung.

Dazu bekommst du Tipps, wie du das Pesto-Genovese-Rezept mit anderen Kernen oder ohne Käse vegan abwandeln kannst. Außerdem verraten wir, wie du das grüne Pesto noch verwenden kannst, wenn du gerade weder Pastasoße noch Grill-Dip brauchst.

  • Zubereitungszeit:
    15 Min.
  • Niveau:
    ganz einfach
VegetarischLowcarb

Zutaten

Personen

40 g Pinienkerne

100 g (2 Bund) Basilikum

1–2 Knoblauchzehen (je nach Größe)

ca. 125 ml Olivenöl

ca. 50 g frischer geriebener Parmesan oder vegetarischer Hartkäse

Meersalz

Zubereitung

1

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Sobald sie sich leicht braun färben und duften, Kerne herausnehmen und auskühlen lassen.

2

Basilikum kurz in kaltem Wasser waschen, gut trocken tupfen und Blättchen abzupfen. Knoblauch schälen und grob würfeln.

3

Basilikum, Knoblauch, Pinienkerne und Öl in einen hohen Rührbecher geben und mit einem Stabmixer pürieren. Käse unterrühren und Pesto mit Salz abschmecken. Zu Pasta oder Brot genießen.

Nährwerte

Pro Portion

  • 393 kcal
  • 8 g Eiweiß
  • 40 g Fett
  • 3 g Kohlenhydrate
Überlebenshilfe für den Basilikum-Topf

Damit dein Basilikum länger hält, solltest du ihn gleich nach dem Kauf umtopfen. Die Supermarkt-Töpfe sind viel zu eng und nährstoffarm. Zerlege den Wurzelballen in 2–4 Teile und setze sie in größere Töpfe mit Abflussloch und frischer, lockerer Blumenerde. Basilikum gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden und am besten von unten gießen.

5 Tipps für perfektes Basilikum-Pesto

  1. Verwende nur die Blätter und zarten Stängel vom Basilikum fürs Pesto. Die dicken Stiele schmecken oft bitter und hinterlassen harte Stückchen im Basilikum-Pesto.

  2. Durch zu viel Hitze und Sauerstoffkontakt kann sich das Basilikum-Pesto gräulich verfärben. Daher vor dem Pürieren am besten die Zutaten und den Rührbecher im Kühlschrank lagern und möglichst kurz pürieren.

  3. Pinienkerne nur kurz rösten, damit sie aromatischer schmecken, aber nicht bitter werden. Es genügt, wenn sie leicht goldbraun sind. Im Zweifel lieber ungeröstete als verbrannte Kerne fürs Pesto verwenden.

  4. Nimm kein zu strenges Olivenöl für dein Basilikum-Pesto. Ein natives Olivenöl extra, mild-fruchtig, mit wenig Schärfe ist ideal, damit das Basilikum im Vordergrund bleibt.

  5. Probier das Pesto Genovese erst, bevor du es salzt. Parmesan ist von Natur aus sehr salzig, daher solltest du mit Salz sparsam umgehen. Insbesondere, wenn du das Pesto für Pastasoße mit gesalzenem Nudelwasser aufrührst.

Für noch mehr Aroma kannst du grünes Pesto für zwei Personen mörsern, statt pürieren. Warum du die Profi-Methode unbedingt mal ausprobieren solltest, liest du hier.

So verwendest du Basilikum-Pesto richtig

Klassisch wird das selbst gemachte Basilikum-Pesto kalt gegessen,etwa als herzhafter Aufstrich zum Ciabatta oder Grillbrot. Auch wenn du das Pesto zu Nudeln isst, solltest du es nicht kochen. Durch die Hitze kann das grüne Pesto seine Farbe und sein Aroma verlieren und bitter schmecken.

Stattdessen einfach das Pesto alla Genovese mit 2–3 EL Nudelwasser cremig rühren und zur heißen, abgetropften Pasta geben. So wird die Pesto-Soße schonend erwärmt und bleibt schön grün.

Ideal sind gedrehte oder gerillte Pastasorten zu Pesto mit Basilikum, beispielsweise Penne oder Fussilli. An ihnen bleibt das Pesto am besten haften. Aber auch Spaghetti und Linguine eignen sich als Pastabegleitung für die ölige Soße.

Pesto pro Portion

Rechne bei einer Portion Basilikum-Pesto mit ca. 50 Gramm pro Person (auf je 125 g Pasta). Wenn du das Pesto mit Nudelwasser verdünnst, reichen auch 40 Gramm.

Unser Basilikum-Pesto-Rezept ist auf 4 Personen ausgelegt. Für Pasta mit Pesto ergänzt du einfach 500 g Nudeln.

Pesto Genovese passt zudem gut als Würzpaste in Suppe oder Risotto, als Pizzasoße, Fleischmarinade oder als Dressing zu einem kalten Nudelsalat.

Pesto Genovese mal anders – leckere Varianten

Für ein vegetarisches Basilikum-Pesto ersetzt du den Hartkäse im Rezept gegen einen pflanzlichen Ersatz ohne Lab. Veganes Basilikum-Pesto kommt ganz ohne Käse aus. Für den Umami-Geschmack und die Konsistenz kannst du ein paar Esslöffel Hefeflocken zugeben.

Die Pinienkerne lassen sich nach Belieben ganz oder Halbe-Halbe gegen blanchierte Mandeln austauschen. Auch Walnusspesto mit Basilikum schmeckt toll, wenn du es nussiger magst.

Mit Gemüse wie Zucchini oder Avocado kannst du dein Pesto Genovese längen, wenn du nur noch einen Rest übrig hast. Unser Basilikum-Pesto mit Zucchini und Mandeln ist erfrischender als das Original und das Avocado-Basilikum-Pesto cremiger.

Wie lange ist grünes Pesto haltbar?

Selbst gemachtes Basilikum-Pesto ist im Kühlschrank ca. 4 Wochen haltbar. Wichtig ist, dass du sauber arbeitest und die Oberfläche vom Pesto immer mit einer dünnen Olivenölschicht versiegelt. So kommt keine Luft ran und das Pesto schimmelt nicht so leicht. Ein Spritzer Zitronensaft soll verhindern, dass die grüne Farbe verblasst.

Um einen Vorrat anzulegen, kannst du das Pesto Genovese einfrieren. Entweder als Ganzes im gefriergeeigneten Behälter oder portioniert in einer Eiswürfelform. Dadurch hast du immer etwas Dip auf Reserve. Zum Auftauen am besten schonend in den Kühlschrank stellen.

„Pesto alla Genovese“ bedeutet auf Italienisch „Pesto nach Genueser Art“, während „Pesto Genovese“ die verkürzte Bezeichnung ist – gemeint ist dasselbe Originalrezept aus Genua in Ligurien. Der Name gibt also den Herkunftsort aus Genua in Nordwestitalien an.

„Pesto“ kommt von „pestare“ (zerstoßen), da es traditionell im Mörser zubereitet wird. Die klassische Rezeptur mit Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Käse und Olivenöl ist seit dem 19. Jahrhundert belegt und wird typischerweise mit Trofie oder Linguine serviert.

„Pesto (alla) Genovese“ ist ein spezielles Originalrezept aus Genua, in dem frisches Basilikum für die grüne Färbung verantwortlich ist.

„Pesto Verde“ bedeutet dagegen einfach „grünes Pesto“ und ist ein Sammelbegriff für alle Pesto-Varianten mit anderen grünen Kräutern wie Bärlauchpesto, Koriander-Pesto oder Rucola-Pesto. Statt Pinienkernen können hier auch andere Kerne, Nüsse oder Mandeln sowie weitere Zutaten zum Einsatz kommen.

„Pesto alla Genovese“ aus Ligurien ist knallgrün, frisch und nussig im Geschmack. „Pesto alla Siciliana“ kommt hingegen aus Sizilien und enthält zusätzlich meist Tomaten sowie oft Ricotta oder Mandeln, wodurch es cremiger, milder und leicht süßlich ist.

Aus LECKER-Sonderheft 12/2012