Einmachgläser - Einmachen leicht gemacht

Laura-Lou Hoffmann

Egal ob Marmelade, Chutney oder saure Gurken - Einmachen kann man (fast) alles. Wir zeigen dir wie's geht und welche Einmachgläser am besten geeignet sind.

Einmachgläser - einmachglaeser
Die Wahl der richtigen Einmachgläser ist wichtig.
Inhalt
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die besten Einmachgläser im LECKER-Check
  3. Weckgläser – Der Klassiker unter den Einmachgläsern
  4. Alles in Einem: Spannbügelgläser
  5. Einmachgläser mit Schraubverschluss, auch genannt: Sturzgläser
  6. Was gibt es bei Einmachgläsern zu beachten?
  7. Einmachgläser sterilisieren - so geht's
  8. Warum werden Einmachgläser auf den Kopf gestellt?
  9. Was kann man einwecken und wie funktioniert es?
  10. Was braucht man zum Einmachen?
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Weckgläsern, Spann-, bzw. Drahtbügelgläsern und Einmachgläsern mit Schraubverschluss
  • Gläser mit Schraubverschluss werden auch Sturzgläser genannt, weil sie beim Einwecken auf den Kopf gestellt werden
  • Am wichtigsten ist es, das Obst und Gemüse gut vorzubereiten und die Gläser zu sterilisieren. Wie das geht, erklären wir dir
 

Die besten Einmachgläser im LECKER-Check

Weckglas, Spannbügelglas, Schraubverschluss, Sturzglas,... Wer soll denn da noch durchsteigen? Wir zeigen dir die besten Einmachgläser und was die Besonderheiten sind.

 

Weckgläser – Der Klassiker unter den Einmachgläsern

Seit über 100 Jahren verwenden Menschen die sogenannten Weckgläser zum Konservieren von Lebensmitteln. Ihren Namen verdanken die Gläser Johann Weck. Das Besondere an dieser Art von Einmachgläsern ist, dass zwischen Deckel und Korpus ein Gummiring liegt, der Deckel wird mit Metallspangen fixiert. Beim Einkochen und dem anschließenden Stürzen entsteht ein Vakuum im Glas, weshalb die Spangen entfernt werden können und der Deckel hält trotzdem dicht.

9er Set Weckgläser

In diesem Set von MamboCat erhältst du neun Weckgläser mit je 580 Millilitern Fassungsvermögen. Im Set sind auch Dichtungsringe und Metallklammern zum Verschließen enthalten - also alles, was du zum Einmachen benötigst. Tolle Rezepte gibt's sogar noch oben drauf, denn im Lieferumfang ist ein Rezeptheft für Kompotts und Marmeladen enthalten. Alternativ kannst du die Gläser auch für das dekorative Anrichten von Speisen nutzen oder als schicke Kerzenhalter im Vintage-Look.

Eine Nummer kleiner: Weckgläser im 6er-Set

Wenn du eher kleinere Mengen einkochen und einmachen möchtest, können wir dir dieses Set von Weck empfehlen. Im Set erhältst du sechs Gläser, die jeweils 370 Milliliter fassen. Perfekt also für Marmeladen oder zum Verschenken. Zu den Gläsern erhältst du natürlich auch hier die passenden Dichtungsringe und Metallclips dazu.

 

Alles in Einem: Spannbügelgläser

Spannbügelgläser sind quasi die Weiterentwicklung der Weckgläser. Bei dieser Glas-Sorte ist der Deckel über eine Drahthalterung am Glas befestigt und der Gummiring meistens schon fest integriert. Bei manchen Spannbügelgläsern sind die Dichtungsringe aber abnehmbar. Damit das Glas luftdicht verschlossen ist, wird der Bügel mit Druck geschlossen. Im Anschluss werden die Gläser mit Inhalt eingekocht.

Perfekt zum Lagern und Einmachen

Wenn du deine Spannbügelgläser nicht nur zum Einmachen sondern auch zum Lagern von Müsli, Kräutern oder Ähnlichem nutzen willst, ist dieses praktische 6er-Set von MamboCat genau das Richtige für dich. Hier bekommst du drei verschiedene Gläsergrößen - 750 Milliliter, 500 Milliliter und 1 Liter - die Dichtungsringe sind abnehmbar, sodass du die Gläser ganz unproblematisch in der Spülmaschine waschen kannst, wenn du diese abgenommen hast. Vor allem die kleinen Gläser eignen sich perfekt zum Einkochen von Gemüse oder Obst.

Sechs Fido-Gläser von Bormioli

Im Set von Bormioli bekommst du sechs Drahtbügelgläser mit jeweils einem Liter Fassungsvermögen. Damit haben die Gläser die optimale Größe um zum Beispiel Zwiebeln oder Gurken zu konservieren. Du solltest beim EInkochen aber dringend darauf achten, dass die Gläser nur bis 70 °C stabil sind und bei zu heißem Wasser springen könnten.

 

Einmachgläser mit Schraubverschluss, auch genannt: Sturzgläser

Unkompliziert und simpel zu reinigen: Heute werden Einmachgläser mit Schraubverschluss wesentlich häufiger verwendet, als welche mit Bügelverschluss oder Weckgläser. Das liegt daran, dass die Gläser nach dem ersten Öffnen ganz einfach wieder verschlossen werden können und meistens auch wesentlich günstiger sind als andere Modelle. Die Gläser werden auch Sturzgläser genannt, weil man sie beim Auskühlen auf den Kopf stellt.

Marmeladengläser mit karierten Deckeln

Egal ob zum Verschenken oder im eigenen Schrank - das Gläserset von CapCro macht überall eine gute Figur. Die Deckel sind rotkariert und haben damit einen leichten Hauch von Retro. Wenn du die Gläser verschenken willst, kannst du einfach ein Tuch oder eine Serviette über dem Deckel befestigen. Im Set enthalten sind 12 Gläser mit je 435 Milliliter Fassungsvermögen - optimal als Marmeladengläser nutzbar.

Schlichte Einmachgläser mit silbernem Deckel

Wer es lieber etwas zeitloser und schlichter mag, sollte sich das Sechser-Set von mikken zulegen. Die Gläser fassen jeweils 580 Milliliter und sehen mit ihren silbernen Deckeln super schick aus. Du bekommst im Lieferumfang sogar noch Etiketten dazu, auf denen du Inhalt und Abfülldatum vermerken kannst.

 

Was gibt es bei Einmachgläsern zu beachten?

Das wichtigste ist, dass du auf die Hitzebeständigkeit achtest. Die meisten Gläser kannst du zwischen 70 und 80 °C erhitzen, wenn du sie also in kochendes Wasser legen würdest, dann könnte das Glas im schlimmsten Fall brechen. Wichtig ist auch, dass du je nach Glasart anders einweckst. Gläser mit Schraubverschluss oder Weckgläser müssen zum Beispiel während dem Auskühlen auf dem Kopf stehen.

 

Einmachgläser sterilisieren - so geht's

Damit deine selbstgemachte Marmelade oder deine Gewürzgurken nicht schlecht werden, musst du die Gläser vor dem Umfüllen unbedingt sterilisieren. Damit tötest du Keime ab und machst deine Lebensmittel im Glas haltbar. Grundsätzlich kannst du deine Gläser auf zwei Arten sterilisieren:

Im Backofen

Stell deine Gläser für zehn Minuten bei 180 Grad in den Backofen und lasse sie hinterher im geschlossenen Ofen komplett abkühlen. Aber Achtung: Günstige Gläser können bei so hoher Hitze springen.

Im Wasser

Die herkömmliche Art, Einmachgläser zu sterilisieren ist im Wasser. Für zehn Minuten werden die Gläser ausgekocht und auf saubere (!) Küchentücher zum trocknen gestellt.

 

Warum werden Einmachgläser auf den Kopf gestellt?

Einmachgläser nach dem Abfüllen auf den Kopf zu stellen ist heutzutage mehr ein Mythos als zwingend erforderlich. Denn früher wurde die heiße Marmelade dazu verwendet, den Deckel zu sterilisieren. Heute geht das Gerücht um, dass durch das Stürzen ein Vakuum im Glas entsteht, was den Deckel anzieht und dasGlas damit luftdicht verschließt. Das passiert aber auch ohne das Stürzen. Denn Das Vakuum entsteht, wenn das Glas abkühlt und sich die eingeschlossene Luft zusammenzieht. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der den Deckel verschließt.

 

Was kann man einwecken und wie funktioniert es?

Egal ob süß, salzig oder sauer - einwecken kannst du fast alles. Von Marmelade bis Chutney ist alles möglich, trotzdem musst du bei unterschiedlichen Lebensmitteln auch unterschiedliche Dinge beachten.

Süßes Einmachen

Zum süßen EInmachen zählen zum Beispiel Marmeladen, Konfitüren oder Apfelkompott. Dabei werden die Zutaten mit (Gelier-)Zucker eingekocht und heiß in die Einmachgläser gefüllt. Alternativ kann das Obst auch mit einer warmen Zuckerlösung im Glas übergossen werden. Dann bekommst zu zum Beispiel eingelegte Pfirsiche oder Mandarinen.

Saures Einwecken

Essiggurken oder Perlzwiebeln kennt jeder - das Einmachen ist ganz einfach, denn hier wird zum einlegen ein Essig-Sud verwendet, der die Lebensmittel im Glas konserviert. Hier wird der heiße Essigsud über den Inhalt gegeben und das Glas verschlossen. Je nach Belieben kannst du auch noch Kräuter und Gewürze in den Sud geben. Anschließend wird alles zusammen noch in Wasser eingekocht.

Salziges Einmachen

Der klassische Inhalt für salzige Einmachgläser sind Soleier. Dazu übergießt du den Glasinhalt mit stark gesalzenem Wasser. Ins Wasser kannst du natürlich auch hier Gewürze und Kräuter ganz nach Geschmack geben. Wie beim sauren EInwecken werden auch hier die Gläser inklusive Inhalt eingekocht.

Einwecken in Öl

Paprika, Tomate, Oliven... in Öl kannst du alles einwecken, was dir in den Sinn kommt. Vor allem Gemüse schmeckt auf diese Art richtig lecker mediterran. Zum Konservieren wird Olivenöl verwendet, was den Inhalt luftdicht verschließt. Hierbei wird der Inhalt nicht nachträglich erhitzt, weshalb du dringend darauf achten musst, dass alles steril ist. Sonst können Bakterien im Gemüse entstehen, die Krankheiten verursachen können.

 

Was braucht man zum Einmachen?

Das ist fix beantwortet: Obst oder Gemüse, sterile Gläser und einen großen Topf zum Einkochen. Alternativ kannst du auch einen Einkochautomaten verwenden. Wenn du die Gläser verschenken möchtest, kannst du auch noch Zubehör wie Aufkleber oder Verschlussdeko kaufen. Besonders schön finden wir diese Marmeladendeckchen:

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