Kirschen-Krise

Kirschen zu teuer – bye-bye geliebte Donauwelle?

Ich bin in Trauer. Bald gibt's womöglich keine Donauwelle oder andere Kirschkuchen vom Bäcker mehr. Warum das so ist und was du jetzt tun kannst, liest du hier.

Ein Stück Donauwelle mit einer frischen Kirsche on top steht auf einem weißen Kuchenteller
Zurzeit ist nicht gut Kirschen essen, auch nicht in Form von Donauwelle. Foto: LECKER @ Bauer Media Group / Imago / Panthermedia
Auf Pinterest merken

Donauwelle ist mein Lieblingskuchen. Wegen zwei Zutaten ist der Klassiker aber vielleicht demnächst Geschichte: Die Preise für Schokolade und Kirschen sind so stark gestiegen, dass viele Backstuben den Kultkuchen von Oma aus der Auslage verbannen.

Kirschen sind bald ein Luxusprodukt

Ein Stück Donauwelle, Schwarzwälder Kirschtorte oder Streuselkirschkuchen für über 4 Euro – das könnte bald Realität sein. Der Preis für Kirschen hat sich auf dem Weltmarkt verdoppelt. Doch würden Bäckereien diese hohen Zutatenkosten direkt an die Kundschaft weitergeben, wäre wohl kaum jemand bereit, so tief in die Taschen zu greifen.

Gerade kleine, handwerkliche Bäckereibetriebe haben deshalb zu kämpfen. Sie können nicht einfach auf andere Lieferanten umschwenken, wenn Zwischenhändler die Preise anziehen. Aus diesem Grund entscheiden sich aktuell viele Bäckereien und Cafés dazu, den Kirschkuchen ganz aus dem Sortiment zu streichen. Zum allerersten Mal in der jahrhundertelangen Historie der Konditoreien.

Darum sind Kirschen jetzt so teuer

Aufgrund von spätem Frost und Dürre ist die Kirschernte in Deutschland schon seit Jahren schlecht. Das gilt vor allem für Süßkirschen. Jetzt aber sind auch Sauerkirschen betroffen. Weil es weniger davon gibt, wird das vorhandene Steinobst immer teurer. 

Hinzu kommt: Spekulanten im Großhandel verkaufenzurückgehaltene Früchte jetzt nochmals teurer, um in Zeiten des Mangels umso mehr Gewinn zu machen.

Das dürften auch wir Verbraucher:innen merken. Die Preise für TK-Kirschen oder Konserven werden ebenfalls ansteigen. Auch Konfitüren können bald betroffen sein.

Kuchenauslage beim Bäcker: Schmandkuchen, Himbeerkuchen und Apfelkuchen
Ich war in vier verschiedenen Konditoreien und habe nirgends Kirschkuchen finden können. Foto: LECKER @ Bauer Media Group / Nicole Molitor

Nie mehr Kirschkuchen?

Ein Aufatmen folgt hoffentlich zur Kirschen-Saison im Sommer. Dann zeigt sich, wie gut (oder schlecht) die Ernte dieses Jahr wirklich ausfällt. Vielleicht feiert der Kirschkuchen dann auch wieder sein Revival in den Bäckerei-Theken und Café-Vitrinen. Ich hoffe jedenfalls darauf!

Bis dahin kannst du dir die Zeit mit anderen Obstkuchen versüßen. Zum Ausgleich werden vielfach Pflaumen- und Apfelkuchen angeboten. Hier sind die Rohstoffpreise noch stabil, sodass ein Kuchenstück weiterhin unter 3 Euro kostet.

Selber backen statt kaufen

Hast du wie ich akuten Donauwellen-Heißhunger, kannst du deinen Lieblingskuchen natürlich auch einfach selber backen. Hält dich die aufwändige Creme davon ab, haben wir hier auch ein Rezept für Donauwellen-Gugelhupf ohne Buttercreme.

Mehr Donauwellen-Alternativen für Anfänger:innen:

Als Extra-Tipp für Sparfüchse: Du kannst beim Backen der Donauwelle die Kirschen gegen andere Früchte austauschen, wie unsere Karamell-Donauwelle mit Pflaumen oder der Pfirsichbiskuit vom Blech beweisen.