Warum Erwachsene wieder Lebkuchenhäuser bauen sollten

Lebkuchenhaus
Lebkuchenhäuser sind nur etwas für Kinder? Auf keinen Fall!, Foto: iStock

Als ich klein war, gehörten Lebkuchenhäuser fest in meinen Dezember. Natürlich mussten sie bereits früh gebastelt werden, so dass den Advent über genug Zeit zum Bewundern und Knabbern blieb. So kam es, dass meine Tante (als Bastelkönigin der Familie) jedes Jahr zum Anfang der Weihnachtszeit vor unserer Tür stand. In ihrer Hand ein großes Etwas, mit einem Küchentuch überdeckt. Nur ein wenig Alufolie lugte an der Seite heraus.

Natürlich wusste ich, was sich darunter befand. Trotzdem ging immer wieder das große Staunen los, als die Überraschung gelüftet wurde: Ein vollständiges Haus aus Pappe kam zum Vorschein. Vor der Tür saßen Hänsel, Gretel und die Hexe, die jedes Jahr eine noch krummere fiese Nase bekommen hatte.

Stundenlang machten meine Mutter, Tante und ich uns ans Verzieren(und später auch immer mehr Kindergarten-Kinder, die von unserer Aktion erfahren hatten). Kachel für Kachel beklebten wir die Wände mit braunen Kuchen, bis unsere Hände – und mein Mund - vom Zuckerguss ganz klebten. Die Zeit verging für mich damals wie im Flug. Und auch meiner Mutter schien das Chaos, das wir in der Küche anrichteten, einfach egal zu sein. Ich hatte Spaß. Sie hatten Spaß. Wir hatten Spaß. Darum ging es.

Und genau das ist auch der Grund, wieso Erwachsene endlich anfangen sollten, Lebkuchenhäuser zu bauen. Eigentlich ist er nur einer von vielen – aber seht selbst:

1. Es entspannt

Du versinkst im Moment. Du vergisst den Alltag und deine Sorgen.

2. Man freut sich wieder über die kleinen Dinge

Kinder haben die wunderbare Eigenschaft, sich über die kleinsten Dinge tierisch zu freuen. Das geht leider schnell verloren – kommt aber garantiert wieder, wenn du stolz dein Kunstwerk betrachtest.

3. Man bleibt kreativ

In der Alltagshektik vergisst man, welche kreativen Talente in einem schlummern. Bei einem Lebkuchenhaus kann man seiner Kreativität ohne jeglichen Druck freien Lauf lassen.

4. Du nimmst dir Zeit

Wann hast du dir das letzte Mal bewusst Zeit für etwas genommen? Erste Regel beim Lebkuchenhausbauen: Es muss, darf und soll gar nicht schnell gehen.

5. Kalorien sind egal

Eine Schokolinse hier, ein Gummibärchen da – da kommen Erinnerungen an die Zeit hoch, in der man Zucker ohne jegliche Gedanken an Kalorien und Gesundheit geliebt hat. Das Lebkuchenhaus steht symbolisch dafür, die Weihnachtszeit einfach mal zu genießen.

6. Lebkuchenhaus bauen ist sozial

Am meisten Spaß macht das Verzieren übrigens gemeinsam – lad dir ein paar alte Freunde ein und schwelgt in Erinnerungen an Kindertage. Du wirst überrascht sein, wie viele Anekdoten aus der Kindheit deiner Freunde du noch nicht kanntest. Kleiner Tipp: Statt heißem Kakao darf dabei jetzt auch Glühwein getrunken werden. ;)

Wer sagt, dass Weihnachten nur etwas für Kinder ist? Für mich ist Weihnachten viel mehr eine Zeit, in der wir uns alle an die Eigenschaften und Gefühle erinnern können, die wir als Erwachsener viel zu schnell verlernt haben.

Text: Mareike Dudwiesus

Kategorie & Tags
 
 
 

LECKER Magazin

LECKER bei WhatsApp

LECKER Community - jetzt anmelden!
 

 

Mutti kocht am besten
 
Vielen Dank, dass dir unsere Rezepte und Artikel auf
www.LECKER.de gefallen.
Wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch!
Copyright 2015 LECKER.de. All rights reserved